Po-Delta

Ramsar-Schutzgebiet an der Adria

Das Quellgebiet des Po liegt in den Cottischen Alpen (Piemont) am Fusse des Monviso auf 2020 m über dem Meer. Auf seinem 652 km langen Lauf durchquert der Fluss ganz Oberitalien. Sein Einzugsgebiet umfasst 72’000 km², was einem Viertel der italienischen Landesfläche entspricht! Die geschiebe- und sedimentreichen Zuflüsse aus den Alpen sind denn auch massgebend und stetig an der Deltabildung beteiligt. Bevor der Po in die Adria mündet, teilt er sich in sechs Arme, eine herrliche Deltalandschaft mit Lagunen, Kanälen, Schilfwald und salzhaltigen Böden – ideale Lebensräume für die Vogelwelt.Im Bereich des Po-Delta liegen international und national bedeutende Überwinterungs-, Rast- und Brutplätze für Vögel – bisher wurden über 300 Arten festgestellt. Besonders bemerkenswert sind grosse Kolonien von Nacht-, Rallen-, Seiden- und Graureihern. Von grosser Bedeutung sind die wachsenden Bestände von Seeschwalben, Möwen und Drosselrohrsänger. Sogar die Rüppelseeschwalbe brütet seit 1985 im Delta. Im Bereich des Deltas sind auch viele Kleinvögel zu finden (Nachtigall, Orpheusspötter) und die weiten Lagunen sind für zahlreiche Limikolen wichtige Rastplätze.

Reisedaten

 

Durchführung garantiert!

Reiseprogramm

1. Tag, Montag, 23. April

Zürich – Bologna – Lido degli Estensi

Am Vormittag Fahrt mit dem EuroCity von Zürich HB nach Milano und mit dem Eurostar Italia nach Bologna mit Ankunft am Nachmittag. Anschliessend erfolgt der Bustransfer an die Küste nach Lido degli Estensi. Wir finden hier Unterkunft für fünf Nächte in einem Mittelklassehotel. Der Strand bietet sich an für erste Vogelbeobachtungen.

2. Tag, Dienstag, 24. April

Valli Bertuzzi – Foce del Po di Volano

Heute besuchen wir die Valli Bertuzzi und Foce del Po di Volano. Es handelt sich hier um feuchte Zonen mit Inseln – einer der schönsten Arme des Po, welcher von einer weiten, dichten Schilfzone umgeben ist. Folgende Vogelarten leben hier: Purpur- und Seidenreiher, Rohrweihe, Schwarzkopfmöwe, Flussseeschwalbe und Kormoran. Am Nachmittag besuchen wir die Süsswasserlagunen im Landesinneren bei Ostellato, wo Seiden-, Nacht-, Rallen-, Kuh- sowie Silberreiher reichlich Nahrung finden. Daneben sind auch verschiedene Entenarten, Graugans, Turmfalke, Rohrweihe und Steinkauz zu sehen.

3. Tag, Mittwoch, 25. April

Po di Goro

Am Vormittag besuchen wir Gebiete nördlich des Po di Venezia. Einem Mosaik aus Reisfeldern, Lagunen, Teichen (Valli) und Agrarland gilt unsere Aufmerksamkeit. Wir suchen Vogelarten wie Stelzenläufer, Seeregenpfeifer, Zwergstrandläufer, Sichelstrandläufer sowie verschiedene Enten. Am Nachmittag fahren mit einem Boot ins Mündungsgebiet des Po di Goro, zum Leuchtturm. Hier beobachten wir Seiden-, Nacht-, Rallen-, Purpur- und Kuhreiher. Andere Arten, denen wir begegnen, sind: Bienenfresser, Wiedehopf, Austernfischer, Stelzenläufer, Säbelschnäbler, Brandente, Zwerg- und Flussseeschwalbe, Schwarzkopfmöwen, Kiebitzregenpfeifer und verschiedene Limikolen wie Grünschenkel, Rotschenkel, Alpenstrandläufer.

4. Tag, Donnerstag, 26. April

Valli di Comacchio

Heute geht es auf eine Exkursion in die Valli di Comacchio, die wichtigste Feuchtzone für Wasservögel in Italien. Hier brüten unter anderem Lach- und Zwergseeschwalbe, Stelzenläufer und Säbelschnäbler. Süss- und Salzwassertümpel sowie die Sumpflandschaft werden von Fluss-, Trauer-, Weissflügel-, Rüppel- und Brandseeschwalbe sowie Schwarzkopf- und Dünnschnabelmöwe und seit 2002 auch Flamingos aufgesucht. Auch die umliegenden Felder mit vielen Brachflächen und Wirtschaftsgebäuden sind für Blauracke, Steinkauz, Weidensperling und Schafstelze attraktiv. Dem Südufer entlang fahren wir zurück zum Hotel.

5. Tag, Freitag, 27. April

Valle Mandriole – Pialassa Della Baiona

Wir besuchen das Valle Mandriole im Süden der Valli di Comacchio, eine Süsswasserzone mit Teichen, wo viele Vogelarten vertreten sind. Nur wenige Minuten von diesem Gebiet entfernt befindet sich die rund 11 km² grosse Brackwasserlagune Pialassa Della Baiona mit grossartigen Ausblicken auf Kanäle, Brack- und Süsswasserteiche. Unsere kurze Wanderung führt unter anderem durch ein Waldgebiet mit schönem Singvogelbestand. Ausserdem gehen wir auf die Suche nach Bartmeise, Zwergscharbe, Moorente, Kolbente, Dünnschnabelmöwe, Rohr- und Wiesenweihe, sowie Reiherarten.

6. Tag, Samstag, 28. April

Lido degli Estensi – Bologna – Zürich

Am Morgen Besichtigung der aus dem 6. Jh. stammenden Benediktinerabtei von Pomposa. Damals war dieser Ort im Delta noch eine kleine, bewaldete Insel mit einem angenehmen Mikroklima. Diese Abtei mit ihren unverputzten Backsteinwänden gleicht den Basiliken in Ravenna, die mit demselben Baumaterial errichtet worden sind. Im Umland geniessen wir nochmals Pirol, Wiedehopf und andere Singvögel. Mittags Bustransfer zum Bahnhof von Bologna. Rückfahrt mit dem Eurostar Italia nach Milano und mit dem EuroCity nach Zürich.

Martin Blattner Fachliche Leitung
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Highlights

  • weiträumige Deltalandschaft
  • international bedeutender Überwinterungs-, Rast- und Brutplatz, über 300 Vogelarten
  • Lach-, Zwerg- und andere Seeschwalben

Leistungen

  • Bahnfahrt Wohnort – Bologna – Wohnort, 2. Klasse (Basis Halbtaxabonnement)
  • Sitzplatzreservationen
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in familiärem Mittelklassehotel, Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Lokale Führung (Italienisch/Englisch sprechend)
  • Fachliche Leitung
  • 5% des Pauschalpreises für Projekte der Schweizerischen Vogelwarte Sempach

Weitere Hinweise:

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder