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Provence zur Lavendelblüte

Weitflächige Lavendelfelder zwischen reizvollen Dörfern

Rund um den Mont Ventoux gruppiert sich mit vielen Tälern, Bergen, Hügeln und Hochebenen das «Lavendelland» der Drôme provençale, der Baronnies, des Pays de Sault und des Pays d’Apt-Luberon. Jede Gegend ist charaktervoll geprägt mit reizvollen malerischen Provence-Dörfern und kleinen Städten, umgeben von Feldkulturen, Olivenhainen, Obstgärten und Platanenalleen. Die Sommerfarben sind hier einmalig, als ob ein Maler mit breiten Pinselstrichen amethystviolett, korngelb, waldgrün und himmelblau hingemalt hätte: blühende Lavendelfelder, umgeben von Korn- und Sonnenblumenfeldern, Brachfelder mit Kornblumen, begrenzt von Gruppen blühender Lindenbäume sowie dunklen Wäldern und darüber der lichterfüllte blaue Himmel der Provence. Unvergesslich ist der erste Naheindruck vor einem Lavendelfeld, wo Furchen um Furchen sich scheinbar bis zum Horizont reihen! Ein Meer von Lavendelblüten von tiefer Leuchtkraft umgaukelt von Schmetterlingen und wie trunken von Duft von Bienen umschwärmt. Lavendel wird hier auf Höhen von 600 bis 800 m angebaut für die Produktion von Essenzen wie auch für wunderschöne Blumensträusse. An Berghängen finden sich auch wild wachsende Lavendelgariden umgeben von typischen «Herbes de Provence» wie Thymian, Oregano, Salbei und Rosmarin. Der Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler (Labiatea) und der Name leitet sich ab aus dem Lateinischen «Lavandula». Schon die Römer verwendeten Lavendelblüten zum Parfümieren des Badewassers und zum «lavare» – waschen. Drei Lavendelarten werden heute auf den grossen Feldern in der Provence angebaut: Lavendula spica, Lavendula vera und der Lavandin. Sehr treffend sagt der Schriftsteller Jean Giono: «La lavande est l’âme de la Haute-Provence».

Reisedaten

 

Reiseverlauf

1. Tag: Von Genf via Route Napolén

nach Vaugines

Individuelle Anreise zum Hauptbahnhof Genf-Cornavin. Um die Mittagszeit Abfahrt mit dem Bus von Genf entlang der landschaftlich imposanten Route Napoléon. Der französische Kaiser Napoléon I. wollte im Jahre 1815 die Macht über die Regionen entlang dieser Strasse zurückerobern. Unterwegs besuchen wir die Stadt Sisteron mit ihrer malerischen Altstadt, welche von einer riesigen Zitadelle überragt wird. Weiterfahrt zu unserer Hostellerie in Vaugines, wo wir die nächsten zwei Nächte logieren.

2. Tag: Valensole-Ebene

Nach ca. einer Stunde Fahrt erreichen wir die in der bergigen Provence gelegene Valensole-Ebene mit ihren riesigen Lavendelfeldern, Mandelbäumen sowie Weizenfeldern. Der Lavendel ist es auch, der diese Hochebene so attraktiv macht. Es gibt mehrere Lavendel-Destillerien, die den Lavendel zu aromatischem Öl verarbeiten. Wir wandern gemütlich durch die herrliche Landschaft, welche in tiefem violett-blau erstrahlt und lassen die Düfte und Eindrücke auf uns wirken. Rückfahrt nach Vaugines und Abendessen in der Hostellerie.

3. Tag: Zu den Ockerbrüchen und zur Abbey Sénanque

Die heutige Rundfahrt ins südlich gelegene Gebiet Vaucluse ist etwas weiter, aber landschaftlich mit malerischen Ortschaften voller Höhepunkte. In Isle sur la Sorgue, dem Venedig der Provence, machen wir einen kleinen Zwischenhalt und auch der ockerfarbene Ort Roussillon ist einen Abstecher wert. Der Rundgang in den alten und sehr bekannten Ockerbrüchen wird uns faszinieren. Auf einer kurzen Wanderung werden wir mit einem einmaligen Blick auf die Abbey Sénaque belohnt, deren Harmonie der romanischen Zisterzienserarchitektur wir danach aus der Nähe bewundern. Fahrt zu unserer Hostellerie in Vaison-la-Romaine, wo wir die nächsten vier Nächte logieren.

4. Tag: Vallée bleue

Fahrt von Vaison-la-Romaine hinauf zum Col d’Ey, von wo sich ein wunderschöner und weiter Blick auf das von Bergen umrahmte «Vallée bleue» bietet. Die Bezeichnung «blau» bezieht sich natürlich auf die zahlreichen Lavendelfelder. Zwischen in voller Blüte stehendem Lavendel, Lindenbäumen und Aprikosenplantagen wandern wir hinunter zum Städtchen Ste-Jalle mit seinem Labyrinth von Gassen. Nach der Wanderung erfrischen wir uns in einem Bistro, bevor wir nach Nyons weiterfahren. Lohnenswert ist der kurze Zwischenstopp bei der «Cooperative» von Nyons, wo vorzügliche Oliven sowie Olivenöl von Spitzenqualität angeboten werden. In Nyons besichtigen wir den grossen Kräutergarten «Jardin des Arômes» und die «Distillerie bleu» mit ausgezeichneten Provence Spezialitäten. Kurzweilige Fahrt zu unserem Hotel in Vaison-la-Romaine zurück.

5. Tag: Vaison-la-Romaine

Der Vormittag steht zur freien Verfügung, um individuelle Pläne zu schmieden. Sie können durch das malerische Vaison-la-Romaine flanieren, die römischen Ruinen und die Burg besichtigen oder ganz einfach etwas ausspannen. Nachmittags besuchen wir eine Weinkellerei und erfahren Wissenswertes über die Welt des Weines. Eine kleine Degustation gehört natürlich dazu.

6. Tag: Am Fusse des Mont Ventoux ins Pays de Sault

Kurze Fahrt nach Malaucène, bevor wir die landschaftlich besonders schöne Route am Fusse des Mont Ventoux nehmen bis auf die Höhe von 1900 m. Auf dem Mont Ventoux können wir die Kraft der Natur bewundern, Grönlandmohn und Steinbrech blühen in der kargen und windgepeitschten Gipfelfauna des Wahrzeichens der Provence. Über zahlreiche Kurven – mit einzigartigen Ausblicken über die weite Landschaft der Haute Provence, des Pays de Sault und dem Plateau d’Albion – gelangen wir zum Städtchen Sault, das auf 700 m liegt. Wir besichtigen ein hoch gelegenes Feld mit echtem Lavendel, können Johanniskraut und Muskatellersalbei kennen lernen. Vorbei an Lavendelfarmen und verfallenen Bories (Hirten-unterkünften) wandern wir durch blühende Lavendelfelder in der Gegend von Ferrassières. Dort besichtigen wir die Herstellung tiefblauer Lavendelsträusse, die in die ganze Welt exportiert werden. Anschliessend besuchen wir einen Betrieb in Sault, wo wir die Fabrikation der beliebten Provence-Seifen mitverfolgen und Lavendel-Spezialitäten und andere ätherische Essenzen sehen können. Später fahren wir über den Col des Abeilles und über die historische Lavendelstrasse nach Carpentras und Vaison-la-Romaine zurück.

7. Tag: Von Vaison-la-Romaine nach Valence und Genf

Am Morgen fahren wir nach La Garde-Adhémar, wo wir bei der romanischen Kirche einen einzigartigen Heilpflanzengarten besichtigen. Auf der Weiterfahrt nach Valence geniessen wir die letzten Seitenblicke auf die Provence. Ab Valence fahren wir mit dem TGV zurück nach Genf mit Ankunft gegen Abend.

Urs Rechsteiner Fachliche Leitung
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Highlights

  • endlos scheinende Lavendelfelder
  • malerische Provence-Dörfer
  • einzigartige Ausblicke auf dem Mont Ventoux
  • Ockerbrüche bei Roussillon
  • Zisterzienserkloster Abbaye Sénaque

Leistungen

  • Bus-Rundreise ab Genf Bahnhof bis Valence Bahnhof
  • Bahnreise Valence – Genf, 2. Klasse
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in einem 3-Stern-Hotel, Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Fachliche Leitung
  • 5% für Projekte der Pro Natura

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Annullierungskostenversicherung mit SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder
  • An- und Rückreise nach Genf