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Winterliches Ostfriesland

Zwischen Kulturlandschaft, wilder Natur und neuen Wegen im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer

Ostfriesland liegt in Niedersachsen im äußersten Nordwesten Deutschlands. Die Region besticht durch ihr grünes Marschland, bewaldete Geest im Landesinneren und durch ihre eingedeichte Küste zur Nordsee. Das Wattenmeer, Windmühlen und Wallhecken sind typische Kennzeichen Ostfrieslands. Die sieben vorgelagerten ostfriesischen Inseln sind vor allem in den Sommermonaten eine vielbesuchte Urlaubsdestination. Weiter im Landesinneren finden sich ausgedehnte Moorlandschaften; Burgen, Schlösser und Kirchen, mit einer jeweils ganz eigenen bewegten Geschichte, die zu Entdeckungstouren einladen. In der Winterzeit ist es ruhiger in Ostfriesland und die Einheimischen sind oftmals unter sich. Die Natur, das Kulturleben, das traditionelle Handwerk und die regionalen Spezialitäten lohnen einen ausführlichen Besuch mit einem vielseitigen Programm. Sie sind mit Gästeführer und Nationalpark-Guide Joke Pouliart unterwegs. Er versteht es bestens seinen Gästen die Einzigartigkeit des Wattenmeeres und der dazugehörenden Küsten- und Inselwelten mit all ihren Kulturen näher zu bringen.

Reisedaten

 

Reiseverlauf

1. Tag: Basel – Carolinensiel

Die Winterreise ins UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer startet um 9.13 Uhr ab Basel SBB. Mit dem Zug fahren Sie bis zum niedersächsischen Küstenstädtchen Leer. Dort empfängt Sie Ihr Reiseleiter Joke Pouliart. Im Minibus geht es weiter nach Carolinensiel – einer der bedeutendsten Sielorte der niedersächsischen Küste. Nach dem Check In im Nationalpark-Partnerbetrieb „Friesenhus“ erfahren Sie auf dem Spaziergang durch den Museumshafen einiges über die Entstehung und Geschichte der Sielhäfen und über die hier ruhenden Plattbodenschiffe – die einstigen Arbeitsschiffe im Wattenmeer. Das Abendessen nehmen wir in einem Restaurant mit regionaler Küche ein.

2. Tag: Marienstadt Jever

Der heutige Tagesausflug führt uns in die nahegelegene friesische Kreisstadt Jever. Die Spuren der wechselhaften Kulturgeschichte führen vorbei an den Denkmälern und Brunnen der Stadt als auch durch das Schloss mit seinem von einer Kassettendecke gekrönten Audienzsaal. Sie erfahren dabei viel über das Leben von Fräulein Maria von Jever, die von den Einheimischen der Stadt bis heute für Ihre Taten verehrt wird. Im Anschluss dürfen wir in der Blaudruckerei einer Blaufärberin bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Dieses traditionelle ostfriesische Kunsthandwerk ist als immaterielles UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet. Das für die Region typische indigoblaue Muster wird in aufwändigen Arbeitsschritten auf Leinen oder Seide aufgebracht und so entstehen wunderschöne Textilien von hoher Qualität.

Am Abend kehren wir in eine kleine Stadtbrauerei ein. Der Brauer berichtet vom Handwerk der ostfriesischen Braukunst und gewährt uns vielseitige Einblicke in die Geschichte des Brauens. Im Anschluss speisen wir in seinem Restaurant in dem auch die großen kupfernen Braukessel stehen.

3. Tag: Fair Trade Stadt Leer – das ostfriesische Tor zur Welt

Nach dem Frühstück fahren wir in die Fair Trade Stadt Leer. Nach einem Spaziergang entlang der Promenade des See- und Binnenhafens besichtigen wir die Innenstadt und hören über das Leben in dieser weltoffenen Stadt. Wir besichtigen alte Gemäuer und das Kirchenviertel, in dem seit der Reformation ein friedliches Miteinander der verschiedenen Konfessionen möglich ist.

Im Anschluss sind wir zum Teeseminar inklusive der Verkostung von diversen Teesorten im Teemuseum eingeladen. Bevor wir uns auf den Weg nach Carolinensiel begeben, bleibt genügend Zeit für einen individuellen Stadtbummel.

Das Abendessen genießen wir auf halbem Weg in einem ausgezeichneten regionalen Restaurant.

4. Tag: Wanderbares Deichland – im Banne des Bernsteins

Auf unserer Route nach Neuharlingersiel werden wir viel Wissenswertes über das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer erfahren, die Gezeiten erleben und die zahlreichen Wintervögel beobachten. Nachdem circa acht Kilometer langen Weg kehren wir in einer der ältesten Fischerkneipen mit urigem Hafenflair zu einem aufwärmenden Sanddorngrog ein. Neuharlingersiel ist einer der wenigen noch wirtschaftlich durch die Fischerei genutzten Sielhafenorte. Nach einem Rundgang um den alten Kutterhafen und durch die Ortschaft bringt uns der Bus zurück nach Carolinensiel. Der Nachmittag bietet Zeit für Schwimmbad und Sauna im hauseigenen Wellnessbereich des Hotels „Friesenhus“ oder in der Cliner Quelle. Wer mag genießt die Ruhe am Museumshafen oder beim Spaziergang entlang der Harle.

Nach einem ostfriesischen Abendessen beim Biosphären-Partnerbetrieb „Gulfhof Friedrichsgroden“ wollen wir ein wenig gestalterisch tätig werden und das Gold der Meere bearbeiten. Aus Bernstein schleifen wir einen Schmuckanhänger für uns selbst oder einen anderen besonderen Menschen. Während des Kurses gibt Joke Pouliart viele Informationen zu diesem fossilen Stein und Antwort auf die Frage, warum dieser auch an der Nordseeküste gefunden wird.

5. Tag: Zeitreise mit dem Deichgrafen

Heute starten wir den Tag mit einer Exkursion durch die Marsch und entlang der Deiche der Region. Im Minibus passieren wir einige idyllische Warftendörfer. Dabei halten wir an Orten mit besonderen landschaftlichen Formen und besuchen Kirchen aus verschiedenen Jahrhunderten.

Zurück in Carolinensiel nimmt uns ein Deichgraf auf eine Zeitreise durch 300 Jahre Geschichte der Nordseeküste mit. Der um 1735 agierende Deichinspektor August Garlich berichtet von der Weihnachtsflut 1717 – eine der größten Naturkatastrophen an der Nordseeküste und ihren Folgen. Tausende Menschen und Vieh kamen an der friesischen und ostfriesischen Küste ums Leben. Auf dem Weg hören wir Wissenswertes über die Entstehung von Sielorten und Groden. Der Deichgraf erzählt vom Kampf um Land und Leben zwischen den Menschen und dem Blanken Hans.

Bei der anschließenden Teezeit bleibt Zeit für Gespräche über die heutigen Entwicklungen des Küstenschutzes und die zukünftigen Herausforderungen aufgrund der Klimaveränderung.

Frisch gestärkt versuchen wir uns sportlich im ostfriesischen Nationalsport Bosseln. Nach der bewegten Probestunde speisen wir – wie traditionell üblich nach einer Boßeltour – Grünkohl und geniessen den letzten Abend am Festland auf dem Biosphären-Partnerbetrieb „Gulfhof Friedrichsgroden“.

6. Tag: Inseldorf und Dünenlandschaft Langeoog

Von Bensersiel aus setzen wir an diesem Morgen mit der Fähre nach Langeoog, der 1. Fair Trade Insel über. Auf der Fahrt berichtet Joke Pouliart vom Leben auf dem Eiland. Fast zwei Jahrzehnte lebte er selbst auf der autofreien „Insel fürs Leben“.

Wir erfahren viel von den wechselseitigen Beziehungen zwischen Mensch und Natur in einem modernen Ferienort im UNESCO Weltnaturerbe Biosphärenreservat Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer.

Am Inselhafen steigen wir in die bunte Inselbahn. Sie bringt uns ins Dorf. Auf einer kurzweiligen Tour durch die Ortschaft hören wir über Herrn Barkhausen - dem ersten Badegast der Insel, über Architektur und über Besitz- und Eigentumsregelungen. Ein Stopp auf dem Wasserturm gewährt uns einen beeindruckenden 360° Blick über das Watt und die Insel. Nach einem individuellen Imbiss im historischen Café Leiss und dem Check-in im Nationalpark-Partnerbetrieb „Kajüte“ starten wir unsere erste Inselwandertour. Sie führt uns durch das Pirolatal und wir erfahren von Dünenentstehung und Dünenwanderungen auf Langeoog. Das Abendessen nehmen wir in einem der alteingesessenen Restaurants mit regionaler Küche ein.

7. Tag: Ostende Langeoog

Nach unserem ostfriesischen Biofrühstück starten wir unsere 12 Kilometer lange Wanderung zum Ostende der Insel. Wir begegnen rauer, wilder und ungestümer Natur. An diversen Beobachtungspunkten rasten wir um Wintervögel zu beobachten. Den Rückweg geniessen wir auf der Pferdekutsche mit Heissgetränken und einem kleinen Snack. Der Nachmittag ist individuell zu gestalten: mit einem Spaziergang zum Hafen oder über den Strand. Wer möchte, besucht die moderne Langeooger Kirche St. Niklas oder die Inselkirche.

Das Abendessen nehmen wir in einem Restaurant mit regionaler Küche ein.

8. Tag: Flinthörn Langeoog

Heute erkunden wir den Westen der Insel. Entlang des Strandes gehen wir bis zum Flinthörn – dem Westende Langeoogs mit geheimnisvoller Geschichte. Am Flinhörnpfad nutzen wir die Gelegenheit die Wintervögel in den kargen Salzwiesen und Dünen zu beobachten. Nachdem wir auf unserem Weg durch das Inselwäldchen ins Dorf zurückgekehrt sind, können Sie sich im Kur- und Wellnesszentrum Langeoog verwöhnen lassen. Nach dem Abendessen im Restaurant „Ebbe und Flut“ lassen wir den Tag und unsere Reise bei einem Tasting ausklingen.

9. Tag: Langeoog - Norden - Basel

Nach einem letzten Inselfrühstück verlassen wir mit der Fähre die ostfriesische Insel und steigen am Festland in den Bus, welcher uns nach Norden bringt. Dort startet um 11.46 Uhr der ICE nach Basel SBB mit Ankunft um 20.47 Uhr.

Das Detailprogramm zu dieser Reise finden Sie im Internet unter www.arcatour.ch oder rufen Sie uns an unter 041 418 65 80

Joke Pouliart Fachliche Leitung
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4.5
Winterliches Ostfriesland
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Highlights

  • Natur- und Kulturleben in Ostfriesland entdecken
  • UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer
  • Besuch des Deichgrafen
  • Traditionelle Teezeremonie
  • Dünenwanderung auf Langeoog

Leistungen

  • Bahnfahrt 2. Klasse, Basel SBB – Leer/Norden – Basel SBB,
  • Unterkünfte in Mittelklassehotels, Basis Doppelzimmer
  • Frühstück und Abendessen
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Lokale, fachliche Leitung ab Leer/bis Norden
  • 5% für Projekte der Pro Natura

Weitere Hinweise:

Formalitäten

Gültiger Pass oder gültige Identitätskarte

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Annullierungskostenversicherung mit SOS-Schutz für Reisezwischenfälle
  • nicht erwähnte Mahlzeiten, Getränke
  • individuelle Besuche an freien Nachmittagen
  • Trinkgelder