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Charente-Maritime - Vendée

Vogelzug an der Atlantikküste

Die Inseln, Uferlandschaften, Klippen und Teiche der Charente-Maritime befinden sich an einer der wichtigsten Vogelzug-Routen Europas und bieten im Frühjahr eine breite Palette von Vogelarten. Im Wissen, dass diese Küste fast die gleiche Sonnenscheindauer geniesst wie das Mittelmeer und die regionale Gastronomie zudem sehr bekannt ist, muss man zugeben, dass die Atlantikküste der Charente-Maritime und des Marais Poitevin alles bietet, um auch anspruchsvolle Ornithologen zu begeistern.Zum Programm gehört unter anderem ein Ausflug zum Vogelschutzgebiet «Michel Brosselin» von Saint-Denis-du-Payré mit spannenden Beobachtungen im Watt und den Dünen oder entlang der Kanäle der grossen Baie de l'Aiguillon, wo wir eine Vielzahl von Vögel entdecken, die in dieser privilegierten Umgebung bleiben, in welcher die einheimischen Fischer schmackhafte Austern und Muscheln kultivieren. Tausende von Watvögeln, Möwen, Seeschwalben, Enten, Greifvögeln und Singvögeln sind hier vertreten. Im Frühjahr beleben Löffler, Seidenreiher, Säbelschnäbler, Stelzenläufer, Uferschnepfe, Rotschenkel, Kampfläufer und andere die Salzwiesen mit ihren spezifischen Rufen. In den Dünen und in den Schilfröhrichten sind Brachpieper, die ersten Schilfrohrsänger, Blaukehlchen, Schafstelzen und einige Greifvögel wie Rohr- und Wiesenweihe, Fischadler und vielleicht auch Schlangenadler und Baumfalke oft zu entdecken. Im Marais Poitevin gibt es aus ornithologischer Sicht ein reichhaltiges Menü! Weiter südlich, zwischen Esnandes und Marennes, an der Atlantikküste sowie in den Sümpfen und auf den Inseln Ré und Oléron besuchen wir verschiedene ornithologische Reservate.

Reisedaten

Beteiligung: mind. 12, max. 15 Teilnehmende

Reiseprogramm

1. Tag: Anreise

Bahnreise via Paris nach La Rochelle. Den Weg vom Bahnhof zum Hotel legen wir zu Fuss zurück. Abendessen im Hotel.

2. Tag: La Rochelle - La Belle Henriette - Baie de l'Aiguillon

Unsere Morgenexkursion gilt dem Küstengebiet in der nördlich an die Charente-Maritime angrenzenden Vendée zwischen der Bucht von Aiguillon im Süden und dem Feuchtgebiet «La Belle Henriette» im Norden. Gleich hinter den Dünen an der Meeresküste liegt hier ein tolles Exkursionsgebiet durchsetzt mit Brackwasserlagune, Röhrichten und Dünen - Lebensraum für eine Vielzahl von Vögeln. Hier brüten der Brachpieper sowie Möwen, Enten, Zwergtaucher und auch andere Wasservögel sind hier heimisch. Bei Flut treffen grosse Schwärme von Limikolen auf den vom Hochwasser getränkten Schlickflächen ein um sich hier auszuruhen bevor sie zu den von der Ebbe freigewordenen Nahrungsplätzen fliegen. Für Limikolen ist die Bucht von Aiguillon eine der besten Plätze Frankreichs. Diese Bucht ist umgeben von bewirtschafteten Poldern. Ein Gebiet, das auch vortrefflich für tag- und nachtaktive Greifvögel ist. In den Büschen entlang der Abflussgräben brütet das Blaukehlchen. Bei steigender Flut weichen unzählige Watvögel auf die nahen Salzwiesen aus, wo auch Graureiher, Seidenreiher, Löffler und Kormorane anzutreffen sind, bis die Ebbe wieder einsetzt.

3. Tag: La Rochelle - St. Denis du Payré

Heute machen wir Beobachtungen im «Réserve Naturelle de Saint Denis du Payré», 10 Kilometer von der Küste entfernt. Zu Tausenden finden sich hier Vögel zum Rasten und Brüten ein, wie Knäkente, Löffel-, Tafel- und Schnatterente, Brandgänse und Trauerseeschwalbe. Aber auch Greifvögel wie Rohrweihe, Wiesenweihe, Schlangenadler, Baum- und Turmfalke können hier bei ihren Balzflügen beobachtet werden.

4.Tag: La Rochelle - Ile de Ré

Frühe Abfahrt über die 3km lange Brücke zu einer Exkursion auf die Ile de Ré (Sablanceaux), vorbei an einigen reizvollen Siedlungen sowie an zum Teil immer noch bewirtschafteten Salzgärten, früher die Haupteinnahmequelle der Region. Landschaftlich und als Lebensraum für eine reiche Vogelwelt ist die Ile de Ré sehr abwechslungsreich. Im westlichen Teil befindet sich das «Réserve naturelle Fier d’Ars», eine fast ganz geschlossene Bucht, umgeben von Sümpfen, mit Buschwerk bewachsenen Dünen sowie Felsklippen. Wir besuchen dieses Gebiet, wie auch weitere Vogelreservate. Besonders bei steigender Flut finden sich auf den Sandbänken grosse Konzentrationen von Brandsee- und Flussseeschwalben ein. In den Salzwiesen brüten Stelzenläufer. Schafstelze sowie das Weisssternige Blaukehlchen gehören hier ebenfalls zu den Besonderheiten. Vor dem Abendessen besteht die Möglichkeit einer Besichtigungsfahrt zum Hafen und zur Altstadt von La Rochelle.

5. Tag: La Rochelle - Marais d'Yves - Rochefort

Wir dislozieren heute und fahren früh weg. Auf der Küstenstrasse gelangen wir zu unserem ersten Beobachtungsort, dem «Réserve Naturelle des Marais d’Yves». Dieses Sumpf- und Riedgebiet ist bemerkenswert für seine grossen Ansammlungen von Enten und Limikolen. Wir halten Ausschau nach einigen hier besonders typisch vorkommenden Arten wie Rohrschwirl, Drosselrohrsänger, Teichrohr- und Schilfrohrsänger. Unser nächster Beobachtungshalt gilt den Abwasserreinigungs-Bassins der Stadt Rochefort, ein Anziehungspunkt für viele Vögel. Hier kann man praktisch alle Arten von Watvögeln beobachten, welche in Frankreich vorkommen, u.a. Kampfläufer, Grünschenkel, Dunkler Wasserläufer, Rotschenkel, Bruchwasserläufer. Manchmal finden sich hier Tausende von Vögeln ein. Auf den Deichen, welche die Wasserbecken umgeben, nisten Flussregenpfeifer.

6. Tag: Rochefort – Réserve Naturelle de Moëze

Am Morgen kurze Anfahrt zu unserem nächsten Exkursionsgebiet, dem «Réserve Naturelle de Moëze», das sich auf der östlichsten Seite des Sumpfgebietes der Brouage befindet. In diesem Reservat können Enten, Gänse und Limikolen ausgezeichnet beobachtet werden. Während des Vogelzuges im Frühjahr und Herbst rasten hier auch Dutzende von Löfflern auf ihrem Weg von Afrika nach Holland. Im Gebüsch hört man den melodischen Gesang des Blaukehlchens. Stelzenläufer und Säbelschnäbler hüten ihre Nistplätze vor den Angriffen von Wiesen- und Rohrweihen.

7. Tag: Rochefort – Marais de Brouage

Wir erkunden heute die Marais de Brouage und besichtigen auch das historische mittelalterliche Städtchen Brouage, einst wichtiger Flusshafen und Umschlagsplatz im Salzhandel. Die Vogelwelt profitiert von den einstigen Salinen, von den Salzsümpfen und von der Lage am Meer, wo am Strand wiederum grosse Scharen von Limikolen ihre Nahrung suchen und weiter entfernt auf Sandbänken Kolonien von Brandseeschwalben sich ausruhen. Die Salinen sind heute nicht mehr in Betrieb und dienen, mit dichter Vegetation überwachsen, als ideales Biotop für Schafstelzen, Kiebitze, Lerchen und Steinschmätzer, welche auf dem Boden brüten. Dichtes Röhricht bietet u.a. allen Rohrsängerarten Schutz, ist aber auch ein Refugium für Rohrweihe sowie in der Brutzeit für Wiesenweihe und Schwarzmilan.

8. Tag: Rochefort - Ile Oléron

Auf zur Insel Oléron, der grössten der an der französischen Atlantikküste vorgelagerten Inseln zwischen dem Delta der Gironde und dem Delta der Charente. Wir beobachten entlang der Küste - wo Rastzonen und Tageseinstandsgebiete ornithologisch immer für Abwechslung sorgen - und auf Feuchtwiesen im Innern. Alljährlich werden hier Scharen von Stelzenläufern, Rotschenkeln und andere Wasservögel angezogen. Vielleicht ist unterwegs auch der Wiedehopf oder ganz diskret eine Zwergohreule zu beobachten. Ein letzter Besuch gilt am Abend dem «Forêt domaniale» von Saint Trojan, wo Wendehals, Waldohreule, Pirol, Brachpiper u.a. heimisch sind.

9. Tag: Rochefort – Pointe de Grave – Soulac-sur-Mer

Um unsere Erkundungstour an der Küste der Charente abzuschliessen, fahren wir heute bis Royan und in das Mündungsgebiet der Gironde. Mit der Fähre setzen wir über nach Pointe de Grave auf die Landzunge zwischen der Atlantikküste und dem Feuchtgebiet der Gironde und erkunden auch die Gegend von Soulac-sur-Mer. Hier ist ein wichtiger Durchzugspunkt für grosse Schwärme von Zugvögeln, welche zu ihren Sommerquartieren im Norden Europas ziehen, u.a. viele Watvögel. Auch Greifvögel sowie unzählige Singvögel benützen diese natürliche Landbrücke wie ein «Trampolin», um sich auf die letzte Etappe zu ihren Nistplätzen aufzumachen. Ein faszinierender Anblick sind diese grossen Vogelschwärme. Mit der Fähre fahren wir zurück nach Royan und zum Hotel in Rochefort.

10. Tag: Rückreise

Wir verlassen Rochefort, fahren mit dem Bus nach La Rochelle und dann wie auf der Hinreise via Paris zurück in die Schweiz.

Martin Blattner Fachliche Leitung
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Leistungen

  • Bahnfahrt Basel SBB – La Rochelle – Basel SBB, 2. Klasse (Basis Halbtaxabonnement)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkünfte in Mittelklassehotel, Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Fachliche Leitung
  • 5% des Pauschalpreises für Projekte der Schweizerischen Vogelwarte Sempach

Weitere Hinweise:

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder