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Französischer Jura

Unweit der Schweiz liegt der Französische Jura. Obwohl in direkter Nachbarschaft liegend, zeigen die beiden Länder in punkto Natur extreme Unterschiede. Schon beim Passieren der Grenze fällt sofort die weniger regulierte Landschaft mit viel mehr Freiheiten für die Natur und deren Bewohner auf! Es geht vorbei an den beiden Städten Pontarlier (bekannt für Pastis und den berühmten Absinth, die «Fée Verte»). Die beiden Departemente Jura und Doubs liegen eingebettet zwischen dem waldreichen Mittelgebirge im Osten und dem Burgund im Westen. Vielfach unberührt und unbekannt finden sich reichste Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Die von Kalkstein geprägte Gegend, modelliert von den Flüssen Cuisance, Doubs und Loue, zeigt eine abwechslungsreiche Landschaft von Steinschluchten in den Oberläufen bis zum Auenwald in den Mündungsgebieten. Die sich zunehmend entvölkernden Dörfer zeigen auch hier die stattfindende Landflucht der jungen Leute. Das pulsierende Städtchen Dole mit seiner dominanten weithin sichtbaren Stadtkirche bildet das kulturelle und touristische Zentrum. Von hier aus ist der Doubs auch schiffbar und somit quasi auch verbunden mit dem Mittelmeer. Am nahen Unterlauf des Doubs finden sich gegen 200 Vogelarten, darunter Besonderheiten wie Nacht-, Seiden- und Purpurreiher, Wachtel und Wachtelkönig, Rohr-, Korn- und Wiesenweihe, Baum- und Wanderfalke, Flussregenpfeifer und Flussuferläufer, Triel, Grosser Brachvogel, mehrere Rohrsänger- sowie bis zu drei Würgerarten. Neben Eisvogel, Uferschwalbe, Schafstelze, Nachtigall und Weisssternigem Blaukehlchen leben dort auch mehrere Kolonien Bienenfresser. Neben naturnahen Gebieten am Doubs und in nahen Wäldern besuchen wir auch entferntere Vorzugsgebiete wie den Talkessel von Baumes-les-Messieurs mit dem spektakulären Wasserfall oder die Weihergebiete im Norden von Bletterans und auf dem Heimweg das Weinbaugebiet von Arbois. Diese vom Menschen mitgestalteten Landschaften bieten nebst viel Naturerlebnis auch kulturelle Sehenswürdigkeiten (Salinen, Kirchen und Klöster) sowie eine gepflegte Gastronomie.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag, Montag, 13. Mai

Neuchâtel – Salins-les-Bains – Dole

Individuelle Anreise nach Neuchâtel. Um 10.00 Uhr Besammlung der Teilnehmer am Bahnhof von Neuchâtel Gemeinsame Busfahrt über das Val de Travers mit seinen vom Karst geprägten Landschaftsteilen (Dolinen und Trockentälchen) und vorbei am mächtigen Schloss «Château de Joux» von La- Cluse-et-Mijoux hinein in die Franche-Comté nach Salins-les-Bains. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Salinen- und Bäderstadt und der Gelegenheit in der malerischen Altstadt ein kleines Mittagessen einzunehmen, fahren wir weiter in Richtung Dole. Die weiten Flusstäler der Loue und des Doubs lösen die gebirgigen Landschaften zusehends ab. 5 km nördlich von Dole liegt auf dem Hügel «Mont-Roland» unser ruhig gelegenes Hotel nahe der Wallfahrtskirche mit prachtvoller Aussicht auf die Umgebung. Der Kirchturm wird uns die nächsten Tage als schon von weither sichtbare Landmarke begleiten.

Am späteren Nachmittag unternehmen wir einen Stadtrundgang durch die historische Altstadt und besichtigen auch die Stadtkirche, wo oft ein Paar Wanderfalken seine Jungen gross zieht. Die auf einer Anhöhe liegende Stadt zeigt viele fotogene Motive. Zu sehen gibt es unter anderem die Wohn- und Werkstattgebäude der ehemaligen Handwerksbetriebe mit dem dazu gehörenden Kanalsystem, das Geburtshaus von Louis Pasteur (1822-1895), frz. Chemiker und Mikrobiologe oder die schönen städtischen Bauten der ehemaligen Provinzhauptstadt. Zu Füssen der Stadt fliesst auf breitem Bett sanft der Doubs.

Am Abend lauschen wir dem Schwirrflug der Ziegenmelker und geniessen vielleicht den Waldkauz auf Nachbars Balkon.

2. Tag, Dienstag, 14. Mai

Vallée du Doubs / Doubs-Tal

Die Fahrt führt heute ein erstes Mal an die Flussmäander des Doubs mit seinen Auenwaldresten, Steil- und Flachufern und ausgedehnten Kiesbänken. Wir beobachten auf der Ile du Girard, einem typischen Altarmgebiet das zugänglich ist über einen hochgelegten Dammweg und guter Sicht in die umliegenden Weiden und Waldgebiete, später in Longwy-sur-le-Doubs und Petit-Noir die Bewohner der Flussniederungen: Reiherarten, Bienenfresser, Flussregenpfeifer, verschiedene Laubsänger, Orpheusspötter und Nachtigall.

3. Tag, Mittwoch, 15. Mai

Massif de la Serre und Forêt de Chaux

Am «Waldtag» bietet sich uns zunächst das im Norden Doles gelegene «Massif de la Serre». Als Granit-Massiv ist es die einzige Ausnahme im Kalksteinland des Jura. Sein Relief mit den typischen Laubwäldern und deren Bewohnern erhebt sich weit über das Doubs-Tal und die Saône-Ebene. Wir machen einen kleinen Waldspaziergang zur «Grotte de l'Hermitage». Dem «Forêt de Chaux», östlich von Dole gelegen, gilt unser nächstes Augenmerk. Dieses für Frankreich riesige Waldgebiet (drittgrösste Fläche!) mit seinen 204 km² diente noch bis ins 19. Jh. der Befeuerung der Königlichen Salinen in Arc-et-Senans (UNESCO-Weltnaturerbe) und der Gewinnung von Holzkohle sowie für alle lokalen Industrien (z.B. Töpferei). Das Waldgebiet war auch lange Jahre Rückzugsgebiet für Flüchtige und Fremde. Auf kleinen Spaziergängen erschliessen wir einige Bereiche und hoffen dabei auf den König des Waldes, den Zwergadler, und andere Waldbewohner zu stossen.

4. Tag, Donnerstag, 16. Mai

Bresse Jurassienne

Die südlich gelegene Kleinstadt Bletterans bildet das Zentrum dieser weiherreichen Landschaft. Eine ganz andere Vogelschar begrüsst uns aus den Schilf- und Feuchtgebieten der «Étangs»: Reiherarten, Zwergdommel, verschiedene Entenarten, Rallen, Zwerg- und Haubentaucher sowie im umliegenden Landwirtschaftsland Neuntöter, Trauerschnäpper, Schwarz- und Braunkehlchen. Wir beobachten am «Étang du Prince» und besuchen andere wasservogelreiche Weiher. Der Nachmittag gilt der Besichtigung der beeindruckenden «Reculée de Baume-les-Messieurs» mit den eingekerbten steilen Talrändern und der weltbekannten Abtei. Zuhinterst im Talkessel beim schönen Wasserfall mit Bergstelze und Wasseramsel suchen wir auch andere Felsenbewohner wie Wanderfalke, Felsenschwalbe und Alpensegler. Im Anschluss werden wir durch die Anlage des ehemaligen Klosters mit seiner sehenswerten Kirche geführt.

5. Tag, Freitag, 17. Mai

Basse Vallée du Doubs / Unteres Doubs-Tal

Zum zweiten Mal – dieses Mal auf dem Südufer – tauchen wir ein in die Faszination dieser Flusslandschaft. Auf einer kleinen Rundwanderung in Longepierre und mit Halten an verschiedenen anderen Orten am Doubs, suchen wir entlang der Hecken, blühenden Wiesen, den botanisch spektakulären Flussdämmen und am Fluss selber nach weiteren Höhepunkten. Der mäandrierende Fluss mit steilen Uferwänden und vielen Kies- und Sandbänken bietet Lebensraum für den hier brütenden Triel und Flussregenpfeifer. Das Weisssternige Blaukehlchen, Nachtigallen, verschiedene Grasmücken-Arten, Eisvögel und die fast allgegenwärtigen Bienenfresser werden unsere Hauptdarsteller sein. Auf der Fahrt kreisen immer wieder Weihen über die Felder. Auch die seltene Wiesenweihe hat hier eines der grössten französischen Vorkommen.Zum zweiten Mal – dieses Mal auf dem Südufer – tauchen wir ein in die Faszination dieser Flusslandschaft. Auf einer kleinen Rundwanderung in Longepierre und mit Halten an verschiedenen anderen Orten am Doubs, suchen wir entlang der Hecken, blühenden Wiesen, den botanisch spektakulären Flussdämmen und am Fluss selber nach weiteren Höhepunkten. Der mäandrierende Fluss mit steilen Uferwänden und vielen Kies- und Sandbänken bietet Lebensraum für den hier brütenden Triel und Flussregenpfeifer. Das Weisssternige Blaukehlchen, Nachtigallen, verschiedene Grasmücken-Arten, Eisvögel und die fast allgegenwärtigen Bienenfresser werden unsere Hauptdarsteller sein. Auf der Fahrt kreisen immer wieder Weihen über die Felder. Auch die seltene Wiesenweihe hat hier eines der grössten französischen Vorkommen.

6. Tag, Samstag, 18. Mai

Dole – Arbois – Étang de Frasne – La Cluse-et-Mijoux – Neuchâtel

Am Vormittag verlassen wir Dole und fahren nach Arbois, das in die Weinberge eingebettet ist. Im historischen Städtchen lassen sich typische Produkte einkaufen. Ein kurzer Streifzug durch die vorzüglichen Weinlagen dieser jurassischen Weinmetropole können wir typische Vogelarten dieser trockenen Gegend bewundern. Über die Mittagszeit verweilen wir im Städtchen und geniessen die Atmosphäre am Fluss Cuisance. Kurz nach der Weiterfahrt schalten wir einen Halt beim Aussichtspunkt «Fer de Cheval» in der «Reculée des Planches» ein. Nochmals bietet sich uns Gelegenheit nach Felsenschwalbe, Wanderfalke und anderen Greifvögeln Ausschau zu halten. Auf landschaftlich reizvollen Strassen fahren wir zum Hochmoor «Étang de Frasne» (früherer Torfabbau, heute Naturschutzgebiet mit «sibirischem Ambiente»), später nach La Cluse-et-Mijoux und zurück zum Bahnhof Neuchâtel.

Martin Blattner Fachliche Leitung
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6 Tage p.P. ab CHF 1920.-
Ansprechpartner Janine Fluri 041 418 65 86
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Highlights

  • Verschiedene Reiherarten
  • Die Königlichen Salinen in Arc-et-Senans
  • Greifvögel (vor allem Weihen über den Feldern)
  • Surrende Ziegenmelker

Leistungen

  • Busfahrten ab/bis Neuchâtel
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in einem einfachen Hotel (Logis de France) Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Fachliche Leitung
  • 5% des Pauschalpreises für Projekte der Schweizerischen Vogelwarte Sempach

Weitere Hinweise:

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder Identitätskarte

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten
  • Getränke
  • Trinkgelder