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Kultur- und Gartenreise an den Gestaden des lieblichen Genfersees

Vielseitige Garten- und Kunstschätze

Der Genfersee – oder Lac Léman in französischer Benennung – ist im Umkreis 175 km gross mit einer Fläche von 582 km². Wahrlich ein stattlicher See mitten im Alpengebiet, umgeben von vielgestaltigen Landschaften voll lieblicher Schönheit. Bekannte Maler wie Ferdinand Hodler haben die Stimmungen am Genfersee immer wieder in Panoramabildern festgehalten. Berühmte Persönlichkeiten und in früheren Zeiten viele Adlige haben an der «Côte» sowie an der «Waadtländer Riviera» von Genf bis Montreux ihre Villen und Herrschaftssitze erbaut, umgeben von Park- und Gartenanlagen und vom milden Klima profitierend.Können Sie sich vorstellen, dass einst Kriegsschiffe, nämlich die Flotte der Grafen und Herzöge von Savoyen, die «Seemacht» über den Genfersee hatten? Sie kontrollierten die Handelsschiffe, die ihre Waren von der Umladestation Morges nach Genf verschifften. Burgartige Schlösser sind auch heute noch Zeitzeugen jener rauen Zeit. Friedlichere Zeiten erlebte der Tourismus ab 1880, als 14 wunderschöne Raddampfer die wichtigsten Orte am See miteinander verbanden. Seinerzeit eine grosse Attraktion, die auch Kaiserin Elisabeth, genannt «Sissi», zu schätzen wusste. Die Zeiten haben geändert. Genf ist zusammen mit New York und Wien zu einem der wichtigsten Sitze internationaler Institutionen geworden und Lausanne Sitz des Olympischen Komitees. Jedoch die malerische Landschaft ist geblieben.Eine besondere Auszeichnung, nämlich das Label des UNESCO-Welterbes, erhielt im Juni 2007 das Weinbaugebiet Lavaux. Diese herrliche Terrassenlandschaft zwischen Lausanne und Montreux mit Hunderten von ummauerten Weingärten ist ein grossartiges Geschenk der Natur und die Frucht menschlicher Arbeit während Jahrhunderten. Ab dem Jahre 1142 terrassierten Zisterzienser-Mönche die steilen felsigen Hänge und stützten die Weingärten mit Mauern. Die sonnenverwöhnte Lage und das Mikroklima am See bringen hervorragende Weine hervor.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag: Anreise nach Morges – Stadtrundgang

Individuelle Anreise nach Morges am Genfersee (elf Bahn- oder Strassenkilometer westlich von Lausanne gelegen). Bezug der Zimmer für drei Nächte im Romantik Hotel Mont-Blanc au Lac, das an privilegierter Lage direkt am alten Hafen und an der schönen Seepromenade von Morges liegt. Um 15.00 Uhr erwartet uns Michael Erkelenz zu «Kaffee und Kuchen» auf der Hotelterrasse mit Blick auf den See und hinüber zu den Savoyer Alpen mit dem Massiv des Mont Blanc.

Anschliessend geht es auf einen geführten Rundgang durch die kleine Altstadt. 700 Jahre Geschichte lassen sich hier in den Gassen, unter Arkaden und an historischen Häusern ablesen. Das Wahrzeichen dieser Stadt ist das von den Savoyern erbaute wehrhafte Schloss aus dem 13. Jahrhundert, umgeben von den Mauern des Arsenals am alten Hafen, dem heutigen Jachthafen. Reizvoll ist auch die Uferpromenade, die übrigens bis nach Ouchy/Lausanne führt. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

2. Tag: Jardin d’Iris – Rosenzüchter Alain Tschanz – Fondation Jan Michalski

Von Morges fahren wir durch liebliches Hügelland der Waadt mit grossen Feld- und Rebkulturen. Unser Ziel ist das Schloss Vullierens und sein berühmter Irisgarten. Das Schloss ist seit dreihundert Jahren im Besitze der Familie de Mestral und auch heute noch der private Wohnsitz eines direkten Nachkommen. Das Schloss steht zwar dem Publikum nicht zur Besichtigung offen, kann aber zur Blütezeit der Iris vom einladenden Garten aus bewundert werden. Der wunderschön angelegte Irisgarten wurde von der Amerikanerin Doreen Bovet im ursprünglichen Gemüsegarten des Schlosses angelegt. Sie begann mit fünf neuen Irissorten, die sie vom berühmten Blumenzüchter Schreiner aus Amerika bezog. 1974 waren es bereits siebzig und heute sind es fast 500 Sorten, die auf weitflächigen Feldern verteilt sind und in der Blütezeit wie ein grosser farbiger Teppich wirken. Nach einer Gartenführung bleibt Zeit für eigenes Erkunden oder zum Einkauf. Im Café des Jardins ist für ein gemeinsames Mittagessen reserviert.

Danach kurze Weiterfahrt für einen sehenswerten Rundgang im Schaugarten und Garten-Center des Rosenzüchters Alain Tschanz in Aclens. Die Familie Tschanz hat sich seit vielen Jahren auf Alte Rosen, Englische Rosen sowie Hochstämme und Hängerosen spezialisiert.

Ein «Umweg» lohnt sich noch, um mitten in einem Waldgebiet am Rande des kleinen Ortes Montricher die Fondation Jan Michalski zu erreichen. Auf einer Führung besuchen wir das im Jahre 2012 eröffnete «Maison de l'Ecriture» – ein Ort der Literatur- und Sprach-Vermittlung. Die filigrane Architektur beherbergt ein Auditorium, eine Ausstellungshalle sowie Wohnräume für Schriftsteller. Die Stiftung wurde von Vera Michalski-Hoffmann gegründet, der derzeitigen Präsidentin, im Andenken an ihren Mann, Jan Michalski und sein langjähriges Engagement für die Literatur. Anschliessend kurze Rückfahrt nach Morges und freier Abend.

3. Tag: Der Botanische Garten von St-Triphon, Le Jardin Instinctif und eine Weinprobe in Cully

Wir fahren über die Autobahn um Lausanne, Vevey und Montreux herum Richtung See-Ende und weiter bis nach Ollon. Dort befindet sich der Botanische Garten von St-Triphon der seit Jahrzehnten von William Aviolat gepflegt wird. Der Besitzer und sein Garten bilden eine Symbiose. Durch das milde Klima und die geringen Niederschläge fühlen sich Pflanzen aus Südafrika und mediterranen Gegenden sehr wohl. Inzwischen hat Herr Aviolat acht Broschüren mit den verschiedenen Pflanzensorten herausgegeben. In Villeneuve nehmen wir in einem guten Lokal das gemeinsame Mittagessen ein. Am Nachmittag ist unser nächstes Ziel der Jardin Instinctif von Gérard Bonet der sich in der Naturschutzzone von Grangettes direkt am Genfersee befindet. Der Gartenbesitzer setzt in seine grüne Oase alte Metallteile und Treibholz aus dem See. Diese Kunstwerke wetteifern mit den Formen der Pflanzen, den Farben der Blumen und der Blätter. So ergibt sich eine Spannung zwischen Kunst und Natur. Anschliessend geht es am See entlang Richtung Montreux. Die waadtländer Riviera ist schon seit dem 19. Jahrhundert ein Anziehungspunkt für eine internationale Clientèle die hier das milde Klima und die reiche Vegetation geniessen kommt. Bald gelangen wir zu den Weingärten des Lavaux, die im 11. Jahrhundert von Zisterzienser-Mönchen angelegt wurden und heute zum UNESCO-Welterbe zählen. 840 ha. Weinberge, 10'000 Terrassen und 450 km Steinmauern umfasst dieses Anbaugebiet. Bei einer Weinprobe in Cully, in einem 600 Jahre alten Winzerhaus, erfahren wir mehr über den Wein, der das Renommée der Gegend ausmacht.

Auf der Weiterfahrt nach Morges halten wir noch westlich von Lausanne und besichtigen den sehr schönen Rosengarten vom Vallée de la Jeunesse der 1964 zur Landesausstellung angelegt wurde. Die Pläne stammten von A.-F. Desarzens. 10'000 Rosenpflanzen von 125 Sorten sind wie ein Theater angelegt. Es gibt besonders viele Polyantha- und Floribunda-Rosen die mit dem Blühen Ende Mai beginnen. Rückfahrt nach Morges und freier Abend.

4. Tag: Orchidarium – Schloss Prangins

In der Nähe von Prangins gilt heute unser erster Besuch dem «Orchidarium», ein Pflanzenzentrum mit einer Fülle von importierten sowie nachgezüchteten Orchideen aus u.a. Brasilien, Kolumbien, Mexiko, Indonesien, Thailand, Madagaskar – einzigartig naturnah arrangiert in Schau-Gewächshäusern.

Kurze Weiterfahrt zum Château de Prangins. Im grossen, im Jahre 1750 erbauten Schloss, ist seit 1998 eines der drei Schweizerischen Nationalmuseen untergebracht. Zuerst werden wir durch den im ursprünglichen Stil des 18. Jahrhunderts perfekt restaurierten Gemüsegarten geführt. Er präsentiert eine aussergewöhnliche Palette an alten Gemüsesorten, Blumen und Obst. Danach nehmen wir im Schlosscafé ein gemeinsames Mittagessen ein – bei schönem Wetter auf der Terrasse. Gestärkt wenden wir uns auch der Dauerausstellung zu mit dem Thema «Der Garten gibt sich zu erkennen – alte Sorten, neue Fragen». Diese interaktive Ausstellung thematisiert die Form des Gartens in den vier Jahreszeiten.

Am Genfersee entlang mit den Weingebieten der «Côte» wie Mont-sur-Rolle und Féchy fahren wir zurück nach Morges. Individuelle Heimreise.

Michael Erkelenz Fachliche Leitung
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CHF 1520.-
Ansprechpartner Thomas Marti 041 418 65 82
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Highlights

  • Château Vuillerens, Jardin d’Iris
  • Fondation Jan Michalski
  • Der Botanische Garten von St. Triphon
  • «Le Jardin Instinctif» bei Villeneuve
  • Weinberge des Lavaux, UNESCO-Welterbe
  • Orchidarium, Château de Prangins

Leistungen

  • 3 Nächte im 3-Sterne Hotel Mont-Blanc
    au Lac, Morges
  • Frühstücksbuffet im Hotel
  • 1 Abendessen im Hotel
  • 3 Mittagessen unterwegs
  • 1 Weinprobe
  • Bus für Transfers und Ausflüge
  • Eintritte gemäss Reiseprogramm
  • Lokale Führungen
  • Reiseleitung durch Michael Erkelenz

Weitere Hinweise

Unterkunft

Das 3-Stern Romantik Hotel Mont-Blanc au Lac in Morges liegt an der Uferpromenade neben dem malerischen alten Hafen und nur wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt. Die 45 Zimmer sind behaglich und zweckmässig eingerichtet. Sein Restaurant «Le Pavois» bietet eine unkomplizierte Atmosphäre im Erdgeschoss und ein elegantes Ambiente im ersten Stock. Bei schönem Wetter wird auf der Gartenterrasse aufgedeckt. Bedingt durch die Lage an der Seepromenade verfügt das Hotel über keine permanenten Parkplätze. Gäste, die mit dem Auto anreisen, können im Parkhaus Centre Ville parkieren. Die Züge von Lausanne oder Genf halten in Morges. Wir haben Doppelzimmer Standard reserviert, die mehrheitlich seitlichen Seeblick bieten.

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • An- und Rückreise nach/von Morges
  • Annullierungskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder