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Kultur- und Gartenreise Nordportugal

Gärten und kulturelle Schätze während der Kamelienblüte

Als einladende Ouvertüre zur Gartensaison eignet sich die Kamelienblüte im Norden Portugals besonders gut. Der «Norden» liegt hier allerdings auf dem 41. Breitengrad – wie Sardinien oder Neapel – also recht südlich und ist somit von einem milden Frühlingsklima verwöhnt. Auf dieser Reise stehen neben kulturellen Sehenswürdigkeiten die Kamelien im Vordergrund, deren Vielfältigkeit und Farbenpracht wir in vielen Gärten und in einer Ausstellung bewundern können. Die ersten Pflanzen der aus Ostasien stammenden «Camellia japonica» gelangten angeblich bereits im 16. Jahrhundert durch portugiesische Seefahrer aus Südchina nach Europa. Die grosse Liebe zu diesen Frühlingsboten hat hier Anfang des 19. Jahrhunderts Fuss gefasst, als Portweinhändler begehrte Lebendpflanzen aus England mitbrachten. Die Kamelien fanden in Nordportugal ein ideales Klima. Heute gibt es in dieser Region über 1000 verschiedene Arten. Wir besuchen UNESCO-Welterbestätten wie die historischen Zentren von Porto und Guimarães, die altehrwürdige Universitätsstadt Coimbra mit ihrer barocken Biblioteca Joanina, die Wallfahrtskirche Bom Jesus de Monte mit der berühmten Barocktreppe sowie das Douro-Tal, das älteste geschützte Weinbaugebiet der Welt, wo schon seit über 2000 Jahren Wein angebaut wird. Aufenthalte in Weingütern und Herrenhäusern runden das reichhaltige Reiseprogramm ab.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag: Zürich – Porto – Rabelo-Fahrt

Am Mittag Linienflug mit Swiss von Zürich nach Porto. Am Flughafen werden Sie von Luisa Silva Cunha erwartet. Nach einem Imbiss am Strand von Matosinhos erfolgt die Busfahrt entlang des Douro ins Stadtzentrum. Den ersten Eindruck von Porto erhalten Sie auf einer entspannten Fahrt auf einem Rabelo (traditionelles Boot). Abendessen und erste von drei Übernachtungen in einem sehr guten, zentral gelegenen 4-Sterne Hotel.

2. Tag: Porto – Quinta Vilar d'Allen

Heute widmen wir uns einigen der zahlreichen Sehenswürdigkeiten der zweitgrössten Stadt Portugals. Porto liegt auf den Anhöhen des Rio Douro vor dessen Mündung in den Atlantik und ist eine der ältesten europäischen Städte. Ihr Name «Porto» weist auf den Ursprung als Hafen hin, der sie früh zu einer bedeutenden Handelsstadt machte. Mit ihren barocken Kirchen, den jahrhundertealten historischen Gebäuden und Denkmälern sowie der malerischen Altstadt mit den engen, verwinkelten Gassen gehört Porto seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe und war Kulturhauptstadt des Jahres 2001. So sehen wir unter anderem die mit Azulejos verzierte Vorhalle des Bahnhofs São Bento, die Zwillingskirchen Carmelitas und Carmo sowie die Barockkirche Clérigos mit ihrer aufwendigen Fassade. Der angrenzende Clérigos-Turm ist mit 76 Metern der höchste Kirchturm Portugals und Portos Wahrzeichen. Eine Fahrt mit der Strassenbahn aus den 40er Jahren darf ebenfalls nicht fehlen wie auch der Ausblick von der 45 m hohen Bogenbrücke Dom Luis I über den Douro bis hin zur Flussmündung. Nach einem kleinen Imbiss mit «Pastéis de Bacalhau» folgt die Innenbesichtigung der Kirche São Francisco aus dem 14. Jh. Im dreischiffigen Kirchenbau bewundern wir die barocke Pracht der vergoldeten Holzschnitzereien aus dem 18. Jh.

Am Nachmittag kurze Busfahrt zur Quinta Vilar d'Allen. Diese Villa aus dem 18. Jh. verfügt über einen Garten im französischen Stil und Gartenbereiche mit prächtigen, teils sehr alten Kamelienbäumen, exotischen Pflanzen, Skulpturen, Kaskaden und kleinen Teichen. Nach einem Rundgang geniessen wir einen Portwein oder Kaffee auf der Terrasse des Anwesens.

Abendlicher Bummel durch das Altstadtviertel Ribeira mit Abendessen in einem traditionellen Restaurant.

3. Tag: Costa Nova – Buçaco – Coimbra

Von Porto fahren wir südwärts zu den herrlichen Stränden der Costa Nova. Danach erreichen wir die «Serra do Buçaco», ein bewaldetes Gebirge in Zentralportugal. Ein Teil des Waldes wurde im 17. Jh. von den Karmeliten ummauert, kultiviert und um exotische Pflanzen bereichert. Heute steht er als Nationalwald unter Naturschutz und ist mit 300 exotischen und 400 einheimischen Baum- und Pflanzenarten an Vielfalt kaum zu übertreffen. Inmitten des Waldes erhebt sich der im Jahr 1887 von König Carlos errichtete Buçaco-Palast, welcher 1917 zu einem Luxushotel umgebaut wurde. Nach einem leichten Spaziergang wird uns das Mittagessen in diesem Märchenschloss serviert.

Die majestätische «Alma Mater», das Wahrzeichen der Stadt Coimbra, ist bereits aus der Ferne zu sehen. 2013 wurden sowohl die Universität als auch die Strasse Rua da Sofia und der alte Stadtkern zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Auf dem Universitätsgelände besuchen wir die Bibliothek Joanina mit ihrer vom Barock inspirierten Opulenz, den prachtvollen «Trompe-l’oeil»-Gemälden und den endlosen Bücherregalen sowie die im manuelinischen Stil errichtete Universitäts-Kapelle São Miguel aus dem frühen 16. Jh. Im Anschluss an unseren Altstadt-Rundgang wohnen wir einem Fado-Konzert bei. Rückfahrt nach Porto und freier Abend.

4. Tag: Quinta da Aveleda – Douro-Tal

Heute verlassen wir Porto und reisen landeinwärts nach Penafiel. Auf dem berühmten Weingut Quinta da Aveleda, zu dem auch eine jahrhundertealte mit Kamelien bepflanzte parkähnliche Gartenanlage gehört, verkosten wir den Vinho Verde, einen jungen Wein, sowie Käse, der in dieser Region produziert wird.

Eine aussichtsreiche Busfahrt über das Marão-Berggebiet führt in das spektakuläre Flusstal des Douro, an dessen Hängen der Douro-Wein produziert wird. Kaffeepause in Régua und Gelegenheit das Douro-Museum zu besuchen. Danach Weiterfahrt nach Pinhão. Abendessen und erste von zwei Übernachtungen im 5-Sterne The Vintage House Hotel direkt am Ufer gelegen.

5. Tag: Quinta do Têdo – Mini-Kreuzfahrt auf dem Douro

Am Morgen bringt uns der Bus zum Weingut Quinta do Têdo, das reizvoll auf einer Landzunge zwischen dem Douro und dem Nebenfluss Rio Tedo liegt. Umgeben von Weinbergen bietet das kleine Gut aus dem 18. Jh. nicht nur einen herrlichen Rundblick sondern produziert auch ausgezeichnete Weine. Während einer Führung mit Weinprobe erfahren wir viel über die Produktion des Douro-Weines.

Mittagessen und am Nachmittag einstündige Bootsfahrt auf dem Douro mit unvergleichlicher Sicht auf die terrassierten Rebberge. Danach freier Abend.

6. Tag: Mateuspalast – Celorico de Basto – Guimarães

Der Mateuspalast ist ein prächtiges Herrenhaus aus dem 18. Jh. mit einer beeindruckenden barocken Fassade und kunstvollen Fialen auf dem Dach. Die Innenausstattung mit den aufwendig verarbeiteten Holzdecken, wertvollen Möbeln aus verschiedenen Epochen, Gemälden aus dem 17. und 18. Jh., Skulpturen und einer Porzellansammlung ist bemerkenswert. Zum Palast gehört eine schöne Parkanlage mit einem Garten in französischem Stil mit verschiedenen Kamelien und Buchsbaum sowie Statuen und Brunnen.

Weiterfahrt über Vila Real, das von den Marão- und Alvão-Gebirgszügen umgeben ist, nach Celorico de Basto. Im imposanten und gut erhaltenen Landsitz Casa do Campo aus dem 16. Jh., in dessen Garten die ältesten Kamelien Portugals zu finden sind, stärken wir uns bei einem Imbiss.

Gegen Abend erreichen wir Guimarães, Europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2012. Ihr historisches Zentrum verfügt über einen gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern mit einem Labyrinth aus engen gewundenen Strassen, gesäumt von Häusern aus dem 16. Jh. und gehört seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe. In der stolzen Burg aus dem 12. Jh. wurde der Legende nach der erste König Portugals geboren. Guimarães war die erste Hauptstadt Portugals und gilt als Wiege der Nation.

Etwas ausserhalb liegt die Pousada Mosteiro de Guimarães, ein ehemaliges Augustinerkloster mit einem entzückenden Kameliengarten, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen. Abendessen in der Pousada.

7. Tag: Bom Jesus do Monte – Casa de Sezim – Guimarães

Am Vormittag Ausflug ins Herz der Region Minho zur Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte. Die Barocktreppe mit ihren 550 Stufen, flankiert von Kapellen, Skulpturen, Brunnen und Gärten, ist ein Meisterwerk der Landschaftsarchitektur aus der Barockzeit. Von der Kirche geniessen wir weite Ausblicke auf die sanfte Hügellandschaft. Mit der vom Schweizer Ingenieur Niklaus Riggenbach entwickelten Wasserballastbahn (1882) lassen wir uns hinunter bringen.

Zurück in Guimarães spazieren wir durch die Gassen sowie schönen Plätze der Altstadt und besichtigen den aussergewöhnlichen Palast der Herzöge von Bragança aus dem 15. Jh. Das ehemalige Kloster Santa Clara beherbergt die Kamelienausstellung, wo zahlreiche und teils seltene Sorten zu bewundern sind. Dieses heute als Rathaus genutzte Kloster aus dem 16. Jh. verfügt über einen zweistöckigen Kreuzgang im klassizistischen Stil und bietet damit eine hervorragende Kulisse für diese Ausstellung.

Das historische Herrenhaus und Weingut Casa de Sezim produziert ausgezeichneten Vinho Verde und ist gleichzeitig ein Hotel. Die Wände der mit Antiquitäten ausgestatten Räume sind mit Tapeten verziert, bemalt mit Motiven des Landschaftsmalers Jean Zuber. Weinprobe und Spaziergang durch den Garten des Anwesens. Abendessen in der Pousada mit einer kleinen Überraschung.

8. Tag: Braga – Porto – Zürich

Unser letzter Besuch dieser Reise gilt Braga. Barocke Kirchen, grossartige Häuser aus dem 18. Jh. und schöne Parks und Gärten zeichnen diese Stadt aus, die umgeben ist von einer sanft hügeligen Landschaft voller Berge und Wälder. Sie ist eines der wichtigsten religiösen Zentren Portugals und wird auch «Portugiesisches Rom» genannt. Die Altstadt ist ehrwürdig und antik, obwohl Industrie und Handel einen modernen Lebensstil mit sich brachten. Busfahrt zum Flughafen von Porto und Linienflug mit Swiss nach Zürich.

Luisa Silva Cunha Fachliche Leitung
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5
Kultur- und Gartenreise Nordportugal
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Highlights

  • 5 UNESCO-Weltkulturstätten
  • Kamelienfestival in Guimarães
  • Kulturhauptstädte Porto und Guimarães
  • die Universität in Coimbra
  • Weingüter Casa de Sezim und Quinta da Aveleda
  • Portwein und Gärten einer privaten Villa
  • Übernachtungen im reizvollen Dourotal
  • Pousada Mosteiro de Guimarães
  • Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte

Leistungen

  • Linienflüge Zürich – Porto – Zürich, Gruppentarif
  • 1 Aufgabegepäckstück 23 kg
  • Bus für Transfers und Ausflüge
  • 3 Nächte in einem 4-Sterne Hotel in Porto
  • 2 Nächte im 5-Sterne Hotel The Vintage House, Pinhão
  • 2 Nächte im 4-Sterne Hotel Pousada Mosteiro de Guimarães
  • Frühstücksbuffet in den Hotels
  • 4 Abendessen in den Hotels
  • 1 Abendessen im Ribeira-Viertel
  • 2 Mittagessen + 3 Imbisse
  • 3 Weindegustationen
  • 2 Bootsfahrten auf dem Douro (Porto + Pinhão)
  • Eintritte, Tram, Seilbahn gemäss Programm
  • Fado-Konzert in Coimbra
  • deutschsprachige Reiseleitung ab/bis Porto durch Luisa Silva Cunha

Weitere Hinweise

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

Unterkunft

Gemäss Reiseprogramm

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullierungskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder