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Frühling in den Dehesas der spanischen Extremadura

und im Coto Doñana-Nationalpark

Die Extremadura im Südwesten Spaniens ist eine der letzten Kulturlandschaften im mediterranen Europa. Lichte Steineichen- und Korkeichenwälder wechseln sich mit savannenähnlichen Grassteppen ab. Die Natur ist überaus vielfältig mit teilweise seltenen Pflanzen und Tieren. Es brüten tropisch anmutende Vogelarten wie Bienenfresser, Blauracke und Eisvogel, Steppenbewohner wie Triel, Gross- und Zwergtrappe sowie Flughühner. Auf Felsen und alten Eichen nisten Gänsegeier, Schmutz- und Mönchsgeier sowie seltene Adlerarten wie Spanischer Kaiser- oder der Habichtsadler. In offenen Eichenwäldern finden Wiedehopf und Rotkopfwürger einen mit Grossinsekten reich gedeckten Tisch. Entlang der Bäche und Flüsse sind Schwarz- und Weissstörche sowie Fischotterspuren anzutreffen. Gerade im April blühen viele Wildpflanzen wie Orchideen, Affodill, Schopflavendel, Narzissen und Zistrosen.Der Nationalpark Coto Doñana an der Atlantik-Küste Südspaniens ist Refugium für eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Früher war dieses Land dem Adel als Jagdgebiet (spanisch Coto) vorbehalten. Der heutige Nationalpark ist 543 km² gross und ist als UNESCO-Weltnaturerbe sowie Ramsar-Schutzgebiet besonders wichtig als Brut- und Rastplatz. Dazu gehört eine strenge Besucherlenkung, die dennoch Naturinteressierten ein bleibendes Erlebnis in den verschiedenartigen Lebensräumen ermöglicht. Diese Vogelwarte-Reise wird von Manuela Seifert geleitet, einer profunden Kennerin der Region, hat sie doch während vielen Jahren das Dehesa-Naturschutzzentrum in Torrejón el Rubio aufgebaut und geleitet.

Reisedaten

Beteiligung: mind. 10, max. 14 Teilnehmende

Reiseprogramm

1. Tag: Zürich – Madrid – Extremadura

Mittags Linienflug von Zürich nach Madrid. Anschliessend Fahrt Richtung Extremadura. Unterwegs machen wir einen Erfrischungshalt. Am späteren Nachmittag erreichen wir das Dorf Torrejón el Rubio und finden in einem familiären Hotel für die nächsten vier Übernachtungen Unterkunft.

2. Tag: Monfragüe-Nationalpark

Wir erkunden den westlichen Teil des Nationalparks. Von weitem sichtbar ist die maurische Burgruine Monfragüe mit Aussicht auf das rund 18 km² grosse Schutzgebiet. Wir wandern entlang trockener Hänge mit Schopflavendel, Ginster und Zistrosen sowie durch schattigen Hartlaubwald mit Erdbeerbäumen, Baumheide und verschiedenen Eichenarten. Hauptattraktion ist die Beobachtung von Greifvögeln, welche am Himmel ihre Kreise ziehen oder sich auf den Felsklippen Salto del Gitano aufhalten, wo etwa 80 Gänsegeier-Paare brüten. Im Park zählt man heute rund 500 Paare Gänse- und über 300 Paare Mönchsgeier, einen grossen Bestand an Schlangen- und Zwergadlern, selbst der Spanische Kaiseradler nistet hier. Entlang der gestauten Flüsse Tajo und Tiétar lebt der Fischotter und brütet der Schwarzstorch.

3. Tag: Steppengebiete bei Trujillo

Heute stehen ein Spaziergang entlang von blühenden Steineichenwäldern und Beobachtungen an einem Fluss auf dem Programm. Dort brüten Bienenfresser, Samt-, Provence- und Weissbartgrasmücke, Blauelster und Rotkopfwürger. Anschliessend fahren wir durch endlos wirkende Kultursteppengebiete. Wir halten Ausschau nach Wiesenweihe, Gross- und Zwergtrappe, Flughühner, Rothuhn sowie Triel. An kleinen Bächen leben Wasserschildkröte, Gebirgsstelze und Eisvogel. Nachmittags besuchen wir die Altstadt von Trujillo wo Weissstörche, Rötelfalken, Mauer- und Fahlsegler leben.

4. Tag: Monfragüe-Nationalpark

Als Auftakt zu unserer Tagesexkursion im östlichen Parkteil geht es durch die Parkmitte und entlang dem Fluss Tiétar, wo wir Schwarzstörchen und Mönchsgeiern aus der Ferne ins Nest blicken und mit etwas Glück verschiedene Adlerarten und den Uhu entdecken. Nach dem Mittagspicknick spazieren wir durch eine idyllische Korkeichen-Dehesa mit ihrer charakteristischen Vogel- und Pflanzenwelt.

5. Tag: Im Süden der Extremadura

Auf unserer Fahrt in die südliche Provinz Badajoz suchen wir Steinkauz und Häherkuckuck, kommen an einer Rötelfalkenkolonie vorbei und fahren zur Burg von Puebla de Alcocer. Hier hat man nicht nur eine wunderbare Aussicht auf die leicht hügelige, steppenartige Landschaft, es leben auch Habichtsadler, Blaumerle und Trauerschmätzer im Gebiet. Es geht weiter nach La Serena, ins ökologisch wertvollste und grösste Kultursteppengebiet der Extremadura. Gross- und Zwergtrappe, Spiess- und Sandflughuhn, Triel und Wiesenweihe sind einige der typischen Steppenbewohner. Am Nachmittag erreichen wir eine kleine Gebirgskette, die Sierra de Tiros. Brutvögel sind Stein-, Zwerg- und Schlangenadler, Uhu und Wanderfalke. Am Rande des Dorfes Castuera übernachten wir in einem Hotel.

6. Tag: Fahrt zur Coto Doñana

Heute dislozieren wir an die Südküste. Morgens fahren wir durch Stein- und Korkeichen-Dehesas und entlang der Mittelgebirgsketten der südlichen Extremadura mit ihrer typischen, mediterranen Vogelwelt. Mittags erreichen wir die im Weinanbaugebiet von Villafranca de los Barros gelegene Aufzucht- und Pflegestation für bedrohte und verletzte Wildvögel der Natur- und Vogelschutzorganisation AMUS. Bei einer Führung bekommen wir Einblick in ihre Projekte. Später umfahren wir Sevilla und erreichen durch lichten Pinienwald die Doñana und unsere nächste Unterkunft. Die letzten vier Nächte verbringen wir im Hotel Toruño im Dorf El Rocío, das an einem Flachsee, am Rande der Marismas (Marschland) liegt.

7. – 9. Tag: Nationalpark Coto Doñana und Marismas del Odiel

Unsere Exkursionen führen uns durch kontrastreiche Lebensräume im und um den Nationalpark Coto Doñana: lichte Pinienwälder mit reichem Unterwuchs, flache, sich ständig verändernde Dünen, periodisch überschwemmte Marismas und Süsswasser-Lagunen. Über 360 Vogelarten sind hier nachgewiesen. Von den rund 120 Brutvogelarten gehören einige zu den seltensten, wie Marmelente, Weisskopfruderente und Kammblässhuhn. Andere Arten kommen als Jahresvögel oder Wintergäste zu Tausenden vor, wie Flamingos, Uferschnepfen, Graugänse, Krick- und Kolbenente. Die Säugetiere sind mit 19 Arten vertreten, wobei die Bestandesentwicklung des seltenen Pardelluchses besonders mitverfolgt wird. Der Besuch des Nationalparks ist nur auf geführten, aber sehr interessanten Geländewagen-Touren möglich. Ausserdem sind auf ausgeschilderten Rundwegen am Rande der Feuchtgebiete von verschiedenen Besucherzentren aus vielseitige Vogelbeobachtungen möglich. Direkt vor unserem Hotel in El Rocío kann am Ufer des Flachsees ein reges Vogelleben beobachtet werden.

Marismas del Odiel ist ein weiteres Feuchtgebiet und eine der wichtigsten europäischen Salzmarschen. Hier werden wir nach Limikolen, Wasservögeln, Seeschwalben und andren Seevögeln Ausschau halten.

10. Tag: Bahnfahrt nach Madrid und Rückflug

Morgens erfolgt die Zugfahrt von Sevilla nach Madrid und am Nachmittag der Rückflug nach Zürich.

Dr. Manuela Seifert Fachliche Leitung
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Frühling in den Dehesas der spanischen Extremadura
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Highlights

  • Mönchs-, Schmutz- und Gänsegeier
  • Spanischer Kaiseradler
  • Gross- und Zwergtrappe
  • Kalander-, Kurzzehen-, Hauben- und Theklalerche
  • Limikolen

Leistungen

  • Linienflüge Zürich – Madrid – Zürich,
    Gruppentarif, inkl. 1 Aufgabegepäck
  • Bahnfahrt Sevilla – Madrid, 2. Klasse
  • Taxen/Treibstoffzuschlag (zz. CHF 59)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in einfachen Pensionen/Hotels,
    Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Fachliche Leitung ab Zürich/bis Madrid
  • 5% des Pauschalpreises für Projekte der Schweizerischen Vogelwarte Sempach

Weitere Hinweise:

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

An- und Abreise sind auch mit der Bahn möglich, wir beraten Sie gerne.

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder