22.Juni - 02.Juli 2017

22.06.17-02.07.17
Pauschalpreis pro Person
ab/bis Barcelona
CHF 2780
ab/bis Wohnort (CH) *
CHF 3280
Zuschlag Einzelzimmer
CHF 250
Beteiligung: mind. 10, max. 15 Teilnehmende

Eingeschlossene Leistungen

  • * Bahnreise Wohnort - Paris - Barcelona - Paris - Wohnort, 2. Klasse
    (Basis Halbtaxabonnement)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen 
  • Unterkunft in einfachen Touristklasshotels, Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Fachliche Leitung ab/bis Barcelona
  • 5% für Projekte der Pro Natura

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten
  • Getränke
  • Trinkgelder

Weitere Hinweise

 

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte.

 

Anreise nach Barcelona

Alternativen auf Anfrage möglich

Spanische Zentral-Pyrenäen

Ordesa- und Monte Perdido-Nationalpark

mit Dr. Manuela Seifert

Der Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido an der spanischen Grenze zu Frankreich ist UNESCO-Weltnatur- und Kulturerbe seit 1997. Dieses noch sehr ursprüngliche Bergland in den Zentral-Pyrenäen ist eine alte Kulturlandschaft mit Viehweiden, Dörfern und Bauernhöfen. Einige der abgelegenen Dörfer leiden allerdings unter Landflucht. Der Park umfasst das Monte Perdido-Massif (3355 m), das Ordesa-Tal, die Anisclo-Schlucht, das Escuain-Tal und das Pineta-Tal. Die wilden von Gletschern geformten Schluchten zählen zu den grössten und tiefsten Europas.

Das Gebiet verfügt über eine einzigartige Fauna und Flora. So finden sich etliche Pflanzen- und Tierarten, die in weiten Teilen Europas selten sind. Allein im Aniscolo-Tal wurden rund 1200 Pflanzenarten gezählt, davon sind etliche endemisch wie das Fettblatt (Pinguicula longifolia), die Pyrenäen-Lilie oder die Zwergweide (Salix pyrenaica). Besonders für Greifvögel ist der Nationalpark von grosser Bedeutung. Lebt hier doch der höchste Bestand Europas an Bartgeiern, wobei Gänse- und Schmutzgeier ebenfalls häufig sind. Neben Alpenvögeln wie Alpenkrähe, Mauerläufer und Alpenbraunelle brüten in den Tälern u.a. Bienenfresser, Wiedehopf, Pirol und Rotkopfwürger. Pyrenäen-Gämse können oft beobachtet werden. Vor allem aber ist die Artenvielfalt an Schmetterlingen hervorzuheben. Schwarzer und Roter Apollofalter, Blauschwarzer Eisvogel und der prächtige Isabellaspinner sind nur einige der 131 Arten, die im Nationalpark heimisch sind.

Reiseprogramm

1. Tag, Donnerstag, 22. Juni

Zürich – Paris – Barcelona

Um 07.34 Uhr Abfahrt mit dem TGV von Zürich HB via Paris (umsteigen) nach Barcelona mit Ankunft um 20.34 Uhr. (Die Bahnreise ab/bis Zürich ist nicht begleitet.) Am Bahnhof Barcelona-Sants werden die Teilnehmer von Manuela Seifert begrüsst. Transfer zum Hotel und eine Übernachtung in Barcelona.

 

2. Tag, Freitag, 23. Juni

Barcelona – Ainsa

Rund 5-stündiger Bustransfer vorbei an Lérida und mit einem Halt unterwegs. In Barbastro, bereits in der Provinz Huesca, wird der lokale Naturführer Kees Woutersen zusteigen. Er spricht Englisch und wird von Manuela übersetzt. Kees ist auch der Autor des Vogelatlas «Vögel des Ordesa- und Monte Perdido-Nationalparks», also ein grosser Kenner des Gebietes. Weiterfahrt durch das Tal des Rio Cinca, der fast auf der ganzen Strecke bis Ainsa gestaut ist. Für den ersten Teil unseres Aufenthaltes sind wir für drei Übernachtungen in Ainsa. Die mittelalterliche Kleinstadt liegt am Zusammenfluss des Ara (auch Araza und Ordesa genannt) und des Cinca sowie am Stausee Embalse de Mediano.

 

3./4. Tag, Samstag/Sonntag, 24./25. Juni

Pineta– und Ara-Tal

Unsere erste Exkursion gilt dem Valle de Pineta, das vom oberen Cinca-Tal abzweigt. Hier finden sich die subalpinen Llanos de Lalarri auf 1600 m. Wir wandern an mehreren Wasserfällen vorbei und widmen uns der Bergflora und der Vogelwelt. Das ausgeschliffene Gletschertal wird abgeschlossen durch einen gewaltigen Cirque. Ein Parador lädt zu einer Pause ein. Hier lässt sich auch ein Stopfpräparat eines heute leider ausgestorbenen Iberiensteinbocks anschauen. Anderntags sind wir im Ara-Tal unterwegszum Dorf Escuain, das von verlassenen Feldern und Bergwiesen umgeben ist. Weiter oben befindet sich ein Bartgeier-Futterplatz, wo oft bis zu 20 Individuen anzutreffen sind.

 

5. Tag, Montag, 26. Juni

Anisclo-Schlucht – Torla

Wir besuchen zuerst das verlassene Dorf Viu im gleichnamigen Tal und mit Sicht auf den höchsten Berg im Ordesa-Nationalpark. Später wandern wir die tiefe Anisclo-Schlucht hinab mit Augenmerk auf die stets wechselnde Flora sowie die Schmetterlingsvielfalt. Gegen Abend fahren wir weiter zum Bergdorf Torla, wo wir fünf Nächte verbringen.

 

6./7. Tag, Dienstag/Mittwoch, 27./28. Juni

Ordesa-Tal

Mit Geländewagen fahren wir auf 2100 m ü.M. zu vier Aussichtspunkten, die sich im südlichsten Bereich des Ordesa-Tales befinden. Auf kurzen Wanderungen schauen wir ins rund 900 m tiefer liegende Tal und haben Sicht auf die Berggipfel des Ordesa, Brecha de Rolando und Monte Perdido. Hochgebirgsflora und Vögel stehen im Mittelpunkt unserer Beobachtungen. Nachmittags wandern wir in der Nähe von Torla auf 1080 m mit wiederum anderer Vegetation und Vogelwelt. Anderntags fahren wir mit dem Bus auf 1200 m. Von hier geht es auf leichter Wanderung durch den berühmten Canyon des Ordesa-Tals, durch alte Buchen- und Föhrenwälder, über subalpine Weiden und teilweise entlang des Ara-Flusses, der streckenweise über Stufen talwärts fliesst. Zahlreiche Pflanzen, Vögel und Schmetterlinge gibt es hier zu entdecken.

 

8./9. Tag, Donnerstag/Freitag, 29./30. Juni

Bujaruelo-Schlucht – Tena-Tal

Nochmals bringen uns Geländewagen in die Höhe zum Meson de Bujaruelo auf 1230 m. Von hier wandern wir durch die Bujaruelo-Schlucht langsam nach Torla zurück, an subalpinen Wiesen, Föhrenwäldern und am schnell dahin fliessenden Ara-Fluss vorbei mit Blick hinauf in die steilen Felsen, wo u.a. der Pyrenäen-Steinbrech vorkommt. Es bleibt uns ein letzter Beobachtungstag im Tena-Tal mit einer Wanderung und Beobachtungsmöglichkeiten am Bergsee Ibon, der umgeben ist von Wiesen mit reicher Flora und Schmetterlingen.

 

10./11. Tag, Samstag/Sonntag, 01./02. Juli

Torla – Barcelona – Paris – Zürich

Im Laufe des Tages Bustransfer zurück nach Barcelona mit einem Halt unterwegs. Übernachtung in Barcelona. Anderntags Rückfahrt mit TGV von Barcelona via Paris (umsteigen) nach Zürich