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Palazzi und verborgene Gärten in Venedig

Venedig ist irgendwie absurd: Die Stadt ist eine Insel, doch diese besteht wiederum aus rund hundert Inseln, getrennt durch Kanäle und gleichzeitig umgeben von weiteren teils ganzen, teils zerstückelten Inseln. Wohl auf keinem anderen Flecken unseres Planeten finden sich auf einer vergleichbaren Fläche so viele Sehenswürdigkeiten und Kunstschätze – ebenso wenig ein dermassen dichter Touristenstrom. Die wenigsten Besucher ahnen, dass in Venedig auch Garten-Kleinode versteckt sind: die «Giardini Segreti», von denen wir einige der schönsten entdecken werden. Selbst Venedigs Bewohner schütteln ungläubig den Kopf, wenn jemand behauptet, es würden sich etwa 500 Gärten in ihrer einzigartigen Stadt verbergen. Allerdings haben die meisten Gärten nur ein bescheidenes Ausmass. Wie kostbare Kunstwerke sind sie von Wohnhäusern und Palazzi massiv umrahmt. Der «Wigwam Club Giardini Storici Venezia» ermöglicht uns den Besuch einiger «Giardini Segreti», deren Tore normalerweise verschlossen bleiben. Die liebenswürdige und kenntnisreiche Claudia Bonifaccio begleitet uns bei den spannenden Entdeckungen.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag, Montag, 14. Mai

Anreise von Zürich nach Venedig

Am Mittag erfolgt der Linienflug mit Swiss nach Venedig. Nach der Ankunft werden Sie von einer Assistenz erwartet, die Sie zur nahe gelegenen Bootsanlegestelle und danach zum Hotel begleitet. Mit privaten Wassertaxis erreichen wir das 4-Sterne Hotel Papadopoli Venezia im Stadtteil Santa Croce. Bei einem Begrüssungsdrink in der Hotelbar werden wir von Claudia Bonifaccio empfangen und erhalten dabei erste Informationen über die Lagunenstadt sowie das Reiseprogramm. Bei einem kurzen Rundgang lernen wir die Umgebung des Hotels sowie die Nutzung der wichtigsten Verkehrsmittel kennen. Anschliessend gemeinsames Abendessen und erste von vier Übernachtungen im Hotel Papadopoli.

2. Tag, Dienstag, 15. Mai

Palastgärten in Cannaregio und Castello

Vor dem Aufbruch erhalten wir ein Abonnement zur freien Benutzung sämtlicher Vaporetto-Linien. Mit dem Linien-Vaporetto und zu Fuss erreichen wir den Garten des Palazzo Grimani ai Servi. Ein aristokratischer Garten im typisch venezianischen Stil: Buchshecken, Rosen, zahlreiche Hortensien, Brunnenskulpturen und Steinlöwen werden uns gezeigt.

Der zweite Besuch des heutigen Tages gilt der Scuola Vecchia della Misericordia, einem alten Kloster das derzeit als wissenschaftliches Labor genutzt wird. Unser Augenmerk richtet sich auf den grossräumigen Garten. Der Maler und Kunstsammler Italico Brass hat mit der Restaurierung im letzten Jahrhundert dem Garten neues Leben eingehaucht: Rote Rosen, idyllische Pergolen, hohe Zypressen oder üppige Lorbeerbäume zieren den Klostergarten nun wieder.

Nur ein paar Schritte entfernt liegt der Garten des Palazzo Rizzo Patarol. Es handelt sich um einen der ältesten und stimmungsvollsten Gärten von Venedig. Der Palast aus dem 17. Jahrhundert findet sich im Sestiere (Stadtviertel) Cannaregio, war einst Sitz der französischen Botschaft, diente später einem Kloster und wurde vor wenigen Jahren zu einem exklusiven Luxushotel umgestaltet. Von aussen ist der Garten nicht zu erahnen. Ganz unerwartet wird er sichtbar, nachdem man die reich mit Spiegeln und Marmor dekorierte Halle des Boscolo Hotel Venezia durchquert hat. Vor der Gartenbesichtigung wird uns ein gemeinsames Mittagessen in diesem Hotel serviert.

Das Sestiere Castello erreichen wir wieder mit dem Vaporetto und zu Fuss. Am Campo Santa Maria Formosa besuchen wir den Palazzo Querini Stampalia und besichtigen im zweiten Stock die Pinakothek venezianischer Malerei. Die Räumlichkeiten geben auch einen guten Eindruck des Wohnens in einem Renaissance-Palast. Mit der umfassenden Renovation des Palastes wurde mit Carlo Scarpa einer der bedeutendsten italienischen Architekten des 20. Jahrhunderts beauftragt. Inspiriert von den japanischen Meditationsgärten hat Scarpa gleichzeitig mit dem Umbau hinter dem Palast ein Juwel von einem Gartenraum angelegt. Der Tessiner Architekt Mario Botta, der in Venedig als Schüler von Carlo Scarpa studiert hatte, schuf nachträglich das Eingangstor zu diesem versteckten Gartenparadies seines Lehrmeisters. Nach der Rückkehr zum Hotel Papadopoli steht der Abend zur freien Verfügung.

3. Tag, Mittwoch, 16. Mai

Ein Palastgarten am Canal Grande, ein Privatgarten und zwei Werke Palladios auf der Giudecca

Unsere heutigen Erkundungen beginnen am Canal Grande im Sestiere Dorsoduro. Der private Palazzo Nani Bernardo aus dem 14. Jahrhundert verfügt über einen herrlichen Rosengarten, der jedoch erst im 19. Jahrhundert entstanden ist. Hohe Palmen und hundertjährige Glyzinien ergänzen diesen Traumgarten. Wir werden von der Besitzerin des Hauses oder ihrem Butler empfangen und durchs Haus in das prunkvolle «Piano nobile» geführt.

Mit dem Vaporetto erreichen wir später die Insel Giudecca. Ein weiterer von aussen nicht einsehbarer Garten überrascht uns beim Besuch der Manifattura Fortuny. Hier entzückt nicht nur ein von Contessa Gozzi gestalteter Zaubergarten mit Rosen, Glyzinien und Granatapfelbäumen, sondern auch ein Ausstellungsraum mit wunderbar bedruckten, kostbaren Stoffen aus dem Hause Fortuny.

Am östlichen Ende der Giudecca befindet sich das Bauer Palladio Hotel, ein ehemaliges vom berühmten Renaissance-Architekten Andrea Palladio geschaffenes Kloster. Nachdem dieses Bauwerk über hundert Jahre lang leer stand, hat es die Hotelier-Dynastie Bauer/Bennati samt dem weitläufigen Grundstück übernommen, sorgfältig restauriert und zu neuem Leben erweckt. 2006 öffnete das Bauer Palladio Hotel seine Tore. Die neuen Besitzer stellten den Klostergarten aufgrund alter Dokumentationen wieder her, wie er einst war. Vier durch Steinmauern getrennte Gartenräume wurden so angelegt, dass das jeweilige Mikroklima je eine andersartige Vegetation hervorbrachte. Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Hotelgarten bleibt Zeit für einen gemütlichen Spaziergang durch diese vielseitige Gartenanlage.

Anschliessend besichtigen wir das architektonische Juwel der Giudecca, die Kirche «Il Redentore», die Kirche des Erlösers, die in der Pestzeit errichtet wurde. Andrea Palladio hat bei diesem Bauwerk mit seiner von zwei Türmen flankierten, alles dominierenden Kuppel die Formen eines antiken Tempels nachempfunden.

Der Abend steht wieder zur freien Verfügung. Wer möchte, kann individuell in der Skyline Rooftop Bar des Hilton Molino Stucki einen abendlichen Drink mit Aussicht geniessen.

4. Tag, Donnerstag, 17. Mai

Noch zwei besondere Gärten und ein Abschiedsessen in einem privaten Palazzo

Dort wo der Canal Grande von der Rialtobrücke zur Akademie der Schönen Künste einen Bogen schlägt, liegt hinter dem Palazzo Cappello Malipiero Barnabò einer der bühnenwirksamsten Gärten Venedigs. Palast und Garten gehören der Contessa Anna Barnabò. Das Parterre ist nach den Regeln der venezianischen Renaissance angelegt. Es besteht aus acht von Buchs eingefassten Blumenbeeten, in deren Mitte ein mit weissen Seerosen geschmücktes Wasserbecken in den Boden eingelassen ist. Die Rose, unangefochtene Königin Venedigs, herrscht auch hier über diesen sehr eleganten Garten.

Wir wechseln ans andere Ufer des Canal Grande und besuchen den sehr attraktiv gestalteten Garten des Museums Peggy Guggenheim. Die bedeutende Kunstsammlerin und Galeristin erwarb einen unvollendeten Palast am Canal Grande von dem nur das unterste Stockwerk erbaut war. In den von ihr bewohnten Räumen kann ein Teil ihrer Sammlung mit Werken von Chagall, Klee, Magritte, Modigliani, Morandi, Pollock und anderen Künstlern bewundert werden. Hinter dem strahlend weissen, eingeschossig gebliebenen Palast findet sich ein Skulpturengarten, wohl das gelungenste Beispiel für das Zusammenwirken von venezianischer Kultur und moderner Kunst. In einem nahe gelegenen Ristorante setzen wir uns zu einem leichten Mittagessen zusammen.

Ein erholsamer Vaporetto-Ausflug bringt uns am Nachmittag zur kleinen Insel San Servolo. Eindrucksvoll ist von hier die Sicht über die Lagune auf die Giudecca, auf San Giorgio Maggiore und auf das Stadtbild entlang der Riva degli Schiavoni bis hinüber zur Isola Sant’Elena. Versteckt hinter den einstigen Befestigungsmauern findet sich eine gepflegte Garten- und Parkanlage mit renovierten Gebäuden, die im Mittelalter als Kloster und im 18. Jahrhunderts als Hospital dienten, heute aber für Kultur und Bildung genutzt werden. Anschliessend begeben wir uns für eine Pause zurück zum Hotel.

Ein kurzer Abendspaziergang führt zu einem privaten Palazzo. Am grossen, an einem Seitenkanal liegenden Portal empfängt uns die Gastgeberin und geleitet uns über die breiten Stiegen zum zweiten «Piano nobile». Als krönender Abschluss dieser Reise geniessen wir in den historischen Salon-Räumlichkeiten im Stil des Barock einen Abend bei Kerzenlicht. Die gebürtige Westschweizerin Flavia, ganz Gastgeberin und kreative Köchin, verwöhnt uns mit einem «aperitivo rinforzato».

5. Tag, Freitag, 18. Mai

Rückreise nach Zürich

Nach dem Frühstück bleibt noch etwas Zeit für individuelle Entdeckungen wie den Besuch des lebhaften Fisch- und Gemüsemarktes von Rialto, die Besichtigung einer der schönen Kirchen im Sestiere San Polo oder für einen Einkaufsbummel. Gegen Mittag werden wir im Hotel abgeholt und lassen uns mit privaten Wassertaxis zum Flughafen Venedig Marco Polo fahren. Linienflug mit Swiss nach Zürich.

Dr. Claudia Bonifaccio Fachliche Leitung

Highlights

  • «Giardini Segreti» - private Gärten in der Lagunenstadt
  • Venedig aus einer anderen Sicht
  • Empfang in einem privaten barocken Palazzo

Leistungen

  • Linienflüge Zürich – Venedig – Zürich, Gruppentarif
  • Taxen/Treibstoffzuschlag (zz. CHF 99)
  • 1 Aufgabegepäckstück 23 kg
  • 4 Nächte im 4-Sterne Hotel Papadopoli Venezia
  • Frühstücksbuffet im Hotel
  • 1 Abendessen und 3 Mittagessen
  • 1 «aperitivo rinforzato» in einem privaten Palazzo
  • begleitete Transfers mit Taxibooten Flughafen – Hotel – Flughafen
  • Vaporetto Pass für 72 Stunden
  • 2 Führungen (Engl.) mit einer Expertin des Wigwam Clubs
  • Reiseleitung durch Dr. Claudia Bonifaccio ab/bis Hotel Papadopoli Venezia

Weitere Hinweise

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

Unterkunft

Das vor Kurzem renovierte 4-Sterne Hotel Papadopoli Venezia liegt an zentraler Lage im Stadtteil Santa Croce zwischen der Parkanlage der Giardini Papadopoli und dem Tolentini-Kanal. Die 96 Zimmer im klassisch venezianischen Stil sind elegant und komfortabel eingerichtet. Das hoteleigene Restaurant befindet sich in einem bezaubernden Wintergarten mit tropischen Pflanzen. Hier stärken wir uns am Morgen an einem amerikanischen Frühstücksbuffet. Abends besteht die Gelegenheit «à la carte» die venezianische Küche zu geniessen. Danach lädt die Cafébar Salotto Veneziano zum Verweilen ein.

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullierungskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder