AUSGEBUCHT

Unbekanntes Nordspanien

Beobachtungen im Reich von Wolf, Braunbär und Wildkatze

Diese Reise, auf der wir uns auf die Suche nach Iberischen Wölfe begeben, führt uns in den Nordwesten Spaniens. In den abgelegenen Hügel- und Bergketten Kantabriens mit seinen urwaldähnlichen Eichen- und Buchenwäldern, Heideflächen und Hochweiden leben über 70 Wölfe in mehreren Rudeln. Dank langjähriger Naturschutzbemühungen und einem naturnahen Tourismus, der wiederum ein Anreiz für die Lokalbevölkerung ist, hat sich die Wolfspopulation seit den 1970er Jahren vervielfacht. Auch die Hirschbrunft, die im September in vollem Gange ist, gehört zu einem der Höhepunkte.Wir werden von örtlichen Naturschützern begleitet und an Stellen geführt, wo wir die besten Chancen haben Wölfe, aber auch kantabrische Braunbären, Wildkatzen und zahlreiche Vogelarten zu beobachten. Stets wird auf entsprechenden Abstand oder Deckung geachtet, um Störungen zu vermeiden. Auf Pfaden und Waldwegen hinterlassen zahlreiche Wildtiere ihre Spuren. Wir lernen sie zu deuten. Weitere Exkursionsziele sind der in Meeresnähe gelegene Naturpark «Marismas de Santoña» (Feuchtgebiet von nationaler Bedeutung, Rastplatz für Enten, Gänse, Limikolen und Möwen) sowie das geologische Reservat «Las Loras», wo verschiedene Arten von Greifvögeln und Gänsegeier leben.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag, Freitag, 07. September

Zürich – Paris oder Lyon – Barcelona – Madrid

Um 07.34 Uhr Abfahrt mit dem TGV von Zürich HB via Paris oder Lyon (umsteigen) nach Barcelona und mit dem AVE weiter nach Madrid mit Ankunft um Mitternacht. (Die Bahnreise ab/bis Zürich ist nicht begleitet.) Am Bahnhof von Madrid-Puerta de Atocha werden die Teilnehmer von Manuela Seifert begrüsst. Transfer zum Hotel und eine Übernachtung in Madrid.

2. Tag, Samstag, 08. September

Madrid – San Martin de Perapertu

Von Madrid aus geht es im Kleinbus etwa 3 bis 4 Stunden, mit Beobachtungen unter-wegs, in nördlicher Richtung nach Aguilar de Campoo. Von hier aus sind es nur noch wenige Kilometer zum Dorf San Martin de Perapertu, wo wir in einem gemütlichen, rustikalen Hotel wohnen. Der Ort befindet sich an der Grenze der autonomen Regionen Castilla y Leon und Cantabria.

3. – 5. Tag, Sonntag – Dienstag, 09. – 11. September

Naturpark Montaña Palentina und Umgebung

Als Auftakt erkunden wir die reizvolle, leicht hügelige Landschaft an den Südhängen des Kantabrischen Gebirges, mit ihren Eichenwäldern, Feldern und Weiden, zu Fuss. Ab dem ersten Nachmittag fahren wir mit Geländefahrzeugen hinauf in die Berge, zum Naturpark Montaña Palentina, dessen Kerngebiet etwa 180 km² gross ist. Wir bewegen uns auf einer Höhe von 1000–1800 m.ü.M. Dort werden wir nachmittags bis zur Dämmerung an strategischen Punkten Ausschau halten. Mit etwas Glück zeigen sich die ersten Iberischen Wölfe. Aber auch Kantabrische Braunbären, Wildkatzen und zahlreiche Bergvogelarten leben in der Gegend.

Morgens gibt es jeweils ein Frühstücksbuffet. Das Picknick wird mitgenommen. Die morgendlichen Beobachtungen an einem Ort dauern jeweils etwa 2 Stunden. Anschliessend durchstreifen wir die Berge auf der Suche nach Frass- und Kotspuren, sowie von Fährten der drei Karnivoren und anderer Wildtiere. Wir erfahren Spannendes aus ihrem Leben, machen Vogelbeobachtungen und besuchen Gebiete mit montaner und subalpiner Vegetation, sowie einige Gletschertäler mit ihren Bergbächen. Unterwegs gibt es auch mal einen Kaffeehalt in Cervera, Barruelo oder Aguilar de Campoo.

Falls es wettermässig in den Bergen schwierig werden sollte, könnte eine Exkursion nach Tierra de Campos und Lagunas de la Nava organisiert werden. Das etwa 1½ Stunden südlich gelegene Naturschutzgebiet hat einiges zu bieten. Auf weitläufigen Stoppelfeldern sammeln sich im Herbst Grosstrappen. Aber auch Lerchen, Steinkauz, mehrere Weihen- und möglicherweise Limikolenarten können im Gebiet beobachtet werden.

6. Tag, Mittwoch, 12. September

Feuchtgebiet Marismas de Santoña

In weniger als einer Stunde erreichen wir die Kantabrische Küste und das wichtigste Feuchtgebiet von Nordspanien, Marismas de Santoña (6678 ha). Hier rasten im Herbst und Winter Tausende von Enten, Limikolen und Möwen. Auch grössere Gruppen von LöffIern suchen im Herbst nach Nahrung. Insgesamt konnten 121 Vogelarten im Gebiet gezählt werden. Von verschiedenen Punkten aus werden wir die Vogelwelt beobachten können. Das nahe gelegene Städtchen Santoña ist einen Besuch wert. Der Ort ist vor allem bekannt für seine «anchoas en salazón», auf traditionelle Weise eingesalzene Sardellen.

7. Tag, Donnerstag, 13. September

Naturpark Montaña Palentina und Umgebung

Den heutigen Morgen werden wir erneut mit Ansitzen und Ausschau nach Wölfen verbringen, anschliessend geht es in den Hochtälern und entlang der Berghänge auf die Suche von Wildkatze und Co.

8. Tag, Freitag, 14. September

Reserva Geologica Las Loras

Eine Ganztagesexkursion führt uns heute zum geologischen Reservat Las Loras, das sich an der Grenze der Provinzen Burgos, Palencia und Cantabria befindet. Vor etwa 200 Millionen Jahren entstand hier ein Meeres-boden, der anschliessend durch tektonische Auffaltungen und Erosion zum heutigen, faszinierenden geologischen Landschaftsbild geformt wurde. Nebst grosser geologischer Vielfalt können wir verschiedene Greifvögel und auch Gänsegeier, die auf den Felsvorsprüngen nisten, entdecken.

9. Tag, Samstag, 15. September

Naturpark Montaña Palentina und Umgebung

Zum letzten Mal auf unserer Reise geht es am heutigen Tag zuerst von einem Punkt aus auf die Suche nach Wölfen und anderen Wildtieren. Später erkunden wir zu Fuss oder auch mit den Geländefahrzeugen die faszinierende Naturlandschaft der abgelegenen Montaña Palentina-Bergwelt. Im Verlauf des Nachmittags kehren wir zu unserer Unterkunft zurück. Es bleibt noch etwas Zeit, um auf eigene Faust in der Umgebung herumzustreifen.

10. Tag, Sonntag, 16. September

San Martin de Perapertu – Madrid

Im Verlauf des Morgens starten wir unsere Rückreise und fahren zurück zum Hotel in Madrid. In der Landeshauptstadt haben wir genügend Zeit für einen Rundgang durch das historische Zentrum und die Besichtigung deren Sehenswürdigkeiten. Übernachtung in Madrid.

11. Tag, Montag, 17. September

Madrid – Barcelona – Paris oder Lyon – Zürich

Frühmorgens Transfer zum Bahnhof Madrid-Puerta de Atocha. Rückfahrt mit AVE nach Barcelona und anschliessend mit TGV via Paris oder Lyon (umsteigen) nach Zürich HB.

Dr. Manuela Seifert Fachliche Leitung
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Highlights

  • Iberischer Wolf
  • Hirschbrunft
  • Spurenlesen
  • ursprüngliche Bergwelt Nordspaniens

Leistungen

  • * Bahnreise Wohnort - Paris oder Lyon - Barcelona - Madrid und zurück, 2. Klasse, (Basis Halbtaxabonnement)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in einer einfachen Pension, Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Lunchpakete während der Exkursionstage
  • Fachliche Leitung ab/bis Madrid
  • 5% des Pauschalpreises für Pro Natura

Weitere Hinweise:

Formalitäten

Gültiger Pass oder gültige Identitätskarte

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Annullierungskostenversicherung mit SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten
  • Getränke
  • Trinkgelder