Frühling in den Dehesas der Extremadura

und in der Sierra de Gredos

Die Extremadura, im Südwesten Spaniens gelegen, ist eine der letzten weitläufigen Kulturlandschaften im mediterranen Europa. Lichte Steineichen- und Korkeichenwälder wechseln sich mit savannenähnlichen Grassteppen ab. Je weiter westwärts man kommt, desto mehr gehen die mit Hügelketten durchzogenen Ebenen in Gebirgsketten über. Traditionelle Viehzucht mit Freilandhaltung von Iberischen Schweinen, Merinoschafen und Kühen sowie kleine Olivenhaine und Obstgärten produzieren eine Fülle an Lokalprodukten. Die Extremadura besitzt auch eine grosse Vielfalt an teilweise seltenen Pflanzen und Tieren. Hier brüten tropisch anmutende Vogelarten wie Bienenfresser, Blauracke und Eisvogel, aber auch Steppenbewohner wie Triel, Gross- und Zwergtrappe und Flughühner. Auf Felsen und abgelegenen Eichen nisten Mönchs-, Gänse- und Schmutzgeier, aber auch seltene Adlerarten wie der Iberische Kaiseradler oder der Habichtsadler. In undurchdringlichem Gelände sagen sich Wildschwein, Ginsterkatze und der Pardelluchs gute Nacht. Entlang der Bäche und Flüsse sind verschiedene Reiherarten, Schwarz- und Weissstörche sowie Fischotterspuren anzutreffen. Im April blühen viele Wildpflanzen wie Orchideen, Affodill, Schopflavendel und Zistrosen.

Reisedaten

Reisetermin 2018 sowie Pauschalpreis auf Anfrage. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

 

Reiseprogramm

1. Tag, Dienstag, 24. April

Zürich - Paris oder Lyon - Barcelona - Madrid

Um 07.34 Uhr Abfahrt mit dem TGV von Zürich HB via Paris oder Lyon (umsteigen) nach Barcelona (umsteigen) und mit dem AVE weiter nach Madrid mit Ankunft um Mitternacht. Am Bahnhof Madrid Puerta Atocha werden die Teilnehmenden von Manuela Seifert begrüsst. Transfer zum Hotel und eine Übernachtung in Madrid.

2. Tag, Mittwoch, 25. April

Von Madrid in die Extremadura

Fahrt in Richtung Extremadura zum mittelalterlichen Städtchen Oropesa, wo wir Tapas zu uns nehmen. Zahlreiche Rötelfalken nisten in den alten Gebäuden. Etwas später beobachten wir an einem Stausee Schilfbewohner wie Purpurreiher, Purpurhuhn und Rohrsängerarten. Gegen Abend erreichen wir das Dorf Torrejón el Rubio und finden in einem familiären Hotel für die nächsten vier Übernachtungen Unterkunft.

3. Tag, Donnerstag, 26. April

Im Monfragüe-Nationalpark und zum Geierfelsen

Heute erkunden wir den westlichen Teil des Nationalparks Monfragüe. Eine Wanderung entlang trockener Hänge mit Schopflavendel, Ginster und Zistrosen sowie durch schattigen Hartlaubwald mit Erdbeerbäumen, Baumheiden und verschiedenen Eichenarten gibt einen Eindruck von der vielfältigen, mediterranen Vegetation. Eine der Hauptattraktionen ist die Beobachtung von Greifvögeln, die am Himmel ihre Kreise ziehen oder auf den Felsklippen des «Salto del Gitano» zu beobachten sind. Allein an diesem «Geierfelsen» brüten etwa 80 Gänsegeier-Paare und im Park leben heute rund 500 Paare Gänse-, über 300 Paare Mönchsgeier, zahlreiche Schlangen- und Zwergadler und selbst der Spanische Kaiseradler.

4. Tag, Freitag, 27. April

Im Südwesten des Monfragüe-Nationalparks

Am Morgen besuchen wir zuerst die Ausstellung des Dehesa Naturschutzzentrums in Torrejón el Rubio, die uns über die traditionell bewirtschafteten Kork- und Steineichenwälder (Dehesas) sowie über den Naturschutz in der Extremadura informiert. Später durchstreifen wir Steineichen-Dehesas und kleine Olivenhaine und nehmen unterwegs ein traditionelles Mittagspicknick ein. Typische Vogelarten, die sich hier beobachten lassen, sind Samt- oder Weissbartgrasmücken, Blauelstern, Rotkopfwürger und mit etwas Glück der Gleitaar.

5. Tag, Samstag, 28. April

Im Monfragüe-Nationalpark

Wir fahren in den östlichen Teil des Nationalparks Monfragüe zur «Portilla del Tiétar», einem Felsvorsprung entlang des Flusses Tiétar, auf dem nebst Gänse- und Schmutzgeier der Uhu und ein Schwarzstorchpaar brüten. Auf mehreren Spaziergängen entlang von zistrosenbestandenen Hügelketten und von einer Korkeichen-Dehesa vertiefen wir unseren Eindruck der mediterranen Flora.

6. Tag, Sonntag, 29. April

Altstadt von Cáceres und zu den Storchenfelsen

Am Morgen besuchen wir die Altstadt von Cáceres (UNESCO-Weltkulturerbe) mit ihrer Stadtmauer und mächtigen Türmen, wo Störche, Rötelfalken, Schwalben und Mauersegler ideale Nistplätze finden. Ein ganz besonderer Anblick wird uns später erfreuen: die auf Felsen brütenden Weissstörche im Schutzgebiet Los Barruecos bei Malpartida de Cáceres. Weiter geht es durch eine offene Landschaft in nordwestlicher Richtung. Auf dem 1890 entstandenen Landgut «El Vaqueril» finden wir für die nächsten drei Nächte Unterkunft.

7. Tag, Montag, 30. April

Durch die Dehesas im Westen von Cáceres

Wir erkunden zu Fuss «unser» Landgut. In den rund 1000 Hektar Stein- und Korkeichen-Dehesas findet man nicht nur Iberische Schweine, sondern auch eine Vielzahl von Vögeln wie Rotkopfwürger, Grauammer, Orpheusspötter, Wachteln und Zwergadler. Auf dem Landgut wurde vor einigen Jahren eine kleine Westgotensiedlung entdeckt, von der rund 15 Steingräber zeugen. Mit dem Bus geht es nachmittags zu einem der eindrücklichsten römischen Baudenkmälern von Spanien, der 2000 Jahre alten Brücke von Alcántara, die über den Fluss Tajo führt. Auch das verschlafen wirkende Städtchen mit seinen Konventen und Adelspalästen lädt zum Verweilen ein.

8. Tag, Dienstag, 01. Mai

In der Sierra de San Pedro

Das abgelegene Hügel- und Berggebiet, das an Portugal grenzt, nennt sich Sierra de San Pedro. Wir fahren durch die steppenartige Umgebung von Brozas, wo an einem malerischen Flüsschen Flussregenpfeifer, Eisvogel und Bienenfresser brüten und wir halten Ausschau nach Mönchsgeiern. Durch eine hügelige Landschaft mit grossen Beständen von Korkeichen und ihrer entsprechenden Vogel- und Pflanzenwelt geht es weiter zum Grenzort Alburquerque mit dem mächtigen Kastell.

9. Tag, Mittwoch, 02. Mai

In die Berge der Sierra de Gredos

Heute verlassen wir die mediterrane Landschaft und fahren in das nördlich der Extremadura gelegene Berggebiet der Sierra de Gredos, das zur Region Castilla y Leon gehört. Nach einer rund 3-stündigen Fahrt, mit dem einen oder anderen Halt, erreichen wir unser heutiges Exkursionsgebiet. Von der auf etwa 1800 m gelegenen «Plataforma de Gredos» geht es zu Fuss weiter. Unterwegs wird gepicknickt. Gelbblühende Ginsterbüsche und Narzissen setzen Farbtupfer in die von grossen Granitfelsen dominierte Gegend. Auch die Vogelwelt hat einiges zu bieten. So brüten hier Ortolan, Steinrötel, Heckenbraunelle, Steinschmätzer und das Blaukehlchen. Auch Gredos-Steinböcke (eine Unterart des Iberischen Steinbocks) und Iberische Smaragdeidechsen können mit etwas Glück entdeckt werden. Wir übernachten in einem gemütlichen Hostal in Navarredonda de Gredos. Eine Besonderheit dieser familiären Unterkunft ist der «Vogel-Hide», von dem aus Kleinvögel, aber auch der Fuchs an einer kleinen Futterstelle, beobachtet und fotografiert werden können.

10. Tag, Donnerstag, 03. Mai

Berglandschaft bei Navarredonda de Gredos

Heute geht es durch die nahe gelegenen Föhrenwälder und auf einer leichten Wanderung ein kleines Tal aufwärts. Die Eiszeiten prägen auch hier das felsige Gelände, durch das sich heutzutage der kleine Fluss Valdeascas mit flachen Wasserfällen und Teichen den Weg ins Tal bahnt. Wasseramsel, Gebirgsstelze, aber auch Felsenschwalbe, Zippammer und Blaumerle fühlen sich hier wohl. Auf den Granitfelsen werden wir gewiss die eine oder andere Perleidechse oder andere Reptilienarten zu Gesicht bekommen. Den Nachmittag verbringen wir mit Spaziergängen, Beobachtungen oder Fotografieren. Ist die Nacht nicht allzu kalt, vernimmt man sogar den Ziegenmelker und die Zwergohreule.

11. Tag, Freitag, 04. Mai

Navarredonda de Gredos – Madrid

Fahrt von Navarredonda de Gredos nach Madrid. In Madrid nutzen wir noch die Gelegenheit für einen Rundgang durch das historische Zentrum.

12. Tag, Samstag, 05. Mai

Madrid - Barcelona - Paris oder Lyon - Zürich

Frühmorgens Transfer zum Bahnhof Madrid Puerta Atocha. Rückfahrt mit AVE nach Barcelona (umsteigen) und anschliessend mit TGV via Paris oder Lyon (umsteigen) nach Zürich HB.

Dr. Manuela Seifert Fachliche Leitung
Reise merkenentfernen
Natur

Highlights

  • grosser Artenreichtum an mediterraner Flora und Fauna
  • alte Stein- und Korkeichenwälder
  • weite Landschaften
  • familiäre Unterkünfte

Leistungen

  • * Bahnreise Wohnort - Paris oder Lyon - Barcelona - Madrid und zurück, 2. Klasse, (Basis Halbtaxabonnement)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in familiären Hotels in Torrejón und Navarredonda de Gredo sowie in 3-Sterne- Hotels, Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • 4-Sterne-Hotel inkl. Frühstück in Madrid
  • Frühstück und Abendessen während der Exkursionstage
  • Fachliche Leitung ab/bis Madrid
  • 5% für Projekte der Pro Natura

Weitere Hinweise:

Formalitäten

Gültiger Pass oder gültige Identitätskarte

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Annullierungskostenversicherung mit SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten
  • Getränke
  • Trinkgelder