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Schlösser und Gärten in der Provinz Turin

Die elegante Residenzstadt der Savoyer

Als Emanuel Philibert von Savoyen im Jahr 1563 die Hauptstadt seines Herzogtums von Chambéry in das damals noch ländliche Turin verlegte, war dies der Beginn umfangreicher Bauarbeiten in und um die Stadt herum, um den Hofstaat und die Regierung unterbringen zu können. Als die Herzöge 1720 infolge des spanischen Erbfolgekrieges zu Königen von Sardinien wurden, waren sie bestrebt, ihrer Hauptstadt und ihrer Dynastie den nötigen Glanz zu verleihen. Zahlreiche königliche Residenzen der Savoyer rund um Turin bildeten eine «corona di delizie», ein Kranz der Lustbarkeiten (frei übersetzt). Von den herrlichen Schlössern sind fast zwei Dutzend erhalten geblieben und wurden von der UNESCO ausnahmslos zum kulturellen Welterbe ernannt. Turin war nach der Vereinigung Italiens im Jahr 1861 kurze Zeit die erste Hauptstadt, bevor die Königsfamilie zuerst nach Florenz und dann nach Rom zog. Später siedelten sich hier wichtige Industrien wie beispielsweise der Fiat-Konzern an. Während unserer Kulturreise in Turin sehen wir die Paläste der Savoyer sowie Gärten, die Mitglied der prestigeträchtigen Vereinigung der «Grandi Giardini Italiani» sind und lassen uns von barocker sowie moderner Architektur überraschen. Wir logieren im historischen Zentrum Turins in einem traditionsreichen Hotel mit elegantem Ambiente.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag, Dienstag, 23. April

Anreise nach Turin und Altstadtrundgang

Individuelle Anreise nach Lugano. Wir treffen uns am Bahnhof und fahren anschliessend mit dem Bus ins Piemont. Nach etwa drei Stunden erreichen wir Turin, die viertgrösste Stadt Italiens und beziehen unsere Zimmer im 4-Sterne Grand Hotel Sitea.

Auf einem ersten geführten Spaziergang durch die Altstadt flanieren wir durch einen Teil der barocken Arkadengänge (Portici). Diese Bogengänge sollen sich 13 Kilometer durch die Stadt ziehen und wurden vermutlich gebaut, damit die Savoyer Herzöge auch bei Regen trockenen Fusses von ihren Palazzi zum Ufer des Po gelangen konnten. Darunter reihen sich elegante Geschäfte mit einem vielseitigen Angebot sowie historische Cafés aneinander, wo abends ein Aperitif genossen werden kann und ein herrliches Buffet mit lokalen Spezialitäten angeboten wird. Das von den Römern rechtwinklig angelegte Strassennetz erweckt zusammen mit den wie auf einem Schachbrett verteilt liegenden Plätzen und Palästen den Eindruck von Ordnung und Übersicht. Gemeinsames Abendessen und erste von sechs Übernachtungen im Grand Hotel Sitea.

2. Tag, Mittwoch, 24. April

Borgo e Rocca Medievale im Parco del Valentino – Orto Botanico und Basilica di Superga

Nach dem Frühstück bringt uns der Bus zum nahen Parco del Valentino am Ufer des Po. In diesem ältesten Park Turins steht eine authentische Nachbildung eines mittelalterlichen piemontesischen Dorfs mit einer Burg. Dieser Gebäudekomplex wurde 1884 anlässlich der Landesausstellung errichtet.

Im Botanischen Garten, der 1729 von Vittorio Amadeo II angelegt wurde und von der Universität Turin verwaltet wird, gibt es eine Vielzahl von neuen Pflanzensorten zu bewundern. Die Anlage gliedert sich in einen als Wäldchen bezeichneten Bereich sowie einen Alpengarten und drei Treibhäuser mit vornehmlich Sukkulenten und südafrikanischer Flora.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen lassen wir uns nach Superga zur gleichnamigen Wallfahrtskirche hinauffahren. Die Basilica di Superga thront hoch über Turin auf einem Hügel und bietet einen traumhaften Blick auf die Stadt und bei gutem Wetter bis hin zu den Alpen. Dieses Meisterwerk des Barocks mit seiner imposanten Eingangsfront wurde Anfang des 18. Jahrhunderts vom bekannten Architekten Filippo Juvarra errichtet und wacht über die monumentalen Grabstätten des Hauses Savoyen.

3. Tag, Donnerstag, 25. April

Jagdschloss Stupinigi und Palazzo Madama

Nach knapp einer Stunde Fahrzeit erreichen wir die «Palazzina di caccia di Stupinigi». Dieses Schloss wurde ursprünglich für Herzog Viktor Amadeus II erbaut, der sich nach der Jagd dorthin zur Erholung zurückziehen konnte. Die Pläne aus dem Jahr 1729 stammen vom Architekten Juvarra.

Als diese «Palazzina» dem Besitzer bereits einige Jahre nach der Fertigstellung zu klein erschien, beauftragte er verschiedene Architekten mit der Erweiterung des Baus durch Anfügung einer Reihe von Seitenflügeln. Im Jagdschloss von nunmehr immenser Grösse geniesst der Besucher vom mittleren Saal aus einen wunderbaren Blick nach allen Seiten, auf vier herrliche Alleen, die nach Vinovo, Candiolo, Moncalieri und zum für die Jagd reservierten Wald führen. Das von einem 1700 Hektar grossen Park umgebene Schloss bewahrt eine Sammlung kostbarer Möbel aus den verschiedenen Residenzen der Savoyer. Anschliessend werden wir in einem für seine gute Küche bekannten Restaurant in der Nähe des Schlosses zum Mittagessen erwartet.

Zurück in der Turiner Innenstadt gilt unser nächster Besuch dem Palazzo Madama an der Piazza Castello. Im 17. Jahrhundert wählte die Herzogin Cristina di Francia, Madama Reale genannt, diese mittelalterliche Festung mit den vier markanten Wehrtürmen zu ihrem bevorzugten Wohnsitz und liess sie schlossartig ausbauen. Seither trägt die fürstliche Residenz den Namen «Palazzo Madama». Zwischen 1718 und 1721 wurde der Palast von Filippo Juvarra nochmals gründlich umgestaltet und beherbergt sei 1934 ein Kunstmuseum mit einer wertvollen Sammlung mittelalterlicher Skulpturen und Gemälden sowie Kunsthandwerk aus verschiedenen Epochen. Im ehemaligen Burggraben wurde ein kleiner, alten Ansichten nachempfundener Garten mit Medizinalpflanzen und Obstbäumen angelegt. Spaziergang zurück zum Hotel oder inviduelle Erkundungen und Abend zur freien Verfügung.

4. Tag, Freitag, 26. April

Venaria Reale

Nach mehreren Jahren europaweit umfangreichsten Restaurierungsarbeiten ist das königliche Jagdschloss Venaria Reale aus seinem Dornröschenschlaf erwacht. Der Architekt Amadeo di Castellamonte legte im 17. Jahrhundert für Karl Emanuel II ein Lust- und Jagdschloss an und entwarf damit nicht nur eine kleine Stadt und einen königlichen Palast, sondern auch Gärten und einen Wald. Jahrzehnte später erweiterte Filippo Juvarra das mächtige Jagdschloss um Stallungen für 150 Pferde, eine grosse Orangerie, die prachtvolle St. Hubertus-Kirche und die «Gross Galerie», das Meisterwerk der Architektur des gesamten 18. Jahrhunderts. Das Schloss wurde auch als Versailles von Turin bezeichnet und war lange Zeit der bevorzugte Aufenthaltsort der Savoyer. Mit dem Einmarsch der französischen Truppen unter Napoleon Bonaparte ins Piemont, begann der Verfall der Anlage, die später noch als Kaserne diente und schliesslich zur Ruine wurde. Wir werden uns bei der Besichtigung dieser Schlossanlage vom grossartigen Können der Architekten und Restauratoren überzeugen können.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Gartenrestaurant erkunden wir teils zu Fuss und mit der Bimmelbahn «La Freccia di Diana» die neuen Bepflanzungen der weitläufigen Parkanlage.

5. Tag, Samstag, 27. April

Die Schlösser Pralormo und Racconigi

Eine gute Fahrtstunde vom Stadtzentrum entfernt besuchen wir südlich von Turin zwei besonders sehenswerte Schlösser. Das mittelalterliche Schloss Pralormo befindet sich seit 1680 im Besitz derselben Grafenfamilie und ist für den im 19. Jahrhundert von Xavier Kurten im englischen Stil angelegten Park bekannt. Wie die Gärten der Venaria Reale gehört diese Anlage auch zu den «Grandi Giardini Italiani». Imposante Libanonzedern, Bambus, Spiräen und viele andere Bäume und Sträucher finden sich hier. Jedes Frühjahr blühen 75'000 Tulpen und wetteifern mit Iris, Päonien und Flieder in einem Meer von Farben um ihre Schönheit. Es gibt auch Gewächshäuser für Zitrusfrüchte, Orchideen und weitere exotische Pflanzen.

Weiter fahren wir in die Kleinstadt Racconigi, wo wir das gemeinsame Mittagessen in einer ausgezeichneten Osteria einnehmen. Am Nachmittag widmen wir uns dem Schloss Racconigi, einer weiteren Residenz der Familie von Savoyen. Sie wurde noch bis ins 20. Jahrhundert bewohnt und ist als Zeugnis der Geschichte heute Eigentum des italienischen Staates. Die schön restaurierten Säle belegen die Sammelleidenschaft der damaligen Besitzer. Ein Blick in die beeindruckende Küche rundet den Schlossrundgang ab. Mit einer Kutsche fahren wir durch den grossflächigen Park, in dem sich unter anderem eine Datscha versteckt.

6. Tag, Sonntag, 28. April

Castello Ducale di Agliè und Castello di Masino

Unsere heutigen Besuchsziele im Norden der Stadt erreichen wir nach rund einer Stunde Fahrt. Das Schloss Agliè, das sich am Rande der Po-Ebene, unmittelbar am Anfang der subalpinen Region befindet, war einst eine mittelalterliche Festung. Die Regentin Cristina di Francia und ihr Berater, Graf Filippo de San Martino di Agliè, liessen die Burg zu einer Residenz umbauen. Im Jahr 1825 erwarb Karl Felix, Herzog von Savoyen, das während der napoleonischen Besatzung arg in Mitleidenschaft gezogene Schloss. Er liess die Räume stilvoll neu möblieren und den grossen Ballsaal mit Fresken und Stuckaturen versehen. So erstrahlte das herrschaftliche Anwesen in neuem Glanz und wurde zu seiner bevorzugten Sommerresidenz. In den eleganten Räumen präsentiert sich uns eine geschmackvoll angeordnete Sammlung von kostbaren Kunstobjekten. Der grosszügig konzipierte Park beeindruckt mit einem streng im englischen Stil angelegten Teil mit schönem Aufwuchs sowie einem italienischen Garten und einer Orangerie.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen unterwegs fahren wir zum nicht weit entfernten Castello Masino, welches die zum Schutz erhaltenswerter Anwesen tätige Gesellschaft FAI (Fondo Ambiente Italiano) 1988 von seinem letzten Besitzer, dem Grafen Luigi Valperga di Masino, übernommen hat. Das Schloss dominiert die Landschaft der Region Canavese und beschenkt den Besucher mit einem traumhaften Blick auf die Savoyer Alpen. Der Park, der zu den «Grandi Giardini Italiani» zählt, ist in verschiedene Bereiche gegliedert. Auf dem Ausläufer eines Hügels befindet sich ein grünes Labyrinth. Daneben wurde ein italienischer Garten angelegt und ein romantischer englischer Park mit Alleen von Spiräen, die im Frühjahr in einen Blütenrausch verfallen. Nach dieser letzten Besichtigung fahren wir zurück nach Turin. Am Abend treffen wir uns zum gemeinsamen Abendessen in einem traditionellen Stadtrestaurant unweit des Hotels.

7. Tag, Montag, 29. April

Turin – Lugano

Nach dem Frühstück folgt die Busfahrt nach Lugano, wo sich Michael Erkelenz verabschieden wird. Individuelle Heimreise.

Michael Erkelenz Reiseleitung
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Highlights

  • UNESCO-Welterbe Stadt Turin
  • Grandi Giardini Italiani
  • Jagdschloss Venaria Reale
  • Palazzo Madama
  • Kulturgut der Savoyer

Leistungen

  • Bus ab/bis Lugano sowie für Transfers und Ausflüge
  • 6 Nächte im 4-Sterne Grand Hotel Sitea, Turin
  • Frühstücksbuffet im Hotel
  • 2 Abendessen in Turin
  • 5 Mittagessen unterwegs
  • Kutschenfahrt in Racconigi
  • Eintritte gemäss Reiseprogramm
  • lokale Führungen
  • Reiseleitung durch Michael Erkelenz

Weitere Hinweise

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

Unterkunft

Das traditionsreiche «Grand Hotel Sitea» befindet sich im historischen Zentrum in einer Nebengasse an recht ruhiger Lage. Die schöne Piazza San Carlo mit ihren berühmten historischen Café-Bars ist nur wenige Schritte entfernt. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Turins sind vom Hotel aus bequem zu Fuss erreichbar. Das Hotel mit seinen 120 Zimmern wurde im frühen 20. Jahrhundert erbaut und zeichnet sich durch traditionelle Gastfreundschaft aus. Das Haus trägt die renommierte Auszeichnung «Locali Storici d'Italia». Seine Atmosphäre, die in jedem Detail raffiniert und gepflegt wirkt, dient als Bezugspunkt für hochkarätige Gastlichkeit, während die gute Küche und der aufmerksame Service die Gastronomie des Hotels zu einem beliebten Ziel für Gourmets machen.

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullierungskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder