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Kräuter- und Blumenparadies im Parc Ela

Zusammen das Geheimnis der Kräuterheilkunde erleben

Der Parc Ela umfasst einen grossen Teil des Val Surses, welches sich genau auf der Trennungslinie zwischen Ost- und Westalpen befindet. Die geologische Vielfalt führt zu einem botanischen Reichtum, der seinesgleichen sucht und sogar den Kenner immer wieder überrascht. Ganz oben im Parc-Ela,am Fusse der Alpenpässe Julier und Septimer, befindet sich Bivio, ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Sprachen. Bivio ist einerseits ein ruhiges Bergbauerndorf aber auch schon seit Römerzeiten ein betriebsamer Durchgangsort mit vielen Geschichten und für uns der ideale Ausgangspunkt vieler schöner Tageswanderungen. In dieser alpinen Umgebung wandern wir durch eine vielfältige Landschaft mit Moorgebieten, Weiden, Trockenstandorten, Bergwälder und tosenden Wildbächen. Dabei treffen wir auf eine grosse Vielfalt an Blumen und Kräutern. Wir riechen an honigsüssen, farbenprächtigen Blüten, degustieren aromatische Wurzeln und erleben die Heilkräuter mit all unseren Sinnen. Was wir sammeln verarbeiten wir direkt zu Tee, Nahrungsmittel, Tinkturen, Salben, Räucherpulver und Amuletten.Um die traditionelle Anwendungsweise der Heilkräuter besser zu verstehen, wollen wir aber auch möglichst viel über die kulturellen, klimatischen und geographischen Begebenheiten erfahren. Diese prägen das Leben der Bewohner dieser vielfältigen Alpenlandschaft. Nur mit diesem Verständnis ist es möglich das Geheimnis der mündlichen Überlieferung dieser uralten traditionellen Heilmethode zu lüften. Arturo Fasciati führt Sie fachkundig und sicher durch diese faszinierende Berglandschaft.

Reisedaten

 

Reiseverlauf

1. Tag Ankunft in Bivio und Kennenlernen

Wir treffen uns um 13:00 Uhr im Hotel Solaria. Wir machen einen Dorfrundgang und Sie erhalten eine Einführung in die Pflanzenwelt. In unmittelbarer Umgebung sammeln wir duftende Blüten und Kräuter, jeder soll bereits heute die Gelegenheit haben, seine eigene Mischung an «Blüamli-Tee» zusammensuchen und zum Trocknen auszulegen . Bei einer Tee-Degustation probieren wir über den Geschmack der unterschiedlichen Kräuter auf ihre Heilwirkung zu schliessen. Dieses kleine Ritual werden wir täglich mit mehreren Kräutertees durchführen und im mündlichen Austausch unsere neuen Eindrücke mit dem bekannten Wissen abgleichen.

2. Tag Wacholdergeist

Wir wollen heute die Heilkräfte des Wacholders einfangen und zu einer Tinktur ansetzen. Um das Wesen dieser Pflanze zu verstehen, lernen wir zuerst seinen Lebensraum an der Waldgrenze kennen. Am Südhang des Piz Nair steigen wir auf zu einem schönen Aussichtspunkt bei einem kleinen See. Über die Alp Natons wandern wir durch den einzigartigen Arvenwald zurück nach Bivio. Wir treffen auf die pflanzlichen Nachbarn des Wacholders, wie Thymian, Arnika, Eisenhut, Holunder, Blutwurz u.s.w. Diese sind selber auch wichtige Heilkräuter. Der umliegende Wald besteht aus verschiedenen Nadelbäumen, jede Art hat ihre eigene Geschichte zu erzählen und wir werden die aufmerksamen Zuhörer sein.

3. Tag Hochmoor und seltene Blumen

Das Skigebiet von Bivio befindet sich auf einem eidgenössisch geschützten Hochmoor. Hier wachsen ganz besondere Pflanzen und seltene Blumen. In diesem Gebiet und entlang der uralten Strasse zum Septimerpass verbringen wir den heutigen Tag. Auch hier gibt es viel zu erzählen. Römer, Säumer, Bergbauern und Skitourenfahrer waren hier alle schon unterwegs. Sie waren manchmal froh um die Wirkkraft der Heilkräuter. Ein solches Kraut ist die Meisterwurz, eines der Lieblingskräuter des Paracelsus. Seine starke Heilkraft ist anhand von Geruch und Geschmack leicht nachzuvollziehen. Seine Bestandteile lassen sich vielfältig anwenden. Wir bereiten heute daraus unter anderem eine hochwirksame Salbe.

4. Tag Lebensraum und Alpwirtschaft

Mit dem Postauto fahren wir zum Marmorera Staudamm. Wir steigen hoch zur Alp Pra Miez und an der Waldgrenze entlang durch Weiden, Magerwiesen und Fettwiesen der Alpen Straschainz, la Motta und Suren nach Bivio. Die Blumenvielfalt ist enorm und es beschäftigen uns folgende Fragen: Welche Pflanzen wachsen wild, was wird angebaut und was wird kultiviert? Besteht dazwischen ein fliessender Übergang oder sind da scharfe Grenzen? Ja, was ist Kulturland und was ist Wildnis? In der Landschaft erhalten wir heute die Antworten zu diesen Fragen und nebenbei sammeln wir essbare Pflanzen. Diese kochen wir am Feuer zu einer schmackhaften Suppe.

5. Tag Enzianschnaps und andere Verdauungshilfen

Die verdauungsfördernden Küchenkräuter bilden wohl die bekannteste und wichtigste Kategorie bei den Heilpflanzen. Wieso das so ist und wie man ihre Heilkräfte haltbar und anwendungsfreundlich macht, werden wir heute erfahren und umsetzen. Unter anderem stellen wir Würzpulver und Kräuterbutter her. Dazu wandern wir zur Alp Valletta und weiter Richtung Columbansee.

6. Tag Mot Eta

Auf dem Rundweg um die Mot Eta, einem wunderbaren Aussichtspunkt, treffen wir noch einmal auf alle Kräuter, die wir in den letzten Tagen kennengelernt haben.

Zum Abschluss graben wir die Wurzel des Schlangenknöterichs und stellen daraus ein Amulett her. Mit einem Sack voller Heilkräuter-Produkten beenden wir um 14.00 Uhr unsere Wanderwoche.

Arturo Fasciati Fachliche Leitung
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Anforderungsprofil

Erforderliche Kondition

Wir sind den ganzen Tag unterwegs und wandern jeweils 2 bis 4 Stunden mit maximal 500 Höhenmeter Auf- und Abstieg. Das jeweilige Tagesprogramm passen wir den meteorologischen Bedingungen an.

Täglich treffen wir auf eine grosse Vielfalt an seltenen Alpenblumen. Auch Murmeltiere und Vögel können wir in aller Ruhe in ihrem Lebensraum beobachten.

Während unserer Kräuter und Blumen Woche stehen die Heilkräuter und ihre Heilkraft im Mittelpunkt. Wir werden nicht nur viel über die Heilkräuter erfahren, wir wollen diese auch sammeln, ausprobieren und verarbeiten, um ihre Heilkraft zu verstehen und die Kräuter haltbar zu machen.

Info

Highlights

  • Traumhaft blühende Alpwiesen und reiche Bergflora
  • Heilkräuter selber verarbeiten (Produkte können nach Hause mitgenommen werden)
  • Zubereitung eines feinen "Kräuterabendessens" unter Anleitung des Hotelkochs

Leistungen

  • Unterkunft im 3-Stern-Hotel, Basis Doppel-
    zimmer Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen im Hotel
  • 4 Lunchpakete
  • Kräuterkunde
  • Exkursionstransporte
    Ela-Karte
  • Fachliche Leitung
  • 5% für Projekte der Pro Natura

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Annullierungskostenversicherung mit SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • An– und Rückreise nach Bivio
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder