jetzt Buchen

Kultur- und Gartenreise Malta

Subtropische Gärten und reiches Kulturerbe im Herzen des Mittelmeeres

Eine Gartenreise nach Malta? Eine Insel, die im Sommer monatelang von keinem Tropfen lebensnotwendigem Regenwasser gesegnet wird? – Lassen Sie sich auf dieser (zugegeben: sehr ungewöhnlichen) Reise unter anderem davon überraschen, wie menschlicher Einfallsreichtum die Natur zu überlisten weiss. Malta hat im Herzen des Mittelmeeres eine Lage von strategisch grösster Bedeutung. Im Laufe von Jahrhunderten diente die Insel dem Maltesischen Ritterorden als Bollwerk des Christentums zur Abwehr gegen den Islam. Malta ist nur 90 km von Sizilien entfernt und hat dadurch enge Verbindungen zu Italien. Gleichzeitig ist der englische Einfluss stark spürbar, da Malta anderthalb Jahrhunderte lang zu Grossbritannien gehörte. Seit 1964 bildet die Maltesische Inselgruppe einen unabhängigen Staat. Interessant zu wissen, dass Malta geografisch sogar etwas südlicher liegt als Tunis und Rabat, die Hauptstädte von Tunesien und Marokko.Weltweit gibt es wenige Orte, die auf einem relativ beschränkten Raum so viele Sehenswürdigkeiten vereinen: Die Ordensritter hinterliessen zahlreiche prächtige Paläste und Kirchen. Ausserdem finden sich auf Malta einige grossartige Naturschönheiten, sowie drei von der UNESCO ernannte Stätten der Weltkultur. Dazu gehören die ältesten, freistehenden Steindenkmäler.Neben einer sorgfältigen Auswahl der interessantesten unter den historisch bedeutenden Besuchszielen sind im Programm dieser Reise als Besonderheit private Residenzen und prachtvolle Gärten vorgesehen.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag: Zürich – Malta

Am Mittag Linienflug mit Swiss nach Malta. Anschliessend Transfer zum Grand Hotel Excelsior Malta, welches mit einer einmaligen Aussicht auf den Jachthafen und Manoel Island unmittelbar vor den Toren von Valletta liegt. Nach dem Zimmerbezug treffen wir uns im Foyer zu einem Welcome-Drink und unser Reiseleiter Michael Erkelenz gibt erste Informationen über Malta. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

2. Tag: Valletta – Villa Bologna

Im Jahre 1566 gründete Jean Prisot de La Valletta, Grossmeister des Ritterordens, die nach ihm benannte Hauptstadt des Inselreichs. Dank der perfekten Erhaltung, mitsamt der Vielzahl prachtvoller Paläste, wurde die ganze Stadt Valletta von der UNESCO zum kulturellen Welterbe ernannt. Der vom National Trust von Malta wieder aufgebaute ehemalige Friedhof «Msida Bastion Garten der Ruhe» liegt in unmittelbarer Nähe des Hotels. Die erhöht liegenden «Oberen Barrakka-Gärten» bieten uns den schönsten Ausblick auf den Grossen Hafen, sowie auf die lange vor Valletta erbauten «Three Cities» (Senglea, Vittoriosa, Cospicua) und das Meer. Danach besuchen wir die dem hl. Johannes geweihte Kathedrale, deren Geschichte unauflöslich mit dem Johanniterorden verbunden ist. Beim Betreten der Kirche wird man vom Reichtum der Dekorationen geradezu geblendet. Besonders prunkvoll ist der Fussboden aus rund 400 Grabplatten mit Intarsien aus verschiedenfarbigem Marmor. Das Oratorium enthält das weltberühmte Prunkstück der Kathedrale: Von Michelangelo Merisi (1573 – 1610), bekannt als Caravaggio, stammen die Gemälde «Der hl. Hieronymus», sowie das Meisterwerk des Künstlers: «Die Enthauptung des hl. Johannes». Im Kathedralmuseum sehen wir unter anderem 29 flämische Tapisserien aus der Brüsseler Hofmanufaktur des französischen Königs Ludwig XIV. Dargestellt ist das Leben Christi nach den Entwürfen von Peter Paul Rubens und Nicolas Poussin.

Am Nachmittag fahren wir nach Attard zur privaten Villa Bologna, der Residenz von Mr. und Mrs. de Trafford. Sie lassen ihren grossen Garten von einem Hauptgärtner und zwei Gehilfen pflegen. Früher standen dafür nicht weniger als 15 Gärtner zur Verfügung. Wir besichtigen sowohl die hauseigene Töpferei, die in den ehemaligen Stallungen untergebracht ist, als auch den Barockgarten und die grosszügige Anlage aus den 1920-Jahren. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

3. Tag: Valletta – Malta Sunripe

Den heutigen Vormittag widmen wir nochmals Valletta und besichtigen zuerst das von einem Grossmeister «zur ehrenvollen Ergötzung des Volkes» gestiftete Manoel-Theater. Das Barockjuwel aus dem Jahre 1732, mit seinen eleganten Logen und der Decke mit 22-Karat-Goldverzierung, ist das drittälteste Theater Europas. Der Palast der Grossmeister des Johanniterordens dient heute als Sitz des Präsidenten der Republik Malta. Die im Innenhof Schatten spendenden exotischen Bäume und Palmen wurden unter der Herrschaft der Engländer aus den fernöstlichen Kolonien importiert. Wir gehen durch die prunkvolle Enfilade der Paraderäume. Im früheren Kleinen Ratsaal sind die Wände durch die zehn «Teintures des Indes» geschmückt, die im Jahre 1700 in der königlichen Gobelinmanufaktur Ludwigs XIV hergestellt worden sind. Sie zeigen in fantasievoller Weise die Flora und Fauna damals neu entdeckter Länder.

Wir verlassen Valletta für einen Abstecher in den Nordwesten der Insel, wo wir auf dem ökologisch geführten Landwirtschaftsbetrieb Malta Sunripe erwartet werden. Dieses 2004 gegründete Familienunternehmen legt bei der Herstellung ihrer verschiedenen lokalen Erzeugnisse Wert auf Tradition, Handarbeit und beste Qualität. Nach einer geführten Besichtigung der Anlagen wird uns ein Bauernlunch mit hofeigenen Köstlichkeiten serviert. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

4. Tag: Mosta – Dingli – Mdina – Privatgarten Mizzi – San Anton Garten

Die eindrucksvolle, freitragende Kuppel des Gotteshauses von Mosta entstand Ring um Ring ohne Gerüst. Es ist die drittgrösste Kirchenkuppel Europas (nach dem Petersdom in Rom und der St. Pauls-Kirche in London). Das «Wunder von Mosta» ereignete sich während des zweiten Weltkrieges: Eine schwere Bombe fiel durch die Kuppel, mitten in eine betende Menge, ohne dabei zu explodieren.

Anschliessend bestaunen wir die steil zum tief darunter liegenden Meer abfallenden Felsklippen von Dingli, eines der Naturwunder der Insel. Danach besuchen wir die ehemalige Hauptstadt Mdina. Diese von knapp 500 Personen bewohnte Stadt thront auf dem höchsten Punkt der Insel und zählt zu den Perlen mittelalterlicher, ummauerter Städte Europas. Von hier geniessen wir eine umfassende Aussicht. Mdina bildete die maltesische Hauptstadt bis Valletta diese Rolle übernahm. Mit seinen schmalen Gassen und seiner vollständig erhalten gebliebenen historischen Bebauung versetzt uns der autofreie Ort ins Mittelalter zurück. Unser Rundgang wird zum Erlebnis, nicht nur durch das grossartige Ensemble der Paläste, Klöster und Kirchen, sondern auch durch viele Details wie Türklopfer oder Fensterformen. Wir besichtigen die den Heiligen Peter und Paul geweihte Kathedrale. Die Mittagszeit steht zur Verfügung, um selbständig durch die malerischen Gassen von Mdina zu schlendern oder sich in einem der zahlreichen lokalen Restaurants individuell zu verpflegen.

Am Nachmittag besuchen wir den Privatgarten von Maurice Mizzi, einem Politiker und Geschäftsmann, der mit Hilfe seines treuen Gärtners eine schöne Anlage mit zahlreichen Pflanzensorten anlegen liess. Von hier aus geht der Blick weit übers Land, das hier landwirtschaftlich genützt wird. Der nächste Programmpunkt ist der San Anton Garten in Attard. Er wurde 1623 vom Grossmeister des Johanniterordens, Antoine de Paule, nach klassischem Muster angelegt, enthält Springbrunnen, Teiche und vor allem zahlreiche, zum Teil seltene, tropische Bäume und Palmen.

In den frühen Abendstunden spazieren wir hoch zu den Mdina Bastions und geniessen hier einen Aperitif mit wunderbarer Aussicht auf die Stadt in der Abenddämmerung. Danach werden wir in einem guten Restaurant in Mdina zum Dinner erwartet.

5. Tag: Hagar Qim – Marsaxlokk – Blaue Grotte – Palazzo Parisio

Heute Morgen besuchen wir eine bedeutende, frühgeschichtliche Tempelanlage, die 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Im Tempelkomplex Hagar Qim finden sich die Reste von vier Tempeln, die zwischen 3600 und 2500 v. Chr. entstanden sind. Im Jahre 1839 wurden erste Ausgrabungen vorgenommen. Der grosse Vorplatz und die monumentale Fassade der zentralen Struktur folgen dem typischen maltesischen prähistorischen Tempel-Muster.

Danach fahren wir zur Bucht von Marsaxlokk. Hier begann 1565 mit der Landung der Osmanen die Grosse Belagerung. Die schweren Kampfhandlungen endeten mit dem Sieg der Ritter des Johanniterordens. 1798 landete Napoleon hier und vertrieb die Johanniter von ihrer Insel. Heute ist die Bucht dank des grössten Fischerdorfes der Insel berühmt. Eine besondere Attraktion für Fotografen sind die vielen «Luzzus», die Boote der einheimischen Fischerflotte. Ihre Form mit dem hochgezogenen Bug geht auf die Zeit der Phönizier zurück. Dem Strand entlang servieren einfache Restaurants unter Sonnenschirmen die günstigsten Fischgerichte der Insel. Ausserdem gibt es hier einen Markt für maltesische Spitzen und jede Menge von Souvenirs.

Anschliessend fahren wir zur Blauen Grotte mit dem faszinierenden Anblick des kobaltblauen Wassers, dem wohl bekanntesten Naturwunder von Malta. Der Besuch beginnt im reizvollen Fischerdorf Wied iz-Zurrieq in kleinen Ausflugsbooten. Die verschiedenen Mineralien auf den vom Meer aufragenden Felsklippen und an den Höhlenwänden bewirken, dass diese grün, purpur und orange schimmern.

In der Stadt Naxxar werden wir im Palazzo Parisio erwartet. Nach einem Gang durch seine Prunkräume widmen wir uns seinen herrlichen Gärten. Dieses auch «Das kleine Versailles von Malta» genannte Palais wurde 1733 vom portugiesischen Grossmeister Manuel de Vilhena erbaut. Der zweite Besitzer, ein sizilianischer Adliger namens Parisio, erwarb das Anwesen 1737 und benützte es als Sommerfrische. Schliesslich wurde der Bau im 19. Jh. unter seinem neuen Besitzer, dem Marquis Giuseppe Scicluna, umgebaut und erweitert. Gleichzeitig veranlasste er die Restaurierung der Gärten im barocken Stil. Dieses kleine Paradies wird als einzige Anlage ausserhalb Italiens zu den «Grandi Giardini Italiani» gezählt. Die Nachfahrinnen, Baronin Ramsay Scicluna und ihre Tochter erhalten die Anlage mit viel Liebe und Geschmack. So sind dort heute zahlreiche Zitrusarten, Hibiskus und herrliche Bougainvillea in allen Farben bewundern. Ein traditioneller «Afternoon Tea» rundet diesen Besuch ab. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

6. Tag: Malta – Zürich

Gegen Mittag Transfer zum Flughafen von Malta und Linienflug mit Swiss nach Zürich.

Michael Erkelenz Fachliche Leitung
Kundenbewertungen
Info
Neue Reise Noch keine Bewertungen vorhanden
Bewertung abgeben
Kultur

Leistungen

  • Linienflüge Zürich – Malta – Zürich,
    Gruppentarif
  • 1 Aufgabegepäckstück 25 kg
  • Bus für Transfers und Ausflüge
  • 5 Nächte im 4-Sterne Grand Hotel Excelsior Malta, Floriana
  • Frühstücksbuffet und 4 Abendessen im Hotel
  • 1 Aperitif und 1 Abendessen in Mdina
  • 1 Lunch auf dem Landgut Malta Sunripe
  • 1 «Afternoon Tea»
  • Eintritte gemäss Reiseprogramm
  • lokale Führungen (D)
  • Reiseleitung durch Michael Erkelenz

Weitere Hinweise

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

Unterkunft

Das Grand Hotel Excelsior Malta ist ein stilvolles Luxushotel mit erstklassigem Service im Stadtteil Floriana, nur wenige Gehminuten zur sehenswerten Altstadt von Valletta, mit hoteleigenem kleinem Sandstrand und atemberaubendem Panoramablick über Sliema, Manoel Island und auf den Hafen von Marsamxett.

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullierungskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder