Erstaunliche Privat-Gärten im königlichen Tal der Loire

HEV Exklusiv-Reise

Etwa einhundert Kilometer südlich von Paris fliesst der längste Fluss des Landes durch das Königliche Tal mit seinen Schlössern und Herrenhäusern, die wie auf einer Perlenkette das Ufer säumen. Hier in diesem Tal steht die Wiege französischer Gartenkunst. Hier konnten sich nach dem Hundertjährigen Krieg die schönen Künste entwickeln, die ausser einer bis dahin unbekannten Architektur prächtige Innen- wie Aussenraumgestaltungen hervorbrachten; von Italien inspirierte Gartenkunst kam hinzu.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag: Bonjour la Loire!

Morgens Abfahrt von Zürich (Busbahnhof Sihlquai) resp. Basel (Bahnhof SBB) nach Orléans mit dem Reisebus, wo wir bei einer etwa einstündigen Führung die Kathedrale (vorbehaltlich Öffnung) und deren nähere Umgebung kennenlernen. Danach Weiterfahrt in die Gotik- und Renaissancestadt Blois, wo wir unser Hotel beziehen und abends ein gemeinsames Essen einnehmen.

2. Tag: Paradiesgärten in Variationen

Nach dem Frühstück entdecken wir bei einer Führung die von der Loire, vom Schloss der Könige und von der Kathedrale begrenzte Altstadt von Blois mit ihren zahlreichen architektonischen Perlen: Schiefergedeckte Tuffsteinhäuser mit Ziegelkaminen, das Haus der Magie, aus dem heute stündlich ein furchterregender Drache seine sechs computergesteuerten Köpfe hinausstreckt und natürlich das Schloss (Blick von aussen), die ehemalige Residenz von sieben Königen und zehn Königinnen Frankreichs. Eine Augenweide sind die Gärten in der Altstadt: Der «Königliche Garten», einst von Ludwig XII. angelegt, wurde in den 1990er-Jahren von Gilles Clément als zeitgenössische Anlage zu neuem Leben erweckt. Vom Terrassengarten am ehemaligen Bischofspalais bietet sich ein bezaubernder Blick auf den Fluss, die bewaldeten Hügel und die Dächer der Stadt.

Nachdem wir uns bei einem Mittagsimbiss im Park von Schloss Cheverny gestärkt haben, besichtigen wir im Rahmen einer Führung die kostbar ausgestatteten Räume, u.a. den Speisesaal, den Grossen Salon, den Rittersaal, das Schlafzimmer des Königs, die Privatgemächer im Westflügel und erfahren dabei Näheres aus der Geschichte der Domäne, die sich seit 700 Jahren im Besitz ein und derselben Familie befindet. Das Schloss aus weissem Naturstein und schwarzen vielgestaltigen Schieferdächern, 1604 - 1634 erbaut, zählt mit seiner schlichten Eleganz zu den schönsten Bauten der französischen Klassik. Der Park im englischen Stil weist mächtige Mammutbäume, Zedern und Linden auf, die noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gepflanzt wurden. Der Gemüsegarten bietet eine bunte Mischung aus Blumen und Gemüsesorten; jede Jahreszeit besitzt ihre eigene Farbe. Der «Garten der Lehrlinge» hat den früheren Garten im französischen Stil abgelöst und liegt als zeitgenössischer Garten zwischen dem Schloss und der Orangerie.

Bekannt ist das Schloss auch für seine Hundemeute, die sich der Schlossherr für seine Jagden hält. Des Weiteren diente es dem Zeichner Hergé als Vorbild für das Château de Moulinsart (Schloss Mühlenhof) in seinem Comic Tintin et Milou (Tim und Struppi), deren Abenteuern Sie in einer Ausstellung nachspüren können.

Beim jährlich stattfindenden internationalen Gartenfestival im Park des Schlosses Chaumont erhalten etwa 30 Künstler und Gartenarchitekten aus aller Welt, die nach einem Wettbewerb ausgewählt wurden, Gelegenheit, auf ihnen zugeteilten Parzellen Gärten zum jeweils vorgegebenen Thema anzulegen; für 2019 lautet es «Paradiesgärten» und für 2020 wird es «Gärten der Gedanken» sein. Lassen Sie sich inspirieren von neuen Ideen, neuen Materialien und neuen Bepflanzungsmethoden!

Der Abend steht zur freien Verfügung.

3. Tag: Geometrie in Kraut und Rüben

Gemüsegarten als Kunstwerk – das bietet uns der heutige Tag im Schlosspark von Villandry, dem berühmtesten Gemüsegarten Frankreichs, angelegt zwischen 1906 und 1920 nach Vorlagen aus dem 16. Jahrhundert. In neun Quadraten wachsen auf einer Gesamtfläche von 12.000 m² bis zu 85.000 Gemüsepflanzen: Salate, Kohlköpfe, Porree, Möhren, Kürbisse, Artischocken und vieles mehr. Gepflanzt in wohlgeordnetem Schachbrettmuster, ergeben sie eine einzigartige Farbsinfonie in Grün-, Rot- und Rosatönen. Romantische Rosenlauben mitten in diesem Kunstwerk laden zum Verweilen ein. Die «Liebesgärten» symbolisieren vier Formen der Liebe: die zarte, die leidenschaftliche, die leichtfertige und die tragische Liebe. Der «Musikgarten» mit seinen bunten Sommerblumen erinnert an Instrumente und Noten. Spazieren Sie auch durch den Wassergarten, den Sonnengarten, den Heilkräutergarten, bevor wir uns eine Mittagspause im Restaurant gönnen.

Am Nachmittag fahren wir zum östlich von Tours gelegenen Schloss Valmer, das etwas versteckt inmitten der Weinberge von Vouvray liegt. Wir spazieren durch die im italienischen Renaissancestil gehaltenen Terrassengärten mit ihren Balustraden, Statuen und Springbrunnen zur Felsenkapelle und zum Nutzgarten, in dem über 1000 alte, anderswo fast vergessene Obst- und Gemüsesorten gedeihen. Auch eine alte Familientradition, der Weinanbau, wird weitergeführt. Auf knapp 30 Hektar, von denen sechs innerhalb des ummauerten Schlossareals liegen, gedeihen Weisswein- und Rosésorten, die wir bei einer Degustation kennenlernen werden.

Abend zur freien Verfügung.

4. Tag: Leonardo da Vinci und das Schloss der Damen

Im Renaissance-Schlösschen Clos-Lucé am Stadtrand von Amboise, das wir vormittags besuchen, verbrachte Leonardo da Vinci auf Einladung König Franz I. seine beiden letzten Lebensjahre. Auf einem Maultier überquerte der Meister die Alpen; im Gepäck hatte er drei Gemälde, darunter die Mona Lisa. Heute ist Clos-Lucé ein Leonardo da Vinci-Museum, in dem zahlreiche Modelle seiner Konstruktionen und Erfindungen, u.a. eine Drehbrücke, ein Hubschrauber und ein Flugzeug zu bestaunen sind.

Nach der individuellen Mittagspause besichtigen wir das als «Schloss der Damen» in die Geschichte eingegangene Schloss Chenonceau, dessen Galerie romantisch den Fluss Cher überspannt (Besichtigung mit Audioguide). Seine Schönheit und Eleganz verdankt es vor allem der Mätresse Heinrichs II., Diane de Poitiers und seiner eigentlichen Ehefrau, Katharina von Medici. Umgeben wird die aussergewöhnliche Architektur des Schlosses von den Gärten dieser beiden Konkurrentinnen. Der 1825 entstandene «Grüne Garten», das aus 2000 Eiben gepflanzte Labyrinth, der von Apfelbäumen und Rosen umgebene Küchengarten, der Blumengarten mit seinen über 100 verschiedenen Schnittblumenarten, die dem Blumenschmuck des Schlosses dienen – sie alle zeugen von höchster Gartenkunst im 21. Jahrhundert.

Eine Bootsfahrt auf dem Cher, mit Blick auf das Schloss, bildet den Abschluss unseres Besuchs.

Das Abendessen nehmen wir gemeinsam in einem Restaurant in Blois ein.

5. Tag: Au revoir la Loire!

Heute heisst es Abschied nehmen von der Loire, doch nutzen wir unsere Rückreise dazu, einen zwischen der Champagne und Burgund gelegenen Privatgarten kennenzulernen. Dieser winzig kleine, an den Ufern der Loire gelegene Garten ist dicht von Rosen bewachsen: ein betörendes und farbenfrohes Bild, das noch durch die zarten Parfüms, die die Luft erfüllen, abgerundet wird! Entlang der kleinen Rasenwege ranken an Pergolen und Kastanienzweighecken, die an mittelalterliche Gärten erinnern, 450 überwiegend alte Rosensorten. Sie tragen betörende Namen wie Yolande d'Aragon, Cuisse de Nymphe, Guirlande d'Amour oder Aimable Amie und ihre Farben harmonisieren ganz vorzüglich mit den hier wachsenden mehrjährigen Pflanzen, darunter Rittersporn, Iris, Salbei oder Wolfsmilch. Unseren individuellen Mittagsimbiss nehmen wir an einer Autobahn-Raststätte ein, bevor wir unsere Rückreise in die Schweiz antreten, wo wir am frühen Abend eintreffen werden.

Programmänderungen bleiben vorbehalten!

Programmänderungen vorbehalten!

Inge Siegert Fachliche Leitung
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Ansprechpartner Ursina Lüscher 041 418 65 86
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Highlights

  • Architektonische Perlen von Blois
  • Schlösser und Schlossgärten
  • Besuch des Gartenfestivals
  • Bootsfahrt auf dem Cher

Leistungen

  • An- und Rückreise mit Comfort-Bus
  • 4 Nächte im 4-Sterne Hotel Mercure Blois Centre
  • Frühstücksbuffet im Hotel
  • 2 Abendessen
  • 2 Mittagessen
  • Eintritte und Führungen gemäss Programm
  • Bootsfahrt auf dem Fluss Cher
  • Programmgestaltung und Reiseleitung durch Inge Siegert

Weitere Hinweise

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

Unterkunft

Das moderne 4-Sterne Hotel in der Innenstadt ist nur wenige Gehminuten von der Kathedrale Saint-Louis, dem königlichen Schloss, dem Maison de la Magie und dem Musée des Beaux-Arts de Blois entfernt.

Organisation

ARCATOUR, Zinggentorstrasse 1, 6006 Luzern

Tel. 041 418 65 80, info@arcatour.ch

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullierungskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder