Marokko - die Wüste lebt

Pflanzen der Sahara – Tierspuren – der Mensch in der Wüste

Marokko oder Maghreb el Aksa, wie es auf Arabisch heisst, ist aufgrund seiner immensen kulturellen und landschaftlichen Vielfalt zweifellos eines der faszinierendsten Länder im Mittelmeerraum. Das Mittelmeer und der Atlantik begrenzen das Königreich im Norden und Westen, die Gebirgsschranke von Hohen und Mittleren Atlas und die Sandmeere der Sahara im Süden und Osten. Die Auseinandersetzung mit fremden Sitten und Bräuchen sowie die Begegnung mit Einheimischen bringen unterhaltsame und freudvolle Abwechslung. Die ursprünglichen Bewohner des Landes, die Berber, haben sich ihre Traditionen und Lebensweisen weitgehend erhalten und tragen damit wesentlich zu dem bunten Gesamtbild Marokkos bei; alte Königsstädte, farbenfrohe Souks (Märkte) und lebhafte Medinas (Altstädte). Herrschaftliche Paläste, beeindruckende Moscheen und stolze Kasbahs (Burgen); Marokko ist ein Land mit einer langen Tradition und einer blühenden Gegenwart.Wir entdecken auf leichten Wanderungen im Vorgebirge Wildblumen und wildwachsende Heilpflanzen, sowie sorgfältig angelegte Kulturen am Fusse des Hohen Atlas im «Paradis du Safran», in der riesigen Fluss-Oase des Draa-Tals und in den Wüstenausläufern der Sahara. Ein weiterer Höhepunkt ist ein dreitägiger Wüstenaufenthalt in einfachen Zeltcamps, betreut vom lokalen Begleitteam mit guten Wüstenkenntnissen, sowie mit Dromedarbegleitung. Ein authentisches Erleben der Sahara mit ihrer endlosen Weite, faszinierenden Landschaftsformen und einer speziellen Pflanzen- und Tierwelt. In den Nächten bietet das Himmelszelt über der Wüste zahllose funkelnde Sterne sowie die Faszinationen der Sternschnuppen über der Sahara.

Reisedaten

Reisetermin 2018 sowie Pauschalpreis auf Anfrage. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

 

Reiseprogramm

1. Tag, Montag, 5. Februar

Zürich – Marrakech

Flug mit Edelweiss Air nach Marrakech, wo wir von unserem lokalen Reisebegleiter erwartet werden.Wir fahren zu den Stadtmauern der Altstadt von Marrakech. Zu Fuss begeben wir uns durch die Gassen der Altstadt bis zu unserer Unterkunft. Bereits auf diesem Weg begegnen wir vielen Menschen, erfahren fremde Gerüche, sehen das besondere Licht, bemerken die typische Bauweise. Nun gilt es zu vertrauen, dass in diesem Gewirr von Gassen irgendwo wirklich die versprochene Oase ist, unser Gästehaus! Das Gepäck wird separat in unseren Riad gebracht. Wir geniessen den ersten Abend bei einem feinen Essen im Gästehaus.

2. Tag, Dienstag, 6. Februar

Marrakech – Ourika – Paradis du Safran

Wir treffen uns mit einem Stadtführer für einen Rundgang zu Fuss durch die eindrückliche Altstadt von Marrakech. Am Mittag verlassen wir die Stadt südwärts und fahren in Richtung des fruchtbaren Ourika-Tals. Am Fusse des Hohen Atlas besuchen wir das «Paradis du Safran» und begegnen dabei Christine Ferrari, die vor Jahren die Schweiz verliess, um sich fortan im Maghreb dem Anbau des kostbaren Safrans zu widmen und einen wunderbaren botanischen Garten aufzubauen. Wir lernen diverse tropische und subtropische Pflanzen kennen, erleben den Barfusspfad und erfrischen uns mit pflanzlichen Fussbädern. Der restliche Abend in Marrakech steht zur freien Verfügung.

3. Tag, Mittwoch, 7.Februar

Marrakech – Tizi n Tichka – Ouarzazate - Agdz

Nach dem Frühstück verlassen wir Marrakech in südlicher Richtung und erreichen dabei die ersten Ausläufer des Hohen Atlas, die rote Erde bei Ait Ourir. Auf unserer Fahrt begegnen wir Eselskarren und unser Blick erfasst kleine Dörfer, knorrige Olivenbäume und terrassenartige, kleine Oasen an den Berghängen. Mit dem Tizi n`Tichka (2260m) überqueren wir den Hauptpassübergang des Atlasgebirges und erhalten freien Ausblick Richtung Süden; in weiter Ferne die Hügelzüge des Antiatlas. Über Ouarzazate fahren wir auf guter Strasse nach Agdz, unser nächster Etappenort am Anfang des Draa-Tales. Am Rande des grossen Palmenhains finden wir Unterkunft im «Rose du Sable», einem einfachen Gästehaus in ruhiger Lage. Das Haus wurde von einheimischen Handwerkern mit lokalen Materialien gebaut.

4. Tag, Donnerstag, 8. Februar

Agdz - Draa Tal - Zagora

Das Draa-Tal ist eine riesige fruchtbare Oase mit tausenden Dattelpalmen, Pflanzengärtnereien mit Tontöpfen aller Grössen, Olivenhainen, Mandelbäumen und Kleinfelderwirtschaft – ein grünes Band, das sich entlang des Flusses Draa schlängelt. Hoch aufragende Kasbahs, Dörfer mit Lehmbauten, am Horizont die Plateauabbrüche des Djebel Sarhro - ein Morgenlandtraum! Wir nehmen ein anderes Licht wahr, die Luft hat sich verändert, rote Erde und Kakteen prägen das Bild, im Übergang des fruchtbaren Grüns zur trockenen Umgebung mit markanten Steinen und Felsformationen. Wir verlassen die Strasse mit ihren Eselskarren, Töfflis und Lastwagen für einen Spaziergang im Halbschatten des Palmenhaines entlang der Bewässerungskanäle. Auf unserer Weiterfahrt besuchen wir die Kasbah Caid Ali mit ihrer beeindruckenden Architektur. Je südlicher desto wärner, ab und zu sehen wir Hennafelder, alte Lehmhäuser stehen im Kontrast zu neueren Gebäuden aus Beton. Gegen Abend erreichen wir Zagora, Ausganspunkt und letzte Station für Reisen in die Wüste Sahara. Das «Riad Lamane», ein prachtvoller Gebäudekomplex mit tropischer Gartenlandschaft, erweist sich wie ein Garten Eden…. und sein Swimmingpool lädt zu einem erfrischenden Bad ein vor unserem Wüsten-Aufenthalt.

5. Tag, Freitag, 9. Februar

Zagora

Wir entdecken das Städtchen Zagora, früher Ausgangsort der Karavanen zur 26-tägigen Reise durch die Sahara nach Timbuktu. Heute ein Marktflecken am Draa-Ufer in einer Dattelpalmoase gelegen. Wir wandern in einem Palmenhain oder haben die Möglichkeit auf den Jebel Zagora zu steigen. Der Ksar d‘Amzrou ist bekannt für die handwerkliche Herstellung von Silberschmuck. Dieser Tag in Zagora kann wahlweise auch in unserem Hotel «Riad Lamane» in seinen wunderschönen Anlagen zum Geniessen verbracht werden.

6. Tag, Samstag, 10. Februar

Wüstenaufenthalt Mhamid

Unser Wüsten-Abenteuer beginnt mit der Fahrt nach Tamegroute, ein kleines Dorf mit einer alten Bibliothek und Töpfereien, die bekannt sind für ihr «Tamegroute-Grün». Geländegängige Fahrzeuge bringen uns ab Mhamid auf einer Piste bis zu den Sanddünen des Erg Lghoul, mit vereinzelten Palmen und grandiosen Ausblicken über eine endlose Weite - wir sind in der Wüste! Die Vegetation ist karg, einzelne Tamarindenbäume, Akazien und kleine Palmengruppen stehen markant zwischen Sanddünen und ergeben prächtige Fotomotive.

Für unseren Komfort in der Wüste ist gesorgt: Nachtessen im Gemeinschaftszelt an kleinen Tischen mit Tabourets, ein Zelt mit Holzrost und Wasserkübeln zum Waschen. Wir schlafen in Igluzelten - oder übernachten unter einem grandiosen Himmelszelt. Eine unvergessliche Erfahrung!

7. Tag, Sonntag, 11. Februar

Wüstenaufenthalt Erg Lghoul

Erwachen mit Sonnenaufgang und liebevoll zubereitetem Frühstück in den Sanddünen der Sahara! Das Licht wird stärker und die wechselnden Farben bieten unvergessliche Ausblicke. Vor der grossen Hitze der glühenden Sonne brechen wir zu unserer Wüstenwanderung auf. Dromedare begleiten uns. Nun fühlen wir uns fast wie auf einer kleinen Karawanenreise…Tierspuren im Sand zeigen eine unerwartete Vielfalt der Wüstenfauna auf. Die Vegetation wird sehr spärlich und Grasbüschel sind immer willkommen für unsere Begleittiere. Wer Lust hat kann von Schusters Rappen umsteigen auf’s Wüstenschiff - ein herrliches Erlebnis auf den langsam schreitenden Dromedaren schaukelnd die Landschaften der Sahara geniessen zu können! Die heisseste Zeit des Tages ruhen wir im Schatten - wir haben Zeit, trinken Wasser oder Thé Marocaine, begleitet von Dörrfrüchten und Nüssen. Am neuen Übernachtungsort in der Wüste erwartet uns das bereits aufgebaute Zeltlager. Aus dem Küchenzelt entweichen herrliche Düfte, die ein köstliches Nachtessen erwarten lassen. Bei Erg Lghou leben wilde Gazellen. Mit viel Glück können wir diese eleganten Tiere vor der Abenddämmerung beobachten. Die zweite Nacht unter der Milchstrasse mit einem riesigen Horizont angefüllt mit zahllosen funkelnden Sternen und einzelnen Sternschnuppen…!

8. Tag, Montag, 12. Februar

Wüste – Foum Zguid – Tamdaght

Der Duft des mit Ingwer, Koriander und Zimt gewürzten Kaffees ruft uns zum Frühstück. Wir geniessen einen weiteren erwachenden Morgen in einer unvergesslichen Landschaft. Die Dromedar-Führer suchen die freiheitsgewohnten Tiere zusammen, welche das Material an den Rand der Wüste bringen, der Zivilisation entgegen. Wir verlassen die Sandwüste Sahara beim Dorf Foum Zguid und unsere Reise führt nordwärts über Tazenakht nach Tamdaght. Am Nachmittag besuchen wir das Dorf Ait Ben Haddou. Das malerische Ait Ben Haddou ist ein befestigtes Dorf, ein sogenanntes Ksar, am Fuss des Hohen Atlas (UNESCO-Weltkulturerbe) und diente in der Vergangenheit schon oft als Filmkulisse.

9. Tag, Dienstag, 13. Februar

Tamdaght und Umgebung

Zu Fuss erkunden wir die Umgebung von Tamdaght, erleben die oasenartige Kleinfelderwirtschaft im Halbschatten von Feigenbaum, Granatapfelbaum, Mandelbaum, Weissdornbüschen, Silberpappel, Tamarisken und blühendem Oleander. Wir begegnen auf den Feldern arbeitenden Menschen, oft Frauen, die Luzerne als Futterpflanze für ihre Maultiere holen und entdecken Anpflanzungen von Henna, Minze und anderen Kräutern. Die Pflanzenwelt, die Vogelstimmen und die Düfte des üppigen Grüns mit Farbtupfern der lila Wildgladiolen erfreuen unsere Sinne.

10. Tag, Mittwoch, 14. Februar

Tamdaght - Tichka - Marrakech

Durch das Ounila Tal mit fantastischen Ausblicken auf kleine Flussoasen im Talgrund und Felszügen mit kleinen Bergdörfern geht’s nordwärts dem Gebirge des Hohen Atlas entgegen. Vielfarbige Erde und bei zunehmender Höhe grüne Bäume unter dem blauen Horizont ergeben eine herrliche, wilde Landschaft. Unterwegs besuchen wir die Residenz des «Löwen des Atlas» eine teilweise verfallende Lehmkasbah arabischer Architektur mit herrlichen Innenräumen und märchenhaften Verzierungen. Richtung Marrakech über den Tizi n’Tichka Pass erleben wir nochmals die Landschaft des Hohen Atlas. Dörfer, Olivenhaine und sorgfältig gepflegte gründe Felder lassen uns die Näh der «roten Perle» erahnen. Ankunft mit den ersten Palmen, den Strassenkreiseln und dem Wirbel des «Paris der Sahara», mit dessen Lebhaftigkeit wir ja schon bekannt sind. Nachmittag und Abend zur freien Gestaltung mit fakultativem Essen bei den Garküchen, der Djemaa el Fna, oder in einem gepflegten Restaurant.

11. Tag, Donnerstag, 15. Februar

Marrakech

Wir haben den ganzen Tag zur freien Verfügung, die wirblige Stadt Marrakech zu erkunden; durch die Gässchen der Souks zu schlendern mit seinen tausenden von Läden, Handwerkern bei ihrer kunstvollen Arbeit zu zuschauen, auf dem «Marché Arsenal» Einkäufe zu tätigen oder eines der zahlreichen Museen (Musée de la photographie, Jardin Majorélle, Les Jardins sécret de Marrakech…) zu besuchen. Marrakech, die «Perle der Sahara» ist uns nicht mehr fremd wie am ersten Tag. Mit einer gewissen Vertrautheit finden wir unseren Weg zurück zum Riad, mit der Gewissheit ein unvergleichbares Stück eines aussergewöhnlichen Kontinentes erlebt zu haben, eine Erinnerung in sich tragend, die den Alltag weit überstrahlen wird.

12. Tag, Freitag, 16. Februar

Marrakech – Zürich

Nach dem grosszügigen Frühstück in unserem prächtigen Riad bleibt noch etwas Zeit für letzte Einkäufe, einem Fruchtsaft auf der Terrasse des «Café des Epices» oder einem Thé Marocaine an der Djemaa el Fna. Minibus-Transfer zum Flughafen, Rückflug nach Zürich.

Peter Brechbühl Fachliche Leitung
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Ansprechpartner Yvonne Herzog 041 418 65 86
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Highlights

Erleben immenser kultureller und landschaftlicher Vielfalt

3-tägiger Wüstenaufenhalt in einfachen Zeltcamps

Leistungen

  • Linienflug Zürich – Marrakech – Zürich, Gruppentarif, inkl. 1 Aufgabegepäck
  • Taxen/Treibstoffzuschlag (zz CHF 110)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in Pensionen, Biwak und einfachen Hotels, Basis Doppelzimmer
  • Frühstück in den Pensionen/Hotels/Biwak
  • 8 Mittagessen/Picknick und 8 Abendessen
  • Fachliche Leitung

Weitere Hinweise:

Formalitäten

Mind. 6 Monate über Einreise hinaus gültiger Pass

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Annullierungskostenversicherung mit SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder
  • Eintritte für fakultative Besichtigungen