08. – 11. September 2017

08.09.17-11.09.17
Pauschalpreis pro Person
CHF 1830
Zuschlag Einzelzimmer
CHF 320
Beteiligung: mind. 12 Gäste

Eingeschlossene Leistungen

  • Bahnreise Wohnort – Köln – Wohnort,
    1. Klasse, Basis Halbtaxabonnement 
  • Sitzplatzreservationen Basel SBB – Köln – Basel SBB
  • 3 Nächte im 4-Sterne Hotel Crowne Plaza in Maastricht
  • Frühstücksbuffet im Hotel
  • 2 Abendessen im Hotel
  • 2 Mittagessen unterwegs
  • Eintritte gemäss Reiseprogramm
  • lokale Führungen
  • Reiseleitung durch Inge Siegert

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullierungskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder

Weitere Hinweise

 

Formalitäten

Gültige(r) Reisepass oder Identitätskarte.

 

Unterkunft

Das 4-Sterne Hotel Crowne Plaza ist einzigartig am Ufer der Maas gelegen und verfügt über einen ausgezeichneten Blick auf Maastricht. Alle 144 Zimmer verfügen über kostenlosen Internetzugang (WLAN und LAN) und LED-Fernseher. Dieses luxuriöse Haus verfügt zudem über zwei Restaurants, eine Bar sowie ein Café. Wir haben Zimmer mit Blick auf die Maas und die Altstadt für Sie reserviert.

Bühne frei für Limburgs Gartenkunst

Aussergewöhnliche Privatgärten rund um Maastricht

mit Inge Siegert

Diese Reise in die Provinz Limburg führt uns zu charmanten Orten und Landschaften sowie zu originellen Gärten in Niederländisch- und in Belgisch-Limburg. Heute als südlichste von insgesamt zwölf Provinzen der Niederlande im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Belgien gelegen, hat die Euregio Maas-Rhein ein reiches Kultur- und Naturerbe zu bieten; seit alters treffen hier germanischer und romanischer Kulturraum aufeinander.

Jahrhundertelang den Begehrlichkeiten der Herrschaftshäuser Spaniens, Preussens, Österreichs und Frankreichs ausgesetzt, geriet die Region ab 1830 durch die Gründung des Königreichs Belgien in eine Randlage und verlor an politischer wie wirtschaftlicher Bedeutung. Das änderte sich 1992 mit der Unterzeichnung des Vertrags von Maastricht. Ihre inzwischen internationale Atmosphäre hat diese Stadt ausserdem der Universität mit einem hohen Anteil ausländischer Studierender zu verdanken.

Von unserem Hotel aus, am Ufer der Maas gelegen, erkunden wir diese Gegend mit ihren Schönheiten, darunter insbesondere den blühenden Paradiesen ausgesuchter Privatgärten.

Reiseprogramm

1. Tag, Freitag, 08. September

Basel – Köln – Aachen – Maastricht

Abfahrt um 09.13 Uhr mit dem ICE ab Basel SBB nach Köln, wo wir von Inge Siegert am Hauptbahnhof erwartet werden. Auf dem Bustransfer nach Maastricht legen wir einen Zwischenhalt in Aachen ein, um in der Stadt Karls des Grossen bei einer Altstadtführung nennenswerte Sehenswürdigkeiten zu entdecken: Rathaus und Dom (jeweils Aussenbesichtigung), enge Gassen und historische Plätze erzählen von der fast zweitausendjährigen Geschichte der Stadt. Nach der Führung bleibt noch etwas Zeit für eigenes Bummeln oder für eine individuelle Dombesichtigung.
Am frühen Abend beziehen wir unser Hotel am Ufer der Maas im Zentrum von Maastricht, wo wir auch das gemeinsame Abendessen einnehmen werden.

 

2. Tag, Samstag, 09. September

Maastricht und zwei Privatgärten

Unser heutiges Programm beginnen wir mit einer Stadtführung durch das historische Zentrum von Maastricht mit seinen besonderen Sehenswürdigkeiten. Wir sehen dabei das Rathaus, die Liebfrauenkirche, die St.-Servaas-Basilika, welches die älteste Kirche des Landes ist. Der Vrjthof, früher der Stadtfriedhof, ist heute der grösste und bekannteste Platz der Stadt und wird gerne genutzt für Open-Air-Veranstaltungen wie beispielsweise den Sommerkonzerten, die der in Maastricht geborene André Rieu auch in diesem Sommer hier wieder geben wird.
Unseren gemeinsamen Mittagsimbiss nehmen wir in einem parkähnlichen, fast 4000 m² grossen Garten ein, angelegt um ein Gutshaus, dessen älteste Teile auf das Jahr 1640 zurückgehen. Selbstverständlich besichtigen wir auch den Garten, der über einen Innenhof mit Brunnen und zahlreichen Kübelpflanzen, aufgestellt um eine alte Platane, zugänglich ist. Seine heutige Form hat er einer rund 15 Jahre zurückliegenden Umgestaltung durch die Besitzer zu verdanken: Damals legten die drei gartenbegeisterten Männer einen Obstgarten, einen Beerenobstgarten, einen kleinen Weinberg sowie ein «Nostalgiebeet» mit etwa 80 Rosen an; auch eine Orangerie liessen sie bauen. Die Rasenfläche wurde im Laufe der Zeit verkleinert, sodass Raum für weitere Blumenbeete entstand. Hier herrschen Blütenfarben von Weiss über Pink bis hin zu dunkleren Farbtönen vor; Gelb und Orangetöne bleiben ausgeschlossen, denn der Garten soll Ruhe ausstrahlen, so wollen es die Drei. Dazu trägt die natürliche, von alten Bäumen umstandene Wasserstelle wesentlich bei sowie das kleine Bächlein am Grundstücksrand. Die vielen Hecken und Wege verleihen dem Garten eine entsprechende Struktur. Von strengerer Kultiviertheit in Hausnähe öffnet sich der Garten wie ein Fächer immer mehr zur umgebenden Landschaft hin und gibt den Blick auf sie frei, sodass er noch grösser wirkt, als er ohnehin schon ist. Durch diese «geborgte Landschaft» haben sie, so sagen die Besitzer schmunzelnd, den grössten Garten der Niederlande.
Anschliessend verlassen wir die Niederlande und fahren zum meist besuchten Privatgarten Belgiens, dem vier Hektar grossen romantischen Landschaftsgarten der Gartenarchitektin Dina Deferme. Mit der Anlage begonnen hat sie in den 1990er Jahren, als sie nach einem Unfall mit schweren Brandverletzungen dieses Bauernhaus bei Hasselt erwarb und, sozusagen zur Rekonvaleszenz, nach und nach ihren Garten erschuf: Er zeichnet sich aus durch klare Raumaufteilung, konsequente Linienführung und prächtige Pflanzenkombinationen in den «mixed borders» – und das auf Sandboden! Unterstützt wird die Struktur der Anlage vor allem von sorgfältig getrimmten und unterschiedlich hohen Hecken: neben Buxus und Eiben sind es verschiedene Buchensorten sowie Hartriegel und Liguster.
Stauden, in Gruppen gepflanzt und nach Blühperioden zusammengestellt, bereichern diese Atmosphäre, wobei in Dina Defermes Beeten sanfte Farbtöne vorherrschen, doch hier gibt es auch ein «hot border». Ebenfalls ganz gezielt wählt die Gartenarchitektin Stauden aufgrund ihrer Blattstruktur und Blattfarbe aus. Folglich gibt es nicht nur «Hingucker» während der Blütezeit, die Beete entfalten ebenso vor und nach der Blüte ihren Reiz.
Zurück in Maastricht, steht Ihnen der Abend zur freien Verfügung.

 

3. Tag, Sonntag, 10. September

Tongeren – Kasteel Hex – Valkenburg

Nach dem Frühstück fahren wir zunächst nach Tongeren, in die älteste Stadt Belgiens. Dort ist Gelegenheit zu einem Spaziergang durch verwinkelte Gassen und durch den Beginenhof, auch über den jeden Sonntagvormittag stattfindenden Antiquitäten- und Flohmarkt, der in den Benelux-Ländern als grösster gilt.
Dem Gartenthema zuwenden werden wir uns anschliessend beim Besuch von Kasteel Hex, einem der schönsten Schlösser Belgiens. Es wurde im 18. Jh. als private Sommer- und Jagdresidenz vom Lütticher Fürstbischof Franz-Karl von Velbrück erbaut, der zugleich einen 60 Hektar grossen Park im englischen Landschaftsgartenstil anlegen liess. Dies ist einer der ersten Parks dieser Prägung auf dem Kontinent.
In Schlossnähe befinden sich ein Terrassengarten, ein Garten im französischen Stil, ein Rosengarten mit einer umfangreichen Sammlung historischer Sorten und Wildrosen sowie ein 10000 m² grosser Küchengarten. Das Schloss verfügt über einen traditionellen Gemüsekeller, in dem das geerntete Gemüse über einen langen Zeitraum hinweg frisch gehalten werden kann. Seit 2005 stehen die gesamten Gartenanlagen unter Denkmalschutz. Zweimal jährlich, im Juni und September, öffnen die Besitzer diese Gartenanlage ein Wochenende lang für Besucher des «Pflanzen-, Rosen- und Küchengartenfestes», wo etwa 60 Aussteller aus dem In- und Ausland Pflanzenneuheiten und -raritäten vorstellen und natürlich auch zum Verkauf anbieten. Bei einer Führung werden wir durch Teile der Gartenanlagen geführt; danach bleibt Zeit für eine individuelle Mittagspause sowie für weitere Erkundungen auf dem Schlossgartengelände.
Als Kontrast zu dieser verschwenderischen Weite werden wir nachmittags im Privatgarten eines Einfamilienhauses erwartet, schmal und dann aber überraschend durch seine Länge, am Rande eines kleinen Dorfes. Vor dem Eingang ahnt man nicht, welche Vielfalt nicht nur an Pflanzen, sondern auch an Nischen und Durchblicken der Garten hinter dem Haus bieten wird. Auf 12 m Breite und 100 m Länge ist eine romantisch-klassische grüne Oase entstanden, geschickt aufgeteilt in sieben grüne Zimmer.
Von der Terrasse schweift der Blick über die Längsachse bis ans Grundstücksende. Jeder Gartenraum hat seine eigene gediegene Atmosphäre: Es gibt Bereiche für Rosen und Stauden, für mediterrane Pflanzen, für Kräuter, Obst und Gemüse, einen Schattengarten mit Baumfarnen sowie zahlreichen Hostas, dazu ein Wasserspiel. Auf die Farbauswahl hat die Hausherrin, die selber malt, ein aufmerksames Auge. Fantasievoll geschnittene Figuren aus Eiben und Buchsbaum, darunter ein fast zwei Meter hohes Eichhörnchen lockern strengere Heckenformen auf. Aus dem in der Gegend vorkommenden Mergelstein fertigt der Hausherr in seiner Werkstatt originelle Figuren und dekorative Ornamente nach alten Vorbildern an.
Den Ausklang des Tages bildet ein gemeinsames Abendessen im Hotel.

 

4. Tag, Montag, 11. September

Valkenburg – Köln – Basel

Nach dem Frühstück und dem Verladen der Koffer heisst es zunächst: Bühne frei für zwei Theatermenschen und deren meisterhafte Inszenierung in Grün!
Als sie vor etwa 30 Jahren den ehemaligen Bauernhof erwarben, waren die beiden Herren völlige Neulinge auf diesem Gebiet. Doch immer mehr vom Gartenfieber gepackt, entwickelten sie sich rasch zu wahren Gestaltungskünstlern. Die Begeisterung führte zunächst einen nach den anderen dazu, sich als Gartengestalter ausbilden zu lassen; inzwischen haben sie ein eigenes Planungsbüro.
Das 1800 m² grosse Grundstück ist in verschiedene Bereiche unterteilt: Dem Haus am nächsten liegt der Terrassenbereich mit Stufen und Plateaus, als Wohnzimmer im Freien konzipiert. Ein kiesbedeckter Weg führt durch eine Farbkomposition von pink-, violett- und blaublühenden Stauden über ein Platanenrondell zum Teich mit üppiger Uferbepflanzung in Weiss und Gelb. Spalierlinden, Buchsbaumkugeln, Hostas, Farne und Helleborus bilden einen in der Theaterwelt bekannten «Green Room», einen Aufenthaltsraum für Darsteller vor oder nach ihrem Auftritt. Im Spiegelgarten herrschen Orange- und kräftige Rottöne in den Blühfarben vor; im formalen Buchsbaumgarten ist es Weiss. Im neuen, mit rechteckigem Wasserbecken, Eibensäulen und Buchsbaum-Topiarien formal angelegten Garten haben auf 1200 m² besondere Herren ihren grossen Auftritt: drei weisse Pfauen.
Nach dem Besuch dieses eindrucksvoll inszenierten grünen Theaterstücks, fahren wir in das romantische Städtchen Valkenburg mit einem sehr alten Kern, wo wir nach einer Stadtführung unser Abschiedsessen einnehmen.
Danach Transfer zum Hauptbahnhof Köln, wo Inge Siegert sich von der Reisegruppe verabschiedet. Rückreise mit dem ICE mit Ankunft in Basel SBB um 20.47 Uhr.