Sextner Dolomiten

Unüberwindlich scheinende Felszinnen über dichten Fichten- und Lärchenwäldern, über tiefeingeschnittenen Tälern mit naturnah bewirtschafteten Almwiesen; dies ist die wildschöne Landschaft der Sextner Dolomiten, die Nordostpfeiler der Dolomiten. Grandios darin die formenreichen Gipfel der Drei Zinnen (2999 m) und der «Sextner Sonnenuhr» (Elfer-, Zwölfer- und Einserkofel, 3094 m). Kein Wunder, dass ladinische Sagen von längst untergegangenen Reichen und von versteinerten Paradiesen zu berichten wissen. Aber paradiesisch ist die Landschaft auch heute für jeden Naturfreund, der durch die blumenreichen Lärchenwiesen wandert, wo auf die Soldanellen- und Krokusblüte, Maiglöckchen, Feuerlilien, Gras-Türkenbund, Akelei, Paradieslilien, Arnika und Bergastern folgen. Staunenswert und wundersam sind die Pionierpflanzen, welche selbst in Felsspalten und auf Schutthalden wachsen, darunter das Blütenwunder der Schopfigen Teufelskralle, des Rhätischen Mohns, des Rundblättrigen Täschelkrautes, aber auch des Dolomiten-Mannsschilds, des Dolomiten-Fingerkrautes, der Dolomiten-Schafgarbe und andere. Der Beiname «Dolomiten» sagt aus, dass es sich hier um Endemiten handelt, welche in den steilen, die Gletscherströme überragenden Südwänden die Eiszeit überdauert haben. Viele weitere Biotope wie die Karstgebiete, wie sie im Naturpark von Fanes-Sennes-Prags anzutreffen sind, oder die Übergangszone zwischen Wald und freien Almmatten sowie die Hochebenen bieten wiederum Raum für eine ganz andere, überaus reiche Floren- und Tierwelt. Jedenfalls eine der schönsten Gebirgslandschaften der «Dolomitischen Felsarchitektur».

Reisedaten

Reisetermin 2018 sowie Pauschalpreis auf Anfrage. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

 

Reiseprogramm

1. Tag, Sonntag, 17. Juni

Zürich – Innsbruck – Moos

Um 08.40 Uhr Abfahrt mit dem EuroCity von Zürich HB nach Innsbruck und weiter via Fortezza/Franzensfeste nach San Candido/Innichen. Anschliessend Fahrt mit dem Bus über den Hauptort Sexten (1310 m) zum reizvollen Dorf Moos (1339 m), rund 2 km von Sexten. Hier finden wir für die ganze Woche Unterkunft in einem gastfreundlichen, kleineren Hotel, wo wir auch kulinarisch verwöhnt werden.

2. Tag, Montag, 18. Juni

Pragser Wildsee – Grünwaldalm

Frühmorgens fahren wir mit dem Bus von Sexten zum sagenumwobenen Pragser Wildsee (1494 m) zuhinterst im Innerpragsertal. Dies ist einer der schönsten Gebirgsseen der Dolomiten; eingebettet in einem abgeschlossenen Kessel von steilen Felswänden, wie der 1000 m hohen Nordwand des Seekofels, den Felsabstürzen des Apostels und des Herrsteins. Auf der leichten Wanderung rund um den See können wir in Felsspalten und auf Schutthalden bereits erste seltene Pflanzen entdecken, wie das blaue Mänderle (Paederota bonarota) oder die Schopfige Teufelskralle. Nach einem kurzen Aufstieg erreichen wir zur Mittagsrast die Grünwaldalm (1600 m). Nachdem wir den Ausgangspunkt wieder erreicht haben, bringt uns der Bus zurück nach Sexten.

3. Tag, Dienstag, 19. Juni

Rotwandwiesen – Kreuzbergpass

Von Bad Moos bringt uns die Rotwandkabinenbahn zur Bergstation Rotwandwiesen (1924 m). Auf einem bequemen Höhenweg, vorbei an den Geröllhängen der Rotwandköpfe und zwischen bewachsenen Felsblöcken, wandern wir der Waldgrenze entlang und geniessen den Blick hinüber zum Karnischer Kamm. Unter der grandiosen Sextner Rotwand sowie den beeindruckenden Wänden des Neunerkofels und des Arzalpenkopfes, durch romantische Blocklandschaft (Zwergalpenrose, Rundblättriges Täschelkraut und Gestreifter Seidelbast) steigen wir durch einen lichten Lärchenwald zum Kreuzbergpass (1636 m) ab. Dem Sextener Bach entlang wandern die «Nimmermüden» zurück nach Sexten. Die anderen fahren mit dem Linienbus hinunter nach Moos.

4. Tag, Mittwoch, 20. Juni

Helm – Karnischer Kamm – Hornischegg

Zu Fuss gehen wir zur Talstation der Gondelbahn, welche uns von Sexten zur Helm-Bergstation (2041 m) bringt. Hier präsentieren sich nicht nur die berühmten Felskolosse der «Sextner Sonnenuhr» in überwältigender Weise, sondern auch überraschende Ausblicke in die vergletscherten Zentralalpen. Vom höchsten Aussichtsberg, dem Hornischegg (2550 m) wird uns der einheimische Führer die Berge und Täler erklären. Wir hören viel Wissenswertes über die Geologie dieser Dolomiten-Landschaft, über die verschiedenen Lebensräume, über Flora und Fauna wie auch über die Bemühungen, die sogenannten «Grenzertragsböden» naturnah zu erhalten. Später führt unsere Wanderung durch Bergwald, zauberhafte Lärchenwälder und über blumenreiche Heuwiesen über die Klammbachalm (1944 m) hinunter ins Tal nach Sexten. Heute entdecken wir keine Kalkpflanzen, dafür Klebrige- und Zwergprimel und Moschusschafgarbe. Wer möchte kann auch wieder mit der Seilbahn zurückfahren.

5. Tag, Donnerstag, 21. Juni

Innichen – Toblach

Vom Hotel weg wandern wir hinauf zu den eindrucksvollen Stammhöfen der Familien Tschurtschenthaler und Innerkofler bis zur Waldkapelle. Dem Rücken des Burgwaldes entlang geht es nun hinunter nach Innichen. Auf einem herrlichen Rastplatz bei der «Burg» geniessen wir unser Picknick, bevor wir die Stiftskirche und das Franziskanerkloster von Innichen besuchen. Anschliessend wandern wir ins nahe gelegene Toblach und besuchen im Kulturzentrum die Naturpark-Ausstellung. Der Linienbus bringt uns nach Sexten zurück.

6. Tag, Freitag, 22. Juni

Plätzwiese – Knappenfusstal

Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Bus ins Altpragsertal bis zur Plätzwiese (1991 m). Dieses grüne Hochplateau ist umrahmt von einer eindrucksvollen Bergkulisse. Entlang dem Hochplateau wandern wir hinauf bis zum Strudelkopf (2307 m). Wir werden belohnt durch ein Panorama von den drei Zinnen über den Monte Cristallo bis zur Croda Rossa. Beim Abstieg zur Dürrensteinhütte (2040 m) begegnen wir einer einmaligen Flora (u.a. Edelweiss, Österreichische Schwarzwurzel). Nach der Mittagsrast in diesem gemütlichen Berghaus machen wir uns an den Abstieg ins wildromantische Knappenfusstal (1523 m). Von hier Rückfahrt mit dem Bus nach Sexten.

7. Tag, Samstag, 23. Juni

Auronzo Hütte – Drei Zinnen

Heute haben wir eine der schönsten Wanderungen in den Sextner Dolomiten vor uns. Der Bus bringt uns via Toblach und das Valle di Landro hoch zur Auronzo-Hütte (2320 m) auf der Südseite der berühmten Drei Zinnen. Auf gutem Bergweg – die grandiose Felskulissen stets um uns – geht es entlang von Schutthalden, wo wir immer wieder bestaunenswerte Pionierpflanzen entdecken (Rätischer Mohn, Dolomiten-Fingerkraut, Dolomiten- und Weisse Schafgarbe und Edelweiss). Von der Dreizinnenhütte (2405 m) erreichen wir auf einem Felsplateau den malerischen Bödensee. Der Abstieg erfolgt zuerst über einen felsigen Pfad hinunter zur Talschlusshütte (1548 m) durch einen märchenhaften Lärchenwald. Durch das Fischleintal, dem südlichen Seitenast des Sextentales, erreichen wir den Fischleinboden (1454 m) und später wieder Sexten. Wer das letzte Stück vom Fischleinboden bis ins Dorf nicht zu Fuss gehen möchte, nimmt den Linienbus.

8. Tag, Sonntag, 24. Juni

Moos – Innsbruck – Zürich

Morgens Bustransfer nach San Candido/Innichen. Um 09.50 Uhr Abfahrt via Fortezza/Franzensfeste nach Innsbruck und weiter mit dem Railjet nach Zürich HB mit Ankunft um 17.20 Uhr.

Astrid Thurner Fachliche Leitung
Reise merkenentfernen
Natur

Highlights

Pragser Wildsee

Grünwaldalm

Kreuzbergpass

Felskolosse der «Sextner Sonnenuhr»

Hornischegg

Berühmte «Drei Zinnen»

Pionierpflanzen

Leistungen

  • Bahnreise Wohnort – Innsbruck – Franzensfeste und zurück 2. Klasse (Basis Halbtaxabonnement)
  • Sitzplatzreservationen
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in einem Mittelklassehotel Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Lokale Führung am 4. und 5. Tag
  • Fachliche Leitung
  • 5% für Projekte der Pro Natura

Weitere Hinweise

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte.

Wanderung

Die Touren sind mittelschwer und eine gute Wanderkondition ist erforderlich (steile Abstiege). Die Wanderzeiten sind ca. 3 bis 6 Stunden pro Tag plus ca. 1½ bis 2 Stunden Botanisieren. Es wird auf guten Bergwegen gewandert. Gute, hohe Wanderschuhe und evtl. Wanderstöcke sind unerlässlich.

Bei einigen Touren besteht die Möglichkeit zurück nach Sexten mit dem Linienbus bzw. mit der Seilbahn zu fahren.

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Annullierungskostenversicherung mit SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • Bahnticket Franzensfeste - Innichen und zurück (vor Ort lösen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder