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Abruzzen

Im Reich des italienischen Wolfs und marsischen Braunbärs, durch unberührte Waldgebiete und entlang urspürunglicher Berglandschaften

Die Abruzzen mit ihren vielfältigen Waldgebieten, faszinierenden Berglandschaften und tiefen Schluchten, wo kleine Dörfer seit Hunderten von Jahren in einer Art Dornröschenschlaf fortbestehen. Hier werden wir auf kleinen Wegen durch Dörfer und Täler spazieren, auf der Suche nach Steinadler und Wanderfalke sowie der seltenen Abruzzengämse. In den ursprünglichen Wäldern leben der Italienische Wolf und der Marsische Braunbär, eine Unterart des Braunbären, die nur in den Abruzzen vorkommt, sowie Weissrückenspecht, Pirol, Steinsperling und Zippammer. Der Abruzzen-Nationalpark liegt inmitten der Appeninen, wurde 1923 gegründet und umfasst rund 500 Km2. Ein weiterer Nationalpark ist Majella (740 Km2 gross), der durch seine Gebirge, tiefe Schluchten und Täler, sowie die kleinen, mittelalterlichen Städte, entlang der steilen Felskanten, besticht. Diese beiden Nationalparks mit ihrer vielfältigen Landschaft (u.a. viele Orchideenarten) und Vogelwelt, ihren seltenen Säugetierarten und Schmetterlingen werden wir auf unserer Naturreise auf entspannten Spaziergängen erkunden. Als Unterkunft dienen uns zwei gemütliche Hotels, beides Familienbetriebe.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1.Tag: Zürich – Pescara – Pescasseroli

Nach Ankunft in Pescara erreichen wir nach etwa 2 Std. Fahrt per Minibus den Abruzzen Nationalpark, wo wir unser Albergo in Pescasseroli für die nächsten drei Nächte beziehen.

2. Tag: Pesco di Lordo - Fondillo

Morgens wandern wir durch das nahe gelegene Pesco die Lordo-Tal aufwärts, wo in den Buchenwäldern Mittelspecht, Weissrückenspecht und Halsbandschnäpper brüten. Von den zahlreichen hier lebenden Mäusen ernähren sich Wildkatze und Baummarder, die man aber eher selten zu Gesicht bekommt. Weiter oben im Tal wächst, nebst anderen Bergblumen, die endemische Schwertlilie Iris marsica. Marsische Braunbären durchstreifen das Gebiet auf der Suche nach Ameisen, von denen sie sich vor allem im Frühjahr ernähren. Hier leben auch Habicht und Wespenbussard.

Nachmittags spazieren wir den Fondillo-Fluss entlang, wo zahlreiche Orchideen, unter anderem Bienenragwurz, Fleischfarbenes Knabenkraut und Mücken-Händelwurz gedeihen. Nebst Wasseramsel und Gebirgsstelze kommt hier auch der Fischotter vor. Gegen Abend suchen wir mit den Fernrohren den Marsicano-Berg nach Abruzzengämse, Rothirsch und Italienischem Wolf ab. Auch der Marsische Braunbär lebt hier. Steinadler und Wanderfalke jagen oft entlang der Felshänge, unter anderem Steinhühner.

3. Tag: Cicerana-Tal – Passo del Diavolo

Eine leichte Wanderung führt uns durch das bewaldete Cicerana-Tal, wo Waldlaubsänger, Berglaubsänger und Halsbandschnäpper brüten. Wir kommen an alten Bäumen vorbei, spazieren über Lichtungen und durch Wälder mit einem hohen Totholzanteil. Diesen nutzen vor allem Höhlenbewohner. In den Ruinen ehemaliger Bauernhäuser leben Steinsperling und Blaumerle.

Nachmittags halten wir Ausschau nach Schmetterlingen und Orchideen bei Passo del Diavolo. Im nahe gelegenen Macrana-Tal können, mit etwas Glück, Steinadler, Schlangenadler oder Gänsegeier entdeckt werden. Vom verlassenen Dorf Gioia Vecchio aus bietet sich eine wunderbare Aussicht auf ein Tal und sanfte Hügelketten, die teils bewaldet sind und auch als Weidegebiete genutzt werden. Hier werden wir in Ruhe Ausschau halten nach Reh und Rothirsch, aber auch nach dem Marsischen Braunbären.

4. Tag: Pescasseroli – Decontra

Heute verlassen wir den Abruzzen Nationalpark und fahren zum Majella Nationalpark.

Unterwegs halten wir mehrmals für Beobachtungen oder kleine Spaziergänge an, unter anderem bei Pescina, wo in gelb blühenden Beständen von Strauchigem Brandkraut der Ortolan, die Brillengrasmücke und der Brachpieper brüten. Wiedehopf und Rotkopfwürger schätzen die alte Kulturlandschaft mit Mandelbäumen und ehemaligen Weideflächen mit ihrer interessanten Flora.

Nachmittags erreichen wir das winzige Dorf Decontra, das oberhalb von Caramanico Terme, eingebettet zwischen Bergwiesen, liegt. Hier singen Gartenrotschwanz mit Girlitz und Distelfink um die Wette. Wir beziehen das gemütliches Agriturismo mit seinen lokal- und regionaltypischen Speisen für die nächsten vier Nächte.

5. Tag: Orfento-Tal und Pianagrande

Wir spazieren in der Nähe der Unterkunft durch Wiesen, wo zahlreiche Orchideen, unter anderem die endemische Ragwurz Ophrys dinarica und die Adria-Riemenzunge blühen. Heidelerchen singen, Neuntöter und Schwarzkehlchen lassen sich auf Büschen beobachten, Steinadler oder Alpenkrähen entlang der Felsklippen. Durch einen Buchenwald geht es zur Hochebene Pianagrande, von wo aus Abruzzengämsen und, mit etwas Glück, Wölfe oder Bären entdeckt werden können.

6. Tag: Gran Sasso Nationalpark

Auf der Fahrt zum Gran Sasso Nationalpark halten wir in der Ebene bei Ofena, hier leben Steinsperling, Schwarzstirnwürger und Rebhuhn. Im bergigen Gelände lassen sich manchmal Lannerfalke und Balkan-Steinschmätzer beobachten. Nach einer Kaffeepause geht es hoch zum Campo Imperatore, einem vom Gletscher geformten Hochplateau mit einer besonderen Pflanzenwelt. In den bunten Wiesen mit Holunder-Knabenkraut, Enzianarten, Grasnelke und Traubenhyazinthe leben auch Feldlerche und Brachpieper. Die seltene Wiesenotter fühlt sich in besonnten Geröllhalden wohl. Auf etwa 2200 m ü. M. halten wir bei unserem Picknick Ausschau nach Schneesperling, Alpenkrähe und Steinschmätzer. Ein Spaziergang führt uns in den Lebensraum von Steinhuhn und Mauerläufer.

Auf der Rückfahrt kommen wir an kleinen Weide- und Ackerflächen vorbei, wo sich Ortolan und Steinschmätzer wohlfühlen. Einmal mehr blühen Orchideen am Wegrand, unter anderem die Ragwurz Ophrys majellensis. Entlang von typischen Abruzzen-Dörfern wie Santo Stefano di Sessanio und Calascio fahren wir nach Decontra zurück.

7. Tag: San Bartolomeo-Tal – Rava del Ferro

In der Nähe unserer Unterkunft unternehmen wir einen Spaziergang durch Bergwiesen. Mit etwas Glück lässt sich morgens die Wildkatze entdecken. In der halboffenen Landschaft brüten Schwarzkehlchen, Grauammer und Neuntöter. Wer möchte, wandert hinab zu einer Schlucht, wo in kleinen, vom Bach geformten Teichen, nebst Ringelnatter und mehreren Molcharten auch die Apennin-Gelbbauchunke lebt. Ein Pfad führt hinauf zur, in den Felsen gemeisselten, San Bartolomeo in Legio-Einsiedelei.

Nachmittags fahren wir zum Rande eines Buchenwaldes und blicken in die faszinierende Felshänge von Rava del Ferro. Abruzzengämsen grasen oft weit oben, auch Steinrötel, Zippammer, Steinhuhn und Ringdrossel leben hier.

8. Tag: Caramanico Terme – Pescara – Zürich

Nach dem Frühstück fahren wir in etwa 1 Std. im Minibus nach Pescara, wo wir mittags die Bahnfahrt via Milano antreten. Ankunft abends in Zürich.

Dr. Manuela Seifert Fachliche Leitung
Kundenbewertungen
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4.5
Abruzzen
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Highlights

  • Marsischer Braunbär
  • Wolf
  • Abruzzengämse
  • Steinadler und Wanderfalken
  • Orchideen

Leistungen

  • Bahnreise Wohnort - Pescara und zurück, 2. Klasse (Basis Halbtaxabonnement)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in familiären Hotels, Basis Doppelzimmer Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Mittagessen in landestypischen Lokalen oder als Picknick
  • Lokale Führung (Englisch sprechend)
  • Fachliche Leitung
  • 5% für Projekte der Pro Natura

Weitere Hinweise

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte.

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Annullierungskostenversicherung mit SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder