Provence zur Lavendelblüte

Weitflächige Lavendelfelder zwischen reizvollen Dörfern

Rund um den Mont Ventoux gruppiert sich mit vielen Tälern, Bergen, Hügeln und Hochebenen das «Lavendelland» der Drôme provençale, der Baronnies, des Pays de Sault und des Pays d’Apt-Luberon. Jede Gegend ist charaktervoll geprägt mit reizvollen malerischen Provence-Dörfern und kleinen Städten, umgeben von Feldkulturen, Olivenhainen, Obstgärten und Platanenalleen. Die Sommerfarben sind hier einmalig, als ob ein Maler mit breiten Pinselstrichen amethystviolett, korngelb, waldgrün und himmelblau hingemalt hätte: blühende Lavendelfelder, umgeben von Korn- und Sonnenblumenfeldern, Brachfelder mit Kornblumen, begrenzt von Gruppen blühender Lindenbäume sowie dunklen Wäldern und darüber der lichterfüllte blaue Himmel der Provence. Unvergesslich ist der erste Naheindruck vor einem Lavendelfeld, wo Furchen um Furchen sich scheinbar bis zum Horizont reihen! Ein Meer von blauvioletten Lavendelblüten von tiefer Leuchtkraft umgaukelt von Schmetterlingen und wie trunken von Duft von Bienen umschwärmt. Lavendel wird hier auf Höhen von 600 bis 800 m angebaut für die Produktion von Essenzen wie auch für wunderschöne Blumensträusse. An Berghängen finden sich auch wild wachsende Lavendelgariden umgeben von typischen «Herbes de Provence» wie Thymian, Oregano, Salbei und Rosmarin.Der Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler (Labiatea) und der Name leitet sich ab aus dem Lateinischen «Lavandula». Schon die Römer verwendeten Lavendelblüten zum Parfümieren des Badewassers und zum «lavare» – waschen. Drei Lavendelarten werden heute auf den grossen Feldern in der Provence angebaut: Lavendula spica (Lavandula latifolia), Lavendula vera (L. officinalis) und der Lavandin (eine Kreuzung). Sehr treffend sagt der Schriftsteller Jean Giono: «La lavande est l’âme de la Haute-Provence».

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag, Sonntag, 30. Juni

Von Genf nach Valence und Vaison-la-Romaine

Individuelle Anreise nach Genf. Um die Mittagszeit Abfahrt von Genf nach Valence. Weiterfahrt mit dem Bus zu unserem komfortablen, ruhig gelegenen Hotel in Vaison-la-Romaine. Es bleibt noch etwas Zeit zur freien Verfügung, zum Beispiel für einen Bummel durch das Dorf Vaison-la-Romaine. Die mittelalterliche Altstadt mit sehr schmalen Strassen, Plätzen und Brunnen besitzt viel Charme.

2. Tag, Montag, 01. Juli

Am Fusse des Mont Ventoux ins Pays de Sault

Kurze Fahrt nach Malaucène, bevor wir die landschaftlich besonders schöne Route am Fusse des Mont Ventoux bis auf die Höhe von 1900 m nehmen. Auf dem Mont Ventoux können wir die Kraft der Natur bewundern, Grönlandmohn und Steinbrech blühen in der kargen und windgepeitschten Gipfelfauna des Wahrzeichens der Provence. Über zahlreiche Kurven – mit einzigartigen Ausblicken über die weite Landschaft der Haute Provence, des Pays de Sault und dem Plateau d’Albion – gelangen wir zum Städtchen Sault, das auf 700 m liegt. Unterwegs gilt unsere Aufmerksamkeit auch den wilden Lavendelgariden, wo zudem Salbei, Thymian, Oregano, Minze und Ginster vorkommen. Vorbei an Lavendelfarmen und verfallenen Bories (Hirten-unterkünften) wandern wir durch blühende Lavendelfelder in der Gegend von Ferrassières. Dort besichtigen wir die Herstellung tiefblauer Lavendelsträusse, die in die ganze Welt exportiert werden. Anschliessend besuchen wir einen Betrieb in Sault, wo wir die Fabrikation der beliebten Provence-Seifen mitverfolgen und Lavendel-Spezialitäten und andere ätherische Essenzen sehen können. Später fahren wir über den Col des Abeilles und über die historische Lavendelstrasse nach Carpentras und Vaison-la-Romaine zurück.

3. Tag, Dienstag, 02. Juli

Zu Ockerbrüchen und zur Abbaye Sénanque

Die heutige Rundfahrt ins südlich gelegene Gebiet Vaucluse ist etwas weiter, aber landschaftlich mit seinen malerischen Ortschaften voller Höhepunkte. In Isle sur la Sorgue, dem Venedig der Provence, machen wir einen kleinen Zwischenhalt und auch der ockerfarbene Ort Roussillon ist einen Abstecher wert. Der Rundgang in den alten und sehr bekannten Ockerbrüchen wird uns faszinieren. Auf einer kurzen Wanderung werden wir mit einem einmaligen Blick auf die Abbaye Sénaque belohnt, deren Harmonie der romanischen Zisterzienserarchitektur wir danach aus der Nähe bewundern.

4. Tag, Mittwoch, 03. Juli

Wochenmarkt und ins Vallée bleue

Kurze Fahrt von Vaison-la-Romaine nach Buis-les-Baronnies, wo am Mittwoch ein typisch provenzialischer Wochenmarkt stattfindet. Später fahren wir hinauf zum Col d’Ey, von wo sich ein wunderschöner und weiter Blick auf das von Bergen umrahmte «Vallée bleue» bietet. Die Bezeichnung «blau» bezieht sich natürlich auf die zahlreichen Lavendelfelder. Zwischen in voller Blüte stehendem Lavendel, Lindenbäumen und Aprikosenplantagen wandern wir hinunter zum Städtchen Ste-Jalle mit seinem Labyrinth von Gassen. Nach der Wanderung erfrischen wir uns in einem Bistro, bevor wir weiterfahren. Lohnenswert ist der kurze Zwischenstopp bei der «Cooperative» von Nyons, wo Oliven sowie Olivenöl von Spitzenqualität angeboten werden. In Nyons bestaunen wir den grossen Kräutergarten «Jardin des Arômes», besichtigen eine Lavendeldistillerie und kehren danach zu unserem Hotel in Vaison-la-Romaine zurück.

5. Tag, Donnerstag, 04. Juli

Von Vaison-la-Romaine nach Avignon und Genf

Am Morgen fahren wir nach La Garde-Adhémar, wo wir bei der romanischen Kirche einen einzigartigen Heilpflanzengarten besichtigen. Auf der Weiterfahrt nach Avignon geniessen wir die letzten Seitenblicke auf die Lavendelfelder der Drôme. Ab Avignon fahren wir mit dem TGV zurück nach Genf mit Ankunft gegen Abend.

Urs Rechsteiner Fachliche Leitung
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Highlights

  • endlos scheinende Lavendelfelder
  • malerische Provence-Dörfer
  • einzigartige Ausblicke auf dem Mont Ventoux
  • Ockerbrüche bei Roussillon
  • Zisterzienserkloster Abbaye Sénaque

Leistungen

  • Bahnreise Wohnort – Valence und Avignon – Wohnort,
    2. Klasse (Basis Halbtaxabonnement)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in einem 3-Stern-Hotel, {b} Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Fachliche Leitung
  • 5% für Projekte der Pro Natura

Weitere Hinweise:

Formalitäten

Gültiger Pass oder gültige Identitätskarte

Wanderungen

Die Wanderungen sind mehrheitlich leicht mit Wanderzeiten von ca. 3 bis 4 Stunden pro Tag. Das Wetter in dieser Jahreszeit ist meistens warm und sonnig. Da die Exkursionen in höheren Lagen sind (700–1000 m) und der Mistral meist bläst, sind die Temperaturen um 25° sehr angenehm.

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Annullierungskostenversicherung mit SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder