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Litauen

Kurische Nehrung, Memeldelta und Prachttaucher-Seen im Osten

Die Ostseeküste und die mächtigen Sanddünen der Kurischen Nehrung, das riesige Haff und das Memeldelta sind die prägenden Landschaften im Westen Litauens. Hier sind Brachpieper, Grünlaubsänger und Zwergschnäpper regelmässige Brutvögel. In den Storchendörfern des Memel-Deltas scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Überall sind Braunkehlchen, Karmingimpel und Sperbergrasmücken zu sehen oder zu hören. In den weitläufigen sumpfigen Wiesen tummeln sich Sumpfseeschwalben, Schell- und Schreiadler fliegen und der Wachtelkönig ist allgegenwärtig. Auch der Seggenrohrsänger und die Doppelschnepfe lassen sich hier entdecken. Im dünnbesiedelten, hügligen Osten des Landes brüten an glasklaren Seen Prachttaucher. Die Dörfer sind Heimat von Wendehals, Blauracke und Buschrohrsänger. Auch der Schwarzstorch ist nicht selten.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag,Samstag, 2. Juni

Palanga – Klaipėda – Kurisches Haff

Wir fliegen über Kopenhagen nach Palanga. An kleinen Teichen bei Klaipėda (Memel) brüten Steppenmöwen sowie Ohren- und Schwarzhalstaucher. Am Rande des Gewässers sind Braunkehlchen, Feldschwirl und Beutelmeisen zu erwarten. Im Kulturland am Kurischen Haff finden wir interessante Arten wie Sperbergrasmücke, Wendehals, Neuntöter, Karmingimpel, Wiesenschafstelze und Wachtelkönig.

2. Tag, Sonntag, 3. Juni

Memeldelta

In einem Regenmoor suchen wir nach Raubwürger, Baumpieper und Goldregenpfeifer. Hier ist auch schon mit dem Schreiadler zu rechnen, der in Litauen nicht selten ist. Sehr interessant ist die Vegetation aus Moltebeere, Wollgras und Rundblättrigem Sonnentau. In den angrenzenden Wiesen leben Zitronenstelze, Wespenbussard, Turteltaube, Schelladler und Ortolan. Immer interessant für verschiedene Limikolenarten sind die Sandbänke der Memel (Temminckstrandläufer, Flussuferläufer, Alpenstrandläufer, Austernfischer), Enten (Knäkente, Pfeifente) Zwergseeschwalbe oder Zwergmöwen. Am Abend sind wir auf der Suche nach Seggenrohrsängern und wollen bei einsetzender Dunkelheit das eigenwillige «Knäbbern» der Doppelschnepfen hören.

3. Tag, Montag, 4. Juni

Vogelfangstation Ventas Ragas und Fischteiche Kintai

Wir besuchen die Beringungsstation in Ventes Ragas, in der schon seit 90 Jahren Vögel mit Reusen des Helgolandtyps gefangen und beringt werden. In den Schilfwäldern nahe der Station sind Bartmeisen und Schilfrohrsänger zu sehen. Dann erkunden wir weitläufige Fischteiche auf Wasservögel und Limikolen. Abends gilt die Suche Schlagschwirl, Kleinem Sumpfhuhn, Zwergdommel und Grosser Rohrdommel.

4. Tag, Dienstag, 5. Juni

Schifffahrt über das Haff zur Kurischen Nehrung

Mit einem Schiff geht es die Memel entlang und über das Kurische Haff zur Nehrung. Vom Schiff aus sind Arten wie Drosselrohrsänger, Eisvogel, Uferschnepfe, Trauer- und Weissbartseeschwalbe auf sehr kurzen Distanzen zu sehen. Unterkunft in Nida.

5. Tag, Mittwoch, 6. Juni

Haff, Düne und Meer

Die fast einhundert Kilometer lange und an der schmalsten Stelle nur 380 Meter breite Halbinsel stellt eine der wichtigsten Zugstrecken dar. Besonders Kleinvögel nutzen den schmalen Streifen als Abkürzung. Uns interessieren zu dieser Jahreszeit besonders die Brutvögel der Nehrung. So halten wir uns am Vormittag in den Sanddünen auf und beobachten den seltenen Brachpieper. Das Kurische Haff ist gleichzeitig die größte Küstenlagune der Ostsee. An der Außenküste haben wir die Möglichkeit Sandregenpfeifer, Meeresenten (Eider-, Samt- und Trauerenten) und vielleicht noch Seetaucher zu sehen. Immer wieder fliegen Brandseeschwalben vorbei. Eine längere Wanderung führt uns durch dunkle und kühle Dünentäler, in denen wir Baumpieper, Zwergschnäpper und Grünlaubsänger entdecken wollen. Wir besuchen außerdem die grösste Kormorankolonie Litauens. Die Nehrung ist Heimat vieler Elche, von denen wir sicher einige sehen werden.

6. Tag, Donnerstag, 7. Juni

Litauens Osten

Am Vormittag durchqueren wir Litauen fast komplett und fahren ganz in den Osten des Landes. Im Nationalpark Aukstaitija erwartet uns eine traumhaft weitläufige Anlage, direkt im Wald gelegen. Hier lassen sich viele Vogelarten wie Gartenrotschwanz, Grauschnäpper, Heidelerchen, Waldschnepfen und sogar Ziegenmelker unmittelbar vor der Haustür beobachten. Gleichfalls sind an den kleinen Teichen Waldwasserläufer und Schellenten zu Hause. In den dichten Nadelwäldern hoffen wir auf Sperlingskauz, Zwergschnäpper und Haselhühner.

7. Tag, Freitag, 8. Juni

Taigawälder und Prachttaucher-Seen

Am frühen Morgen suchen wir Schwarz- und Dreizehenspecht. In der morgendlichen Stille sind auch Nordischer Gimpel, Pirol und Rotdrossel zu sehen oder zu hören. Der Naturpark Labanoras ist bekannt für seine glasklaren Seen und Flüsse. Hier brüten mehrere Paare des Prachttauchers im südlichsten Vorkommen Europas. In den Uferwäldern kommen Pirol, Weissrückenspecht sowie Grün- und Waldlaubsänger vor. Am Nachmittag sind wir wieder in der Offenlandschaft unterwegs, die nicht nur Greifvögel (Schreiadler, Wespenbussard) Schwarzstörche und viele Kleinvogelarten (Braunkehlchen, Wiesenpieper, Schafstelze) zu bieten hat, sondern in der wir uns auch an einer spannenden Flora erfreuen können (Enziane, Pechnelken, Orchideen). Am späten Abend unternehmen wir eine Nachtexkursion, um den Raufusskauz zu hören. Gleichfalls erwarten wir wieder den Ziegenmelker.

8. Tag, Samstag, 9. Juni

Birkhahn und Blauracken

Unser Interesse gilt heute aber zuerst der im Baltikum immer seltener werdenden Blauracke. Je nach Beobachtungssituation und auf Empfehlung regionaler Führer suchen wir weitere Gebiete auf. An einigen überschwemmten Wiesen, schon nahe der weissrussischen Grenze sind Teichwasserläufer und Singschwan Brutvögel. Zudem brüten hier auch erstaunlich viele Uferschnepfen und Bruchwasserläufer. In der unmittelbaren Umgebung sind Weisssterniges Blaukehlchen und Buschrohrsänger zu erwarten. Überall sieht man das Werk des Bibers. An einem der vielen Seen werden wir stoppen und besonders in den Uferwäldern nach fütternden Grau- und Weissrückenspechten oder jungen Nordischen Kleibern Ausschau halten.

9. Tag, Sonntag, 10. Juni

Vilnius und Heimreise

Noch einmal geht es früh hinaus, um vielleicht Sprosser und Feldschwirl zu hören und sich ein letztes Mal am Wachtelkönig zu erfreuen. Am Vormittag fahren wir nach Vilnius. Natürlich verlassen wir Litauen nicht, ohne uns die Hauptstadt anzuschauen. Eine Führerin erwartet uns und zeigt uns die Altstadt. Danach heisst es Abschied nehmen. Wir werden zum nahen Flughafen gebracht und fliegen über Kopenhagen nach Zürich.

Andreas Weber Fachliche Leitung
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Highlights

  • Zitronenstelze,Seggenrohrsänger und Doppelschnepfe
  • Schell- und Schreiadler
  • Sperbergrasmücke, Buschrohrsänger
  • Brachpieper, Grünlaubsänger
  • Blauracke, Weissrückenspecht, Haselhuhn, Teichwasserläufer

Leistungen

  • Linienflüge Zürich – Kopenhagen – Palanga / Vilnius – Kopenhagen – Zürich, Gruppentarif inkl. 1 Aufgabegepäck
  • Taxen/Treibstoffzuschlag (zz. CHF 260)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Gute landesübliche Hotels, Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück, Abendessen und 4 Mittagessen im Restaurant oder als Picknick
  • Fachliche Leitung ab Klaipėda/bis Vilnius (Flug unbegleitet)
  • 5% des Pauschalpreises für Projekte des Schweizerischen Vogelschutzes SVS

Weitere Hinweise:

In Zusammenarbeit mit LIBERTY BIRD

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

Nicht eingeschlossene Leistungern

  • Annullationskostenversicherung und SOS Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mittagessen, Getränke
  • Trinkgelder