25. Februar - 10. März 2017

25.02.17-10.03.17
Pauschalpreis pro Person
CHF 6320
Zuschlag Einzelzimmer
CHF 580
Beteiligung: mind./max. 10 Teilnehmende

Eingeschlossene Leistungen

  • Linienflüge Zürich – Amsterdam – Quito – Amsterdam – Zürich / Gruppentarif
    inkl. Flughafentaxe (z.Z. CHF 353)
    Lokale Flüge Quito – Coca – Quito
  • Transfers, Bootsfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in Lodges sowie Mittelklass-hotels, Basis Doppelzimmer, Dusch/WC
  • Alle Mahlzeiten vom Abendessen am 25.02. bis zum Frühstück am 09.03.
  • Fachliche Leitung & Lokale Führung
  • 5% des Pauschalpreises für Projekte der Schweizerischen Vogelwarte Sempach

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder

Weitere Hinweise

 

Formalitäten
Reisepass, der mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum gültig sein muss

 

Wir fliegen mit KLM ROYAL DUTCH AIRLINES


Ecuador

Vogelparadies im Nordwesten Südamerikas

mit Dr. Manuela Seifert

Ecuador ist wahrhaftig ein Paradies für Vogelliebhaber – das südamerikanische Land beheimatet einen Sechstel aller Vogelarten weltweit. Mehr als 1600 verschiedene Vogelarten, zweimal soviel wie in Nordamerika und Europa zusammen, leben in diesem kleinen Andenland.

Durch den Einfluss der Meeresströmungen und die unterschiedliche Geografie haben sich verschiedene Klima- bzw. Vegetationszonen entwickelt, die wesentlich zur Artenvielfalt beigetragen haben. Diese Diversität auf kleinem Raum bietet optimale Bedingungen, um in kurzer Zeit viele Vogelarten beobachten zu können.

In den Nebelwäldern rund um Mindo finden sich interessante Arten wie der Anden-Felsenhahn oder die Goldkopf– und Kammtrogone. Das Wappentier Ecuadors ist der Anden-Kondor, welcher mit einer Flügelspannweite von drei Metern einer der grössten, fliegenden Vögel der Welt ist. Heute sind nur noch ein paar Hundert in den ecuadorianischen Anden zu Hause und einen Kondor zu Gesicht zu bekommen, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Ein weiterer majestätischer Vogel im Anden-Hochland ist der Streifenkarakara, welcher der Familie der Falken angehört und mit seinem leuchtend, orangen Gesicht, gelblichem Schnabel und weiss-schwarzen Flügeln und Körper einen imposanten Anblick abgibt. Ausserdem gibt es in Ecuador 120 verschiedene Kolibri-Arten, so viel wie fast nirgends sonst.

Reiseprogramm

1.Tag, Samstag, 25. Februar

Zürich – Amsterdam – Quito

Am frühen Morgen Linienflug von Zürich via Amsterdam nach Quito, wo wir am späteren Abend eintreffen. Von hier aus fahren wir in die nahe und schön gelegene Unterkunft bei Puembo.

 

2.Tag, Sonntag, 26. Februar

Alambi

Unsere erste Tagesexkursion führt uns zu den westlichen Ausläufern der Anden und dem Nebelwald-Reservat Alambi. Hier können wir an speziellen Futterstellen und auf einem Spa­ziergang zu einem Fluss Bekanntschaft mit einer Vielzahl an Kolibris und Tangaren machen. Arten wie Brustband- und Brauner Andenkolibri, Smaragdkolibri, Mennigohr-Bergtangare, aber auch Schwarzrückenwach­tel, Goldkopftrogon und Türkishäher sind kei­ne Seltenheit. Gegen Abend kehren wir nach Puembo zurück.

 

3. Tag, Montag, 27. Februar

Quito – Coca – Sacha Lodge

Von Quito bringt uns ein 25-minütiger Flug über die majestätischen Schneegipfel der Anden und ca. 2600 Meter tiefer hinein nach Amazonien. Ziel des Fluges ist die Hafenstadt Puerto Francisco de Orellana, im Land selbst «Coca» genannt. Hier empfängt uns ein loka­ler Guide und führt uns zu einem privaten Anlegeplatz. Nach einem Snack steigen wir in unser überdachtes Motor-Kanu und genies­sen eine zweistündige Reise auf dem sedi­mentreichen Napo, dem grössten Amanzonaszufluss Ecuadors. Nach der Ankunft im privaten Schutzgebiet der Sacha Lodge unternehmen wir einen ersten Spaziergang entlang eines erhöhten Weges durch den dichten, unter Wasser stehenden Palmenwald, wo oftmals Hoatzin, Riesenani und verschiedene Affenarten zu sehen sind. Der Weg führt zum Pilchicocha-See, einem Paradies im Sumpfwasser. Mit Kanus werden wir ins Dschungelinnere gepaddelt und erreichen unsere Unterkunft für die nächsten drei Übernachtungen. Sie befindet sich am Rande des Yasuni-Nationalparks, einem «Hotspot» der Biodiversität.

 

4./5.Tag, Dienstag/Mittwoch, 28. Februar/01. März

Sacha Lodge

Als Besonderheit kann die Sacha Lodge mit einem 43 m hohen Beobachtungsturm auf­warten. Eine weitere Attraktion ist der 275 Meter lange Baldachin-Gehweg in den Baum­kronen des Regenwaldes – 30 Meter über dem Boden! Zahlreiche bunte und seltene Vogelarten warten darauf entdeckt zu werden und mit etwas Glück lässt sich bei einem Spaziergang auf diesem Höhenweg sogar der Harpyie-Adler blicken.
Wir unternehmen in diesen Tagen verschiede­ne Exkursionen im 2300 ha grossen privaten Regenwald, durch Sumpfland, Seen und Flüsse, begleitet von lokalen Führern.

 

6.Tag, Donnerstag, 2. März

Sacha Lodge – Coca – Quito

Während unser Gepäck direkt zum Flugplatz in Coca befördert wird, nehmen wir wiederum den Wasserweg und verlassen die Lodge Richtung Puerto Francisco de Orellana. Nach einem kurzen Flug erreichen wir um die Mit­tagszeit die Hauptstadt Quito. Wir kehren zurück in unsere Unterkunft in Puembo, die über eine grosszügige und überaus vogel­reiche Gartenanlage verfügt, welche wir am Nachmittag ausgiebig erkunden werden.

 

7.Tag, Freitag, 3. März

Yanacocha Reservat – Mindo

Frühmorgens brechen wir zum Jocotoco Reservat bei Yanacocha (3400-4000 m.ü.M.) auf, das sich an den Flanken des Pichincha-Vulkans befindet. Auf einem Spaziergang suchen wir nebst Schwarzbrust-Bergtangare und Perlmanteltapaculo auch Andenguan, Rostroter Andenkolibri und den für die halb­feuchten Hochgebirgswälder charakteristi­schen Schwertschnabelkolibri.  Nach dem Mittagessen fahren wir hinab ins 1700 m.ü.M. gelegene Tandayapa-Tal und halten in den Bergnebelwäldern Ausschau nach Leisten­schnabeltukan, Rotstern-Brillantkolibri,  Gold­tangare und Schwarzschwingensaltator. Zu unserer hübschen Lodge Sachatamia ist es nicht mehr weit.

 

8.Tag, Samstag, 4. März

Mindo

Frühmorgens machen wir uns auf den Weg zu den Andenfelsenhähnen, die in einer geschützten Waldlichtung im Angel Paz Reser­vat bei ihren spektakulären Balztänzen ihr orange-schwarz-graues Gefieder zur Schau stellen. Anschliessend haben wir die Möglich­keit mehrere Arten von Ameisenpittas aus der Nähe zu sehen, unter anderem den Riesen­ameisenpitta. Nach diesen eindrücklichen Erlebnissen und dem Mittagessen verbringen wir den Nachmittag mit Beobachtungen im Berg-Nebelwald von Mindo, der sich auf einer Höhe von etwa 1200 bis 1700 m.ü.M. entlang der Andenflanken erstreckt. Hier leben u.a. begehrte Arten wie Schmuckhäher, Tukan-Bartvogel, Keulenpipra sowie Schwalbentan­gare, Grüntangare, Goldbrauen-Gimpelfink, Rötelkuckuck und Andenzwergkauz. Abends kehren wir zur Lodge zurück.

 

9.Tag, Sonntag, 5. März

Mashpi

Nach kurzer Fahrt erreichen wir die westli­chen Andenausläufer und die auf etwa 900 m.ü.M. gelegenen Wälder bei Mashpi. Sie gehören zu den vogelreichsten Tieflandregen­waldtypen. Endemische Arten des sogenann­ten Chocowaldes sind Hellschnabelarassari, Chocospecht und Rosenberg-Nachtschwalbe. Schirmvogel, Indigohakenschnabel und Edwardstangare sind nur einige der hier vorkommenden 600 Vogelarten. Nach einer ausgiebigen Vogelpirsch kehren wir am späteren Nachmittag zum Ausgangspunkt unserer Reise, dem östlich von Quito gelegenen Puembo-Tal, zurück, wo wir einmal übernachten.

 

10. Tag, Montag, 6. März

Quito – Papallacta – Guango

Ein anderes Landschaftsbild bietet die östli­che Andenkette, zu der es heute geht. Auf dem über der Baumgrenze gelegenen Papal­lactapass bietet sich ein wunderbarer Aus­blick auf den von Horstgräsern und Polster­pflanzen dominierten Páramo. Hier haben wir Chancen Kondor, Ecuador-Andenkolibri, Inkataucher oder Rotbauchhöhlenläufer zu entdecken. Nachmittags fahren wir hinab nach Guango, wo die Baeza-Strasse Ausgangspunkt für unsere Pirschgänge ist. An den Bergbächen leben Weisskopf-Wasseramsel und Sturzbachente, Tyrannenbaumsteiger klettern an moosverhangenen Baumstämmen. Schwertschnabel-Kolibri, Fleckenbauch-Avosettkolibri und Goldscheiteltangare sind ornithologische Leckerbissen der feuchten Gebirgswälder auf 2700-3000 m.ü.M. Unsere malerisch gelegene Unterkunft gilt als Paradies für Kolibri-Liebhaber. Nicht selten kann man hier bis zu 14 Arten beobachten.

 

11.Tag, Dienstag, 7. März

Guango – San Isidro

Nach morgendlichen Beobachtungen rund um die Lodge frühstücken wir und fahren erneut eine kurze Strecke. In der fruchtbaren Gegend von San Isidro und Cosanga auf einer Höhenstufe von etwa 2000 m ü.M. gibt es wieder eine andere Vogelwelt, u.a. Isidoradler, Zweifarbensperber, Gelbkehltangare, Bergtinamu, Strichelbaumspäher. Heute übernachten wir am Rande zweier Nebelwald-Schutzgebiete in San Isidro.

 

12.Tag, Mittwoch, 8. März

San Isidro – Guacamayos-Kordillere – Quito

Die Guacamayos–Kordillere befindet sich im Naturreservat Antisana (1900 – 2800 m ü.M.) und ist unter anderem ein bedeutendes Nah­rungsgebiet für zahlreiche Vögel. Hochland­motmot, Goldbandkotinga, Graukappen-Ameisenpitta und Schwarzschnabeltukan brü­ten hier. Nach dem Mittagessen in San Isidro treten wir die rund 2-stündige Rückfahrt Rich­tung Quito an und übernachten im Hotel Quito.

 

13./14. Tag, Donnerstag/Freitag, 9./10. März

Quito – Amsterdam – Zürich

Den Morgen verbringen wir mit einem Spa­ziergang durch die sehenswerte Altstadt von Quito, deren historische Bauten aus der Kolonialzeit von der Unesco bereits 1978 zum Weltkulturerbe erhoben wurden. Am Nachmittag Rückflug Richtung Europa. Anderntags Ankunft in Amsterdam und Anschlussflug nach Zürich.