01. - 06 Mai 2017

01.05.17-06.05.17
Pauschalpreis pro Person
CHF 1850
Zuschlag Einzelzimmer
CHF 100
Beteiligung: mind. 12, max. 14 Teilnehmende

Eingeschlossene Leistungen

  • Bahn Zürich – Bologna – Zürich, Gruppentarif
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen 
  • Unterkunft in familiärem Mittelklassehotel, Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen im Hotel 
  • Lokale Führung Ital./Engl. sprechend)
  • Fachliche Leitung
  • 5% des Pauschalpreises für Projekte der Schweizerischen Vogelwarte Sempach

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten
  • Getränke
  • Trinkgelder

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte.

Po-Delta - Ramsar-Schutzgebiet an der Adria

mit Martin Blattner und Menotti Passarella

Das Quellgebiet des Po liegt in den Cottischen Alpen (Piemont) am Fusse des Monviso auf 2020 m über dem Meer. Auf seinem 652 km langen Lauf durchquert der Fluss ganz Oberitalien. Sein Einzugsgebiet umfasst 72’000 km², was einem Viertel der italienischen Landesfläche entspricht! Die geschiebe- und sedimentreichen Zuflüsse aus den Alpen sind denn auch massgebend und stetig an der Deltabildung beteiligt. Bevor der Po in die Adria mündet, teilt er sich in sechs Arme, eine herrliche Deltalandschaft mit Lagunen, Kanälen, Schilfwald und salzhaltigen Böden – ideale Lebensräume für die Vogelwelt.

 

Im Bereich des Po-Deltas liegen international und national bedeutende Überwinterungs-, Rast- und Brutplätze für Vögel – bisher wurden über 300 Arten festgestellt. Besonders bemerkenswert sind grosse Kolonien von Nacht-, Rallen-, Seiden- und Graureihern. Von grosser Bedeutung sind die wachsenden Bestände von Seeschwalben, Möwen und Drosselrohrsänger. Sogar die Rüppelseeschwalbe brütet seit 1985 im Delta. Im Deltagebiet sind auch viele Kleinvögel zu finden (Nachtigall, Orpheusspötter) und die weiten Lagunen sind für zahlreiche Limikolen wichtige Rastplätze.

Reiseprogramm

1. Tag, Montag, 1. Mai

Zürich – Bologna – Lido degli Estensi

Am Morgen Fahrt mit dem EuroCity von Zürich HB nach Milano und mit dem EuroStar nach Bologna mit Ankunft am Nachmittag. Anschliessend erfolgt der Bustransfer an die Küste nach Lido degli Estensi. Hier finden wir unsere Unterkunft für fünf Nächte in einem Mittelklassehotel. Der Strand bietet sich an für erste Vogelbeobachtungen.

 

2. Tag, Dienstag, 2. Mai

Valli Bertuzzi – Foce del Po di Volano

Heute besuchen wir die Valli Bertuzzi im nördlichen Teil des Po Deltas und das Foce del Po di Volano. Es handelt sich hier um feuchte Zonen mit unzähligen Inseln – einer der schönsten Arme des Po, welcher von einer weiten dichten Schilfzone umgeben ist. Folgende Vogelarten werden hier am häufigsten beobachtet: Purpur- und Seidenreiher, Rohrweihe, Weiss- und Schwarzkopfmöwe, Flussseeschwalbe und Kormoran. Am Nachmittag besuchen wir die Süsswasserlagunen im Landesinneren bei Ostellato. Nach Möglichkeit beobachten wir hier Grau-, Rallen-, Seiden– und Nachtreiher sowie Haubentaucher und Sperlingsvögel im Schilf. Daneben gibt es die Stockente, Tafelente und Wildgans sowie Raubvögel wie Turmfalke, Rohrweihe, Eule und Steinkauz zu sehen.

 

3. Tag, Mittwoch, 03. Mai

Po di Goro

Am Vormittag besuchen wir Gebiete nördlich des Po di Venezia (Valle Scanarello, Valle Sagreda). Einem Mosaik aus Reisfeldern, Lagunen, Teichen (Valli) und Agrarland gilt unsere Aufmerksamkeit. Wir beobachten Vogelarten wie Stelzenläufer und Limikolen wie Seeregenpfeifer, Zwergstrandläufer, Sichelstrandläufer sowie verschiedene Enten. Am Nachmittag fahren wir auf dem von Schilf und Wäldern umgebenen Po di Goro flussabwärts. Hier beobachten wir Seiden-, Nacht-, Rallen-, Purpur- und Kuhreiher. Andere Arten denen wir begegnen sind: Bienenfresser, Wiedehopf, Austernfischer, Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Brandente, Zwerg- und Flussseeschwalbe, Weiss- und Schwarzkopfmöwen, Kiebitzregenpfeifer und verschiedene Limikolen wie Grünschenkel, Rotschenkel und Alpenstrandläufer.

 

4. Tag, Donnerstag, 4. Mai

Valli di Comacchio

Heute geht es auf eine Exkursion in die Valli di Comacchio, die wichtigste Feuchtzone für Wasservögel in Italien. Verschiedene Arten nisten nur an dieser Stelle. Wir beobachten Schwarzkopfmöwe, Dünnschnabelmöwe, Rüppel-, Brand-, Lach-, Zwerg-, Fluss-, Trauer- und Weissflügelseeschwalbe, Stelzenläufer, Säbelschnäbler und seit 2002 auch Flamingos. Anschliessend besuchen wir die umliegenden Felder mit vielen Brachflächen, Wirtschaftsgebäuden und Stromleitungen. Dort erwarten uns Blauracke, Steinkauz, Weidensperling und Schafstelzen. Entlang dem Südufer fahren wir zurück zum Hotel.

 

5. Tag, Freitag, 5. Mai

Valle Mandriole – Pialassa Della Baiona

Wir besuchen das Valle Mandriole im Süden der Valli di Comacchio, eine Süsswasserzone mit Teichen, wo viele Vogelarten vertreten sind. Nur wenige Minuten von diesem Gebiet entfernt befindet sich die rund 11km² Brackwasserlagune Pialassa Della Baiona mit grossartigen Ausblicken auf Kanäle, Brack- und Süsswasserteiche. Unsere kurze Wanderung führt uns unter anderem durch ein Waldgebiet mit schönem Singvogelbestand. Wir beobachten Bartmeise, Zwergscharbe, Moorente, Kolbenente, Dünnschnabelmöwe und viele Rohr- und Wiesenweihen, sowie verschiedene Reiherarten.

 

6. Tag, Samstag, 6. Mai

Lido degli Estensi – Bologna – Zürich

Am Morgen Besichtigung der aus dem 6. Jh. stammenden Benediktinerabtei von Pomposa. Damals war dieser Ort im Delta noch eine kleine bewaldete Insel mit einem angenehmen Mikroklima. Diese Abtei mit ihren unverputzten Backsteinwänden gleicht den Basiliken in Ravenna, die mit demselben Baumaterial errichtet worden sind.
Im Umland geniessen wir nochmals Pirol, Wiedehopf und andere Singvögel. Gegen Mittag erfolgt der Bustransfer zum Bahnhof von Bologna. Rückfahrt mit dem EuroStar nach Milano und mit dem EuroCity nach Zürich HB.