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Kultur- und Gartenreise Architektonische Meisterwerke von Palladio

Venezianische Villengärten im Veneto und am Brentakanal

Als Weltkulturerbe ernannte die UNESCO die Altstadt von Vicenza, die Villen des Architekten Palladio sowie den Botanischen Garten von Padua, den ältesten der Welt. Weitere Villen und ihre Gärten gehören ebenfalls zum kulturellen Reichtum dieser Region. Einst von der wohlhabenden venezianischen Aristokratie als Landsitze in Auftrag gegeben, sind sie noch heute teilweise in Privatbesitz. Villen – eigentliche Paläste – nannten sich diese ländlichen Herrschaftshäuser auf dem venezianischen Festland, in denen die adlige Oberschicht – statt auf der feuchtheissen Insel Venedigs – damals den sommerlichen Urlaub verbrachte.Der bedeutendste der Villen-Architekten war Andrea Palladio (1508–1580), dessen Baukunst auf dem Vorbild der römischen Antike beruht. Zentralperspektive und ausgewogene Proportionen spielten für ihn stets eine entscheidende Rolle. Die von ihm entwickelte Architektur des Klassizismus fand weite Verbreitung, so gelangte ein Jahrhundert später der «palladian style» von England sogar bis in die amerikanischen Südstaaten. Unsere Reiseleiterin, Dr. Claudia Bonifaccio, ist eine Palladio-Spezialistin und wird neben kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten nicht nur venezianische Villen, sondern auch Palladio-Bauten in Vicenza vorstellen.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag: Anreise nach Vicenza

Am Morgen Abfahrt mit Eurobus nach Vicenza. Zimmerbezug für fünf Nächte im Hotel Antico Vicenza, das direkt in der Altstadt in unmittelbarer Nähe der Basilica Palladiana liegt.

Nach einer Pause begeben wir uns auf einen kurzen Rundgang mit Claudia Bonifaccio. Einen ersten Eindruck von Vicenza und den Werken Palladios vermittelt uns die Piazza dei Signori, wo sich das berühmteste Bauwerk Vicenzas befindet, der Palazzo della Ragione. Nach einem Einsturz erhielt Andrea Palladio den Auftrag für den Wiederaufbau. Der eindrucksvolle Bau wird seither als «Basilica Palladiana» bezeichnet.

In einem traditionellen Restaurant in der Altstadt werden uns zum gemeinsamen Abendessen lokale Köstlichkeiten serviert.

2. Tag: Villen und Gärten in den Euganeischen Hügeln

Von Vicenza fahren wir in die «Colli Euganei», eine wunderschöne Kulturlandschaft mit Hügelketten vulkanischen Ursprungs. In Monselice besuchen wir den privaten Garten der Villa Emo. Diese Villa wurde von Vincenzo Scamozzi (1548–1616), dem bedeutendsten Schüler und Nachfolger von Andrea Palladio, erbaut. Sie ist von einem prächtigen italienischen Garten mit typisch venezianischen Elementen aus der Renaissance umgeben sowie von grossen Magnolienbäumen, langen Baumalleen und Buchshecken. Contessa Emo, eine begeisterte Gartenliebhaberin, hat ihren Garten zudem mit reizvollen Stauden- und Rosenbeeten erweitert.

In der Nähe befindet sich auch der private Garten der Villa Barbarigo Pizzoni Ardemani, einer der imposantesten barocken Gärten Norditaliens. Die Anlage stammt aus dem 17. Jh. wurde jedoch im 19. Jh. teilweise nach der damals aufgekommenen Mode des Landschaftsgartens erneuert. Dieser Garten besticht durch seine langen, geschnittenen Alleen mit zahlreichen Statuen und Wasserspielen.

Das gemeinsame Mittagessen nehmen wir in den historischen Räumlichkeiten des Castello di San Pelagio in Due Carrare ein. Dieses Schloss ist seit dem 17. Jh. im Besitz der Grafen Zaborra und wird deshalb auch Villa Zaborra genannt. Das mittelalterliche Gebäude aus dem 14. Jh. wird von einer grossen Parkanlage umgeben, die einen geheimen Garten, jahrhundertealte Steinbuchen, einen Obstgarten, einen Fischteich, sowie ein Labyrinth beherbergt. Ein antikes altrömisches Thermalbecken ist ebenfalls zu entdecken. Seit 1980 ist zudem im Schloss ein Museum für Luft- und Raumfahrt untergebracht.

Ein letzter Besuch gilt in Vescovana dem Garten der Villa Pisani Bolognesi Scalabrin. Contessa Evelina van Millingen, die Gattin des venezianischen Conte Pisani, liess hier im Jahre 1852 einen Garten im Englischen Stil anlegen. Dank der heutigen Hausherrin, Mariella Bolognesi Scalabrin, sind heute ein prachtvoller Rosengarten und die eingefassten Blumenrabatten eine Augenweide. Es ist auch möglich, einige der Villen-Innenräume zu besichtigen. Rückfahrt nach Vicenza und freier Abend.

3. Tag: Das Vicenza des Andrea Palladio

Auf einem Hügel nahe von Vicenza besichtigen wir zuerst die Villa Valmarana ai Nani, die von einem reizvollen Garten umgeben ist. Die Villa ist in Privatbesitz und wird heute noch bewohnt. Berühmt sind die Fresken in einigen der Säle. Es sind Szenen aus dem göttlichen Olymp, gemalt von Gian Battista Tiepolo (1696–1770). Das zur Villa gehörende Gästehaus wurde dagegen von seinem Sohn Domenico Tiepolo (1724–1804) mit fröhlichen Szenen aus dem ländlichen Alltag geschmückt.

Danach spazieren wir zur tiefer gelegenen, berühmten Villa Capra, die auch Villa La Rotonda genannt wird. Sie gilt als das schönste Gebäude von Andrea Palladio und verkörpert die ideale Architektur der Renaissance. Die umgebende Gartenanlage ist in ihrer ruhigen Schlichtheit perfekt darauf abgestimmt, den erhabenen Eindruck der Villa zu untermalen.

Zum gemeinsamen Mittagessen in einer Trattoria fahren wir zurück ins Stadtzentrum. Anschliessend führt uns Claudia durch die engen Gassen der Altstadt, vorbei an verschiedenen, zum Teil ebenfalls von Palladio erbauten Palazzi mit prächtigen Architekturdetails. Die «Basilica Palladiana» war der Beginn des Erfolgs von Palladio. Bei seinem letzten Werk und gleichzeitig dem Höhepunkt seines kreativen Schaffens handelt es sich um das Olympische Theater. Dieser erst nach dem Tode des Meisters fertiggestellte Bau ist das weltweit älteste überdachte Theater. Vor der eindrücklichen Bühnenkulisse werden gelegentlich Konzerte aufgeführt. Der Abend steht zur freien Verfügung.

4. Tag: Am Brentakanal

Am Morgen bringt uns der Bus zum Brentakanal. Zum Transport von Personen und Waren bevorzugten die Venezianer früher die Wasserstrassen. Die wichtigste Verbindung war der Brentakanal zwischen Venedig und Padua. Folglich entstanden entlang dieser Wasserstrasse auf einer Strecke von 36 Kilometern über 100 Villen.

Unser erster Besuch am Brentakanal gilt der Villa Pisani in Stra. Sie wurde in der ersten Hälfte des 18. Jh. für den Dogen Alvise Pisani als Sommersitz erbaut und umfasst über hundert Räume. Besonders eindrucksvoll ist der riesige Ballsaal mit dem Deckengemälde von Tiepolo. Grossartig ist auch die 11 ha umfassende Gartenanlage mit interessanten architektonischen Elementen, Wasserbassins, einem Irrgarten und eleganten Statuen.

In Dolo lassen wir uns in einem Restaurant das Mittagessen servieren, bevor wir an Bord eines Ausflugsbootes gehen. An der schönsten Etappe des Kanals liegen in Mira die reizvolle Rokoko-Villa Widmann Rezzonico Foscari und die private Villa Foscari La Malcontenta, wo unsere Bootsfahrt endet. Die in einem grossen Uferpark gelegene Villa wurde von Palladio für einen venezianischen Edelmann erbaut, der darin – so wird gesagt – seine der Untreue beschuldigte Frau versteckte. Die Dame war darüber sehr «malcontenta» (unzufrieden), was im Namen der Villa verewigt wurde. Hier holt uns der Bus für die Rückfahrt nach Vicenza wieder ab. Freier Abend.

5. Tag: Padua: Botanischer Garten – Scrovegni-Kapelle

Heute widmen wir uns einer der ältesten Städte Italiens. Wir beginnen mit dem Besuch des Botanischen Gartens. Er wurde 1545 zur Kultivierung von Heilpflanzen gegründet und ist der älteste botanische Garten der Welt, der noch in seiner Originalstruktur erhalten geblieben ist. Der Garten beherbergt unter vielen anderen Arten die sogenannte Goethe-Palme, eine über 400 Jahre alte Zwergpalme, die Johann Wolfgang von Goethe auf seiner Italien-Reise bestaunt und in seinem Reisetagebuch erwähnt hat.

Danach bummeln wir durch mittelalterliche Marktplätze mit dem imposanten Palazzo della Ragione, dem ehemaligen Justizpalast, wo wir im aussergewöhnlichen Ratssaal astrologische und religiöse Fresken aus dem 14. Jh. bewundern können. Wir sehen auch den Prato della Valle, einen der grössten und schönsten Plätze Italiens. Die grüne Insel im Zentrum wird von einem Wasserkanal umrundet, in dem sich zahlreiche Statuen aus dem 18. Jh. widerspiegeln.

Nach der gemeinsamen Mittagspause begeben wir uns zur Scrovegni-Kapelle mit dem weltberühmten Freskenzyklus von Giotto (1303–1305). Die Wand- und Gewölbemalereien dieser Kapelle gelten als Meisterwerk des florentinischen Malers, der schon in Rom für den Papst und auch in Assisi gearbeitet hatte. Rückfahrt nach Vicenza und freier Abend.

6. Tag: Rückreise

Nach einem gemütlichen Frühstück erfolgt die Rückfahrt mit Eurobus in die Schweiz.

Dr. Claudia Bonifaccio Fachliche Leitung
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Highlights

  • Altstadt von Vicenza (UNESCO-Weltkulturerbe)
  • Architektur von Andrea Palladio
  • Bootsfahrt auf dem Brentakanal

Leistungen

  • Deluxe Bus Schweiz – Vicenza – Schweiz sowie für Transfers und Ausflüge ab Vicenza
  • 5 Nächte im 4-Sterne Hotel Antico Vicenza, Vicenza
  • Frühstücksbuffet im Hotel
  • 1 Abendessen und 4 Mittagessen
  • Bootsfahrt auf dem Brentakanal
  • Eintritte gemäss Programm
  • Reiseleitung ab/bis Vicenza durch Dr. Claudia Bonifaccio

Weitere Hinweise

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

Unterkunft

Das kleine 4-Sterne Hotel Antico Vicenza befindet sich an bevorzugter Lage in der Altstadt von Vicenza in unmittelbarer Nähe zur Piazza dei Signori und der Basilica Palladiana. Ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. Geschäfte, Restaurants, Museen und Denkmäler sind zu Fuss bequem zu erreichen. Die 23 Zimmer sind grosszügig, komfortabel und geschmackvoll eingerichtet. Das Hotel verfügt über eine Bar sowie eine Dachterrasse mit einem schönen Ausblick über die Dächer von Vicenza.

In Zusammenarbeit mit Eurobus.

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullierungskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder