22. September - 02. Oktober 2017

22.09.17-02.10.17
Pauschalpreis pro Person
ab/bis Madrid
CHF 2650
ab/bis Wohnort CH) *
CHF 3350
Zuschlag Einzelzimmer
CHF 300
Beteiligung: mind./max. 10 Teilnehmende

Eingeschlossene Leistungen

  • * Bahnreise Wohnort - Paris - Barcelona - Madrid - Barcelona - Paris - Wohnort, 2.Klasse (Basis Halbtaxabonnement)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen 
  • Unterkunft in einem Mittelklassehotel (Madrid) und in einer einfachen Pension, Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück in Madrid
  • Frühstück, Lunchpakete und Abendessen während der Exkursionstage
  • Fachliche Leitung ab/bis Madrid
  • 5% für Projekte der Pro Natura

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder

Weitere Hinweise

 

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte.

Im Kantabrischen Gebirge Nordspaniens

Beobachtungen im Reich von Wolf, Braunbär und Wildkatze

mit Dr. Manuela Seifert und Tino Garcia Cayon

Diese Reise, auf der wir uns auf die Suche nach Iberischen Wölfe begeben, führt uns in den Nordwesten Spaniens. In den abgelegenen Hügel- und Bergketten Kantabriens mit seinen Mischwäldern, Heideflächen und Hochweiden leben über 70 Wölfe in mehreren Rudeln. Dank langjähriger Naturschutzbemühungen und einem naturnahen Tourismus, der wiederum ein Anreiz für die Lokalbevölkerung ist, hat sich die Wolfspopulation seit den 1970er Jahren vervielfacht.

Wir werden von örtlichen Naturschützern begleitet und an Stellen geführt, wo wir die besten Chancen haben Wölfe, aber auch kantabrische Braunbären, Wildkatzen und zahlreiche Vogelarten zu beobachten. Stets wird auf entsprechenden Abstand oder Deckung geachtet, um Störungen zu vermeiden.

Weitere Exkursionsziele sind der in Meeresnähe gelegene Naturpark «Marismas de Santoña» (Feuchtgebiet von nationaler Bedeutung, Rastplatz für Enten, Gänse, Limikolen und Möwen) sowie das geologische Reservat «Las Loras», wo verschiedene Arten von Greifvögeln und Gänsegeier leben.

Reiseprogramm

1. Tag, Freitag, 22. September

Zürich – Paris – Barcelona – Madrid

Um 07.34 Uhr Abfahrt mit dem TGV von Zürich HB via Paris (umsteigen) nach Barcelona und mit dem AVE weiter nach Madrid mit Ankunft um Mitternacht. (Die Bahnreise ab/bis Zürich ist nicht begleitet.) Am Bahnhof Madrid-Puerta de Atocha werden die Teilnehmer von Manuela Seifert begrüsst. Transfer zum Hotel und eine Übernachtung in Madrid.

 

2. Tag, Samstag, 23. September

Madrid – San Martin de Perapertu

Von Madrid aus geht es im Kleinbus etwa 4 Stunden, mit Halt unterwegs, in nördlicher Richtung nach Aguilar de Campoo. Von hier aus sind es nur noch wenige Kilometer zum Dorf San Martin de Perapertu, wo wir in einem gemütlichen, rustikalen Hotel wohnen. Der Ort befindet sich an der Grenze von den autonomen Regionen Castilla y Leon und Cantabria.

 

3. – 5. Tag, Sonntag – Dienstag, 24. – 26. September

Naturpark Montaña Palentina und Umgebung

Heute werden wir von unserem lokalen Führer, Tino Garcia Cayon, begrüsst. Zu Fuss erkunden wir mit ihm die reizvolle, leicht hügelige Landschaft an den Südhängen des Kantabrischen Gebirges mit ihren Eichenwäldern, Feldern und Weiden. Ab dem ersten Tag fahren wir mit Geländefahrzeugen hinauf in die Berge, zum Naturpark Montaña Palentina, dessen Kerngebiet etwa 180 km² gross ist. Wir bewegen uns auf einer Höhe von 1000–1800 m ü.M. Dort werden wir morgens früh an strategischen Punkten Ausschau halten. Mit etwas Glück zeigen sich die ersten Iberischen Wölfe. Aber auch Kantabrische Braunbären, Wildkatzen und zahlreiche Bergvogelarten leben in der Gegend.

Zu früher Stunde gibt es jeweils ein Frühstücksbuffet. Das Picknick wird mitgenommen. Die morgendlichen Beobachtungen an einem Ort dauern jeweils etwa 2 Stunden. Anschliessend durchstreifen wir die Berge auf der Suche nach Frass- und Kotspuren sowie von Fährten der drei Karnivoren und anderer Wildtiere. Wir erfahren Spannendes aus ihrem Leben, machen Vogelbeobachtungen und besuchen Gebiete mit montaner und subalpiner Vegetation sowie einige Gletschertäler mit ihren Bergbächen. Unterwegs gibt es auch mal einen Kaffeehalt in Cervera, Barruelo oder Aguilar de Campoo.

Falls es wettermässig in den Bergen schwierig werden sollte, könnte eine Exkursion nach Tierra de Campos und Lagunas de la Nava organisiert werden. Das etwa 1½ Stunden südlich gelegene Naturschutzgebiet hat einiges zu bieten. Auf weitläufigen Stoppelfeldern sammeln sich im Herbst Grosstrappen. Aber auch Lerchen, Steinkauz, mehrere Weihen- und möglicherweise Limikolenarten können im Gebiet beobachtet werden.

 

6. Tag, Mittwoch, 27. September

Feuchtgebiet Marismas de Santoña

In rund zwei Stunden erreichen wir die Kantabrische Küste und das wichtigste Feuchtgebiet von Nordspanien, Marismas de Santoña (6678 ha). Hier rasten im Herbst und Winter Tausende von Enten, Limikolen und Möwen. Auch grössere Gruppen von Löfflern suchen im Herbst nach Nahrung. Insgesamt konnten 121 Vogelarten im Gebiet gezählt werden. Von verschiedenen Punkten aus werden wir die Vogelwelt beobachten können. Das nahe gelegene Städtchen

Santoña ist einen Besuch wert. Der Ort ist vor allem bekannt für seine «anchoas en salazón», auf traditionelle Weise eingesalzene Sardellen.

 

7. Tag, Donnerstag, 28. September

Naturpark Montaña Palentina und Umgebung

Den heutigen Morgen werden wir erneut mit Ansitzen und Ausschau nach Wölfen verbringen, anschliessend geht es in den Hochtälern und entlang der Berghänge auf die Suche von Wildkatze und Co.

 

8. Tag, Freitag, 29. September

Naturpark Montaña Palentina und Umgebung

Zum letzten Mal geht es heute zuerst von einem Punkt aus auf die Suche von Wölfen und anderen Wildtieren, anschliessend zu Fuss und mit den Geländefahrzeugen durch Berg und Tal der abgelegenen Montaña Palentina-Bergwelt. Im Verlauf des Nachmittags kehren wir zu unserer Unterkunft zurück und haben noch etwas Zeit in der Umgebung herum zu streifen.

 

9. Tag, Samstag, 30. September

Reserva Geologica Las Loras

Eine Ganztagesexkursion führt uns heute zum geologischen Reservat Las Loras, das sich an der Grenze der Provinzen Burgos, Palencia und Cantabria befindet. Vor etwa 200 Millionen Jahren entstand hier ein Meeresboden, der anschliessend durch tektonische Auffaltungen und Erosion zum heutigen, faszinierenden geologischen  Landschaftsbild geformt wurde. Nebst grosser geologischer Vielfalt können wir verschiedene Greifvögel und auch Gänsegeier, die auf den Felsvorsprüngen nisten, entdecken.

 

10. Tag, Sonntag, 01. Oktober

San Martin de Perapertu – Madrid

Im Verlauf des Morgens fahren wir zurück nach Madrid. In Madrid haben wir noch die Gelegenheit, einen Rundgang durch das historische Zentrum zu unternehmen. Übernachtung in Madrid.

 

11. Tag, Montag, 02. Oktober

Madrid – Barcelona – Paris – Zürich

Frühmorgens Transfer zum Bahnhof Madrid-Puerta de Atocha. Rückfahrt mit AVE nach Barcelona und anschliessend mit TGV via Paris (umsteigen) nach Zürich HB