03. – 08. September 2017

03.09.17-08.09.17
Pauschalpreis pro Person
CHF 2650
Zuschlag Einzelzimmer
CHF 450
Beteiligung: mind. 15 Gäste

Eingeschlossene Leistungen

  • Linienflüge Zürich – Manchester //
    Edinburgh – Zürich, Gruppentarif
  • Taxen/Treibstoffzuschlag (zz. CHF 124)
  • 1 Aufgabegepäckstück 23 kg
  • 4 Nächte im 4-Sterne Macdonald Old England Hotel & Spa, Bowness-on-Windermere
  • 1 Nacht in einem 4-Sterne Hotel in Peebles
  • Frühstücksbuffet in den Hotels
  • 2 Abendessen in den Hotels
  • 2 Abendessen unterwegs (1. + 4. Tag)
  • 1 leichtes Mittagessen (Levens Hall)
  • Bus für Transfers und Ausflüge
  • Eintritte gemäss Reiseprogramm
  • Reiseleitung durch Dr. Francis Rossé

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullierungskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle
    (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder

Weitere Hinweise

 

Formalitäten

Gültige(r) Reisepass oder Identitätskarte.

 

Unterkunft

Das Macdonald Old England Hotel & Spa gehört zur gehobenen Kategorie der Mac-donald Gruppe. Es ist im englischen Stil eingerichtet und liegt direkt am Ufer des Sees am Rande der Ortschaft Bowness-on-Windermere. Ein grosszügiger Spa-Bereich mit einem Hallenbad sowie zwei Restaurants sind weitere Merkmale dieses Hotels. Vom Hotel und seinem Garten aus kann man wunderbar die Landschaft sowie die Schiffe und Boote auf dem See beobachten. Bitte beachten Sie: Service, Technik und Einrichtung in englischen Hotels, auch der gehobenen Klasse, lassen sich nicht immer mit vergleichbaren Häusern in der Schweiz oder anderen Regionen Europas messen. Dafür wird der «British Way of Life» in diesen englischen Traditionshäusern vortrefflich inszeniert. Wir haben für Sie Zimmer mit Seesicht reserviert.

 

Wir fliegen mit Swiss International Air Lines

Der Lake District und Südschottland

in den Farben des Herbstes

mit Francis Rossé

Nördlich von Manchester liegt die Hügel- und Berglandschaft des Lake Districts als Bestandteil der Grafschaft Cumbria. An manchen Orten erinnert das Gebiet mit den zahlreichen Seen an das Berner Oberland oder das Engadin. Gletscher haben einem Hobel gleich die Berge und Täler vor langer Zeit in rundliche Formen geschliffen. Im herbstlichen Licht kommt die Seenlandschaft mit den Wäldern, kargen Bergmatten und den für die Landschaft so typischen Steinmauern besonders gut zur Geltung. Bis ins 19. Jahrhundert lebte die Bevölkerung von der Landwirtschaft, insbesondere von der Schafzucht. Die robusten Herdwick-Schafe, die mit dem zuweilen rauen Klima und der unwegsamen Topografie besonders gut zurechtkommen, prägen bis heute das Landschaftsbild. Erst das Industriezeitalter mit der Eisenbahn und den Dampfschiffen brachte der Region einen neuen Wirtschaftszweig: den Tourismus. Fährt man weiter nach Norden, folgt die südschottische Region Dumfries mit ihren sanft gewellten Hügeln. Es ist eine dünn besiedelte Landschaft mit kulturellen Überraschungen wie dem Drumlanrig Castle oder dem «Garden of Cosmic Speculation».

Reiseprogramm

1. Tag, Sonntag, 03. September

Zürich – Manchester – Bowness-on-Windermere

Am Abend direkter Linienflug mit Swiss nach Manchester. Auf unserer rund zweistündigen Busfahrt nach Bowness-on-Windermere machen wir Halt für ein Abendessen. Der Lake Windermere ist der grösste natürliche See Englands. Während früher hier sogar Wasserflugzeuge landeten und ein schickes Dampfboot gleichbedeutend war wie heute ein Luxuswagen vor der eigenen Garage, so steht jetzt mehr und mehr der Natur- und Landschaftsschutz im Vordergrund. Längst sind die Zeiten vorbei, als auf den Seen im Lake District Geschwindigkeitsrekorde mit Rennbooten aufgestellt wurden; so verändert sich die Zeit! Zimmerbezug für vier Nächte im Macdonald Old England Hotel & Spa, das direkt am Ufer des Sees gelegen ist.

 

2. Tag, Montag, 04. September

Coniston Water – Brantwood – Rydal Mount and Gardens

Heute erkunden wir das Innere des Lake Districts. Wir fahren auf schmalen Strässchen an einen weiteren See, zum Coniston Water. Hier hat sich John Ruskin (1819–1900) einen Lebenstraum erfüllt und in der Abgeschiedenheit der Natur seinen Alterssitz Brantwood gekauft und ausgebaut. Ruskin, ein intellektuelles Multitalent, hat die Kunstgeschichte mit seinen wissenschaftlichen Arbeiten geprägt. Er war ein wichtiger Vordenker der Arts and Crafts Bewegung, die im kunstvollen Handwerk eine Gegenbewegung zur Industrialisierung mit ihrer Massenproduktion sah. Das nahe Manchester mit seinen Fabriken und Arbeiterslums führte damals vor Augen, wie sich das Industriezeitalter auf Mensch und Natur auswirkte.
Brantwood erreicht man am besten per Schiff. Für die Hinfahrt gehen wir an Bord des historischen Dampfboots Gondola. Während wir es uns auf den Plüschsesseln gemütlich machen, nimmt das Boot mit der schlangenartigen Galionsfigur Kurs Richtung Brantwood. Das Anwesen liegt beschaulich über Coniston Water. Die verschiedenen Garten-, Park- und Waldbereiche laden zum Spaziergang ein. Im Haus erhalten wir zahlreiche Hinweise auf das facettenreiche Leben von Ruskin, das ihn zum Rheinfall bei Schaffhausen und über die Alpen bis nach Venedig führte.
Am Nachmittag legen wir einen Halt in Rydal Mount ein. Hier lebte der Dichter William Words-worth von 1813 bis 1850. Rydal Mount strahlt eine grosse Behaglichkeit aus. Der romantische Garten, der das Haus umgibt, trägt wesentlich zu diesem Empfinden bei.
Eine weitere 40-minütige Schifffahrt ab Ambleside, am Nordende des Sees, bringt uns zurück nach Bowness-on-Windermere. Gemeinsames Abendessen im Macdonald Old England Hotel & Spa.

 

3. Tag, Dienstag, 05. September

Holehird Gardens – Blackwell – Levens Hall

Etwas ausserhalb von Bowness-on-Windermere in leichter Hanglage über dem See liegen das Wohnhaus Blackwell und der Schaugarten Holehird. Dieser wurde, ausgehend von einem verwahrlosten Landsitz von 1860, in den vergangenen Jahrzehnten von den Mitgliedern der Lakeland Horticultural Society in Fronarbeit auf- und kontinuierlich ausgebaut. Prägende Elemente sind ein grosszügiger Stein- und Heidegarten sowie ein «Walled Garden». Die Gestaltung der Anlage und die Pflanzen wurden so gewählt, dass sie dem regenreichen Klima des Lake Districts entsprechen.
Das Wohnhaus Blackwell, etwas seeabwärts von Bowness gelegen, ist eine beeindruckende Ikone der Arts and Crafts Bewegung. Entworfen wurde das grossbürgerliche Wohnhaus von Mackay Hugh Baillie Scott, einem Weggefährten von Charles Rennie Mackintosh. Architektur und Kunsthandwerk fliessen bis ins kleinste Detail ineinander über, die sanften Übergänge zum Garten und zur Landschaft unterstützen den harmonischen Eindruck. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Baillie Scott auch in der Schweiz ein Haus gebaut hat: Die Villa Waldbühl Uzwil für die Industriellenfamilie Bühler.
Am Rande des Lake Districts liegt Levens Hall mit dem berühmten Topiary-Garten. Phantasievoll geschnittene Sträucher und Bäume sind das Merkmal dieses Gartentyps und in Levens Hall sind besonders prächtige Exemplare davon zu bestaunen. Der Garten geht zurück auf das Jahr 1694. Beim Spaziergang durch den Garten werden die Grenzen fliessend; sind wir noch in einem Garten oder eher schon in einer Skulpturenausstellung?
Vom südlichen Ende des Sees fahren wir per Schiff wieder zurück nach Bowness-on-Windermere und erhalten so den besten Blick auf die bewaldete Uferlandschaft. Nach der Ankunft steht der Abend zur freien Verfügung.

 

4. Tag, Mittwoch, 06. September

Kirkstone Pass – Ullswater – Dalemain Estate – Glenridding

Heute erleben wir die Landschaft des Lake Districts erneut auf vielfältige und intensive Art. Mit dem Bus fahren wir über den Kirkstone Pass zum Ullswatersee. In Glenridding besteigen wir das Dampfschiff und lassen uns nach Pooley Bridge bringen. Es gibt keine bessere Art, diese Seenlandschaft mit den sanften Hügeln zu erleben. Bauernhöfe, Steinmauern und wenige kleine Siedlungen beleben die Szenerie. Hier wird deutlich, wie gut es gelungen ist, durch planerische Vorgaben und eine vorausschauende Gesetzgebung die ursprüngliche Schönheit dieser Landschaft zu schützen. Einen wichtigen Stellenwert nimmt dabei die Kinderbuchzeichnerin Beatrix Potter ein. Nach ihrer Kindheit und Jugend in London zog sie in den Lake District und war zeit-lebens in diese Landschaft verliebt. Sie förderte die Schafzucht und unterstützte den National Trust bei seinen Schutzbemühungen.
Von Pooley Bridge ist es nur eine kurze Busfahrt zum herrschaftlichen Anwesen von Dalemain. Beeindruckend ist die schlichte Fassade aus dem Jahr 1744. Dieses Anwesen liegt bezeichnenderweise schon ausserhalb des eigentlichen Lake Districts. Für den Adel war die unwegsame Berg- und Seenlandschaft kein Ort der Begierde. Noch kaum jemand ahnte in der Mitte des 18. Jahrhunderts, dass die Dampfmaschine mit Eisenbahn und Schiffen den Charakter des Lake Districts in wenigen Jahrzehnten grundsätzlich verändern wird. Die Touristen entdeckten die Landschaft für Ausflüge und das Bürgertum zum Wohnen. Aus dem hässlichen Entlein wurde allmählich der schöne Schwan…
Am südlichen Ende des Ullswatersees liegt das Hotel Inn on the Lake. In diesem traditionsreichen Haus kann man wunderbar nachempfinden, wie die bürgerliche Gesellschaft des frühen 20. Jahrhunderts den Lake District erlebte. Im bequemen Ohrenfauteuil bewunderte man, fast wie im Kinosessel, die wilde, unwegsame Landschaft; im Hintergrund das Cheminée-Feuer und vor sich die Panoramafenster zum See und zu den Bergen, um sich anschliessend in den Speisesaal für das Dinner zu begeben. Auch wir lassen diese Atmosphäre auf uns wirken und geniessen hier das gemeinsame Abendessen.

 

5. Tag, Donnerstag, 07. September

Garden of Cosmic Speculation – Drumlanrig Castle – Peebles

Der heutige Tag ist Südschottland gewidmet. Diese Landschaft wird durch ihre Lage zwischen dem Lake District und den schottischen Borders und Highlands von den meisten Reisenden gar nicht wahrgenommen. Dabei hat die Region um Dumfries so viel zu bieten. Dazu gehört der Garden of Cosmic Speculation. Hier hat der Architekturtheoretiker und Gartengestalter Charles Jencks ein eigenwilliges, zuweilen futuristisch anmutendes Garten- und Parkparadies geschaffen. Eindrucksvoll sind die sichelförmigen Hügel und Wasserbecken. Der Spaziergang durch dieses Paradies wird zu einem Landschafts-erlebnis zwischen Traum und Wirklichkeit. Jencks wurde 1939 geboren und hat ein vielbeachtetes Buch zur Postmoderne in der Architektur veröffentlicht. Vor einigen Jahren hat er auch den Park des Museums für Moderne Kunst in Edinburgh in seinem Stil gestaltet.
Traditioneller geht es beim zweiten Besuch zu und her: Das Drumlanrig Castle, das von 1679 bis 1689 im Stil der späten Renaissance gebaut wurde. Durch die relativ kurze Bauzeit wirkt der rötliche Sandsteinbau wie aus einem Guss. Es ist das Stammschloss des Montagu Douglas Scott Clans. Hier befindet sich eine berühmte Bildersammlung mit dem Portrait der lesenden Dame von Rembrandt. Aus verschiedenen Epochen stammen die Gärten. Erwähnenswert sind der formale Garten, der Rosengarten aus dem 17. Jahrhundert, das viktorianische Gewächshaus und die Rhodo-dendrensammlung.
Von Drumlanrig fahren wir weiter nach Peebles für die letzte Übernachtung auf dieser Reise. Das Hotel liegt etwas ausserhalb der Ortschaft in einer unverbauten und typisch hügeligen Landschaft Südschottlands. Gemeinsames Abendessen im Hotel.

 

6. Tag, Freitag, 08. September

Peebles – Botanischer Garten von Edinburgh – Rückflug nach Zürich

Der letzte Tag ist der Rückreise gewidmet. Wir fahren zum Stadtrand von Edinburgh, wo wir den weltberühmten Botanischen Garten besuchen. Vom höchsten Punkt kann man in der Ferne die Silhouette der Burg von Edinburgh erkennen. Vom Botanischen Garten ist es nur noch ein kurzer Transfer zum Flughafen von Edinburgh. Von hier erfolgt der Direktflug mit Swiss nach Zürich.