jetzt Buchen

Cornwall

Wilde Küsten und exotische Gärten in Englands Südwesten

Cornwall kann mit seinen üppigen Gärten, dramatischen Küstenabschnitten und pittoresken Fischerdörfern süchtig machen. Hier im Westen wird England immer schmäler und endet abrupt bei Land’s End. Vorgelagert findet sich noch der Archipel der Isles of Scilly. Die Schriftstellerin Daphne du Maurier machte Cornwall zu ihrer Wahlheimat und hat mit ihrem Roman «Rebecca», der von Alfred Hitchcock meisterhaft verfilmt wurde, der Landschaft ein literarisches Denkmal gesetzt. Hier ist das Wetter immer wieder für eine Überraschung gut. An der Südküste leichter Nieselregen, im Landesinnern eine Nebelbank und einige Kilometer weiter an der Nordküste Sonnenschein mit einem Licht wie in der Provence. In den 1920er und 1930er Jahren zog es viele Künstler in diese Gegend. Wie lebt es sich heute in dieser Landschaft? Das Meer ist nach wie vor präsent, auch wenn die ehemalige Fischerei stark an Bedeutung verloren hat. Die Royal Navy ist ein wichtiger Arbeitgeber und das Engagement bei den «Lifeboats» für viele Bewohner Ehrensache. Der Tourismus ist ein substanzieller Wirtschaftszweig geworden. Viele britische Familien reisen im Sommer in das «Tessin Englands». Auch Virginia Woolf und Daphne du Maurier lernten auf diese Art Cornwall kennen.

Reisedaten

 

Reiseprogramm

1. Tag, Sonntag, 22. April

Zürich – London – Mawnan Smith, Falmouth

Am Morgen Linienflug mit Swiss von Zürich nach London Heathrow. Unsere Busfahrt Richtung Südwesten unterbrechen wir in Swindon für den Mittagshalt. Es bietet sich Gelegenheit für einen Spaziergang durch den weitläufigen Park von Lydiard House oder zum Besuch des sorgfältig gepflegten «Walled Gardens», der in dieser Jahreszeit jedoch erst am Erwachen ist. Bei einem weiteren Halt in der Nähe von Truro wird das Abendessen serviert. (Weitere kurze Reiseunterbrechungen sind etwa alle zwei Stunden geplant.) Am späten Abend erreichen wir das familiär geführte Meudon Hotel. Es liegt etwas ausserhalb von Falmouth im Weiler Mawnan Smith. Erste von fünf Übernachtungen im 3-Sterne Hotel Meudon.

2. Tag, Montag, 23. April

Falmouth – Penjerrick Garden – Trebah

Wer früh aufsteht, hat Gelegenheit durch den Hotelgarten bis zur Meeresbucht zu spazieren. Diese Gelegenheit bietet sich noch mehrfach während unseres Aufenthalts, sei es am Morgen oder am Abend nach der Rückkehr von unseren täglichen Ausflügen.

Heute Morgen machen wir uns mit dem hier allgegenwärtigen Meer vertraut. Das Maritime Museum zeigt auf anschauliche Art die Bedeutung der Fischerei und Seefahrt. In einem riesigen Glaszylinder ist der aktuelle Stand von Ebbe oder Flut zu beobachten.

Anschliessend fahren wir zum Garten von Penjerrick, der sich ganz in der Nähe unseres Hotels befindet. Er wurde von einem Mitglied der hier berühmten Fox-Familie im frühen 19. Jahrhundert angelegt. Auch der Garten von Trebah, den wir am Nachmittag besuchen, und einige weitere Gärten gehen auf die engagierte Fox-Familie zurück. Penjerrick befindet sich mangels finanzieller Mittel in einem Dornröschenschlaf. Gerade deshalb hat er eine kleine Fangemeinde unter den Gartenliebhabern. Sie schätzen das Wilde und Ursprüngliche, das die Atmosphäre dieses Gartens ausmacht.

Am Nachmittag widmen wir uns dem subtropischen Paradiesgarten Trebah. Das Ehepaar Hibbert kaufte dieses Anwesen, um sich einen «ruhigen» Lebensabend zu gönnen. Aus der erhofften Ruhe wurde jedoch Arbeit, sogar sehr viel Arbeit bis sich der «Dschungel» wieder in einem prächtigen Zustand präsentierte, samt dem imposanten Hortensienhain zum Meer hin. Der im Herbst 2014 hochbetagt verstorbene Besitzer, Tony Hibbert, hatte einen ganz besonderen Bezug zu diesem Ort. Er lernte als Offizier die Gegend am Ende des Zweiten Weltkriegs kennen, als sich die englischen Invasionstruppen in den geschützten Buchten Cornwalls formierten, um am D-Day in die Normandie vorzustossen. Nach diesem Besuch haben wir die Gelegenheit, mit dem Reiseleiter auf dem «Coastal Path» zum Meudon Hotel zu spazieren. Alternativ steht auch der Bus für die Rückfahrt zur Verfügung.

Zum Abschluss dieses Tages geniessen wir das Abendessen im Meudon Hotel mit Blick auf den verwunschenen Garten. Dies gilt auch für die kommenden drei Abende.

3. Tag, Dienstag, 24. April

Bonython Estate Gardens – Porthleven – St. Michael's Mount

Bonython ist ein privater Landsitz mit einem überraschend vielfältigen und weitläufigen Garten. Sein unteres Ende mündet in einen alten, gefluteten Steinbruch. Das Element Wasser ist aber auch anders präsent: in Form des grössten privaten Swimmingpools Cornwalls. Die Obergärtnerin erzählt mit einem Schmunzeln von solchen Rekorden und von den Filmaufnahmen für die Rosamunde Pilcher-Filme. Am liebsten zeigt sie jedoch die Früchte ihrer Arbeit bei der Gestaltung und dem Unterhalt dieses riesigen Gartens.

Den Mittagshalt verbringen wir in Porthleven mit seinem historischen Fischereihafen und der exponierten Kirche. Dieser malerische Ort ist bekannt für die hohen Wellen, die an der Hafenmole gebrochen werden und deren Gischt bis zur Kirchturmspitze hoch geschleudert wird. Unser Besuch am Nachmittag gilt dem St. Michael’s Mount, dieser imposant vor Penzance gelegenen Insel. Bei Flut werden die Gäste mit dem Boot zur Insel gefahren. Danach erfolgt ein steiler Aufstieg zum Schloss und zur Kapelle. Zur Anlage gehört auch ein Felsgarten, der auf kleinen Terrassen an einem der steilen Abhänge angelegt wurde.

4. Tag, Mittwoch, 25. April

St. Ives – Barbara Hepworth Sculpture Garden

Der heutige Tag ist der kargen Nordküste Cornwalls gewidmet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zog es viele Künstler nach St. Ives und in dessen Umgebung. Hier war das Licht wesentlich besser als in London mit seinem gefürchteten Smog. Die gesellschaftliche Enge des viktorianisch geprägten Englands liess sich hier leichter durchbrechen. Der Schriftsteller D. H. Lawrence wohnte für einige Zeit im nahen Zennor, Bernard Leach betrieb in St. Ives sein weltberühmtes Keramikatelier und die Bildhauerin Barbara Hepworth richtete sich mitten im Städtchen ihr Atelier ein. Zusammen mit dem lauschigen Garten ist ihr Wohnatelier seit ihrem Tod als Museum zugänglich. Einige ihrer Skulpturen sind in diesem stimmungsvollen Ambiente ausgestellt. Über Mittag bleibt uns noch Zeit, das Städtchen mit seinen engen Gassen bei einem individuellen Bummel zu erkunden.

5. Tag, Donnerstag, 26. April

Trelissick Garden – St. Mawes – Lamorran

Mit dem Bus lassen wir uns zum Landsitz von Trelissick bringen. Das schlossähnliche Haus liegt majestätisch über dem Fluss Fall. Dieser Flusslauf ist einer jener weit ins Landesinnere reichenden Mündungsarme, die so charakteristisch sind für die Südküste. Bei Ebbe sehen die Ufer aus wie Mangrovenwälder und die vielen Sandbänke und Untiefen erfordern nautisches Geschick der Kapitäne. Der weitläufige Garten von Trelissick bietet wunderbare Ausblicke auf diesen Fluss und das Meer. Hier wird uns der Obergärtner durch das Anwesen führen. Auf der einen Seite geht der Garten in eine offene Weidelandschaft über, auf der anderen Seite folgt unterhalb des Gartens eine Waldpartie mit vielen exotischen Bäumen und ein Obstgarten.

Am Nachmittag erfolgt die Überfahrt mit der Autofähre auf die gegenüberliegende Seite der Flussmündung. Per Bus geht es weiter zum erhöht über St. Mawes gelegenen Privatgarten Lamorran. Dieser intime Garten strahlt mediterrane Leichtigkeit aus und lässt fast vergessen, dass wir uns in England befinden. Das Besitzerpaar kümmert sich persönlich um den Garten und wird dabei von einem Gärtner unterstützt. Zwischen Palmen hindurch öffnen sich Blicke aufs Meer. Immer wieder trifft der Besucher auf Überraschungen, wie man sie vor allem aus italienischen Gärten kennt: Wasserkaskaden, Aussichtspunkte mit Sitzgelegenheiten, Statuen und Vasen. Wegen der zuweilen sehr dichten Bepflanzung trifft man unverhofft auf diese gestalterischen Akzente.

Die Passagierfähre bringt uns gegen Abend von St. Mawes zurück nach Falmouth. Vom Hafen in Falmouth ist es nur noch eine kurze Fahrt zurück zum Hotel.

6. Tag, Freitag, 27. April

Caerhays Castle – Mevagissey – Exeter

Von weitem wirkt der Landsitz Caerhays wie eine mittelalterliche Burg. Das nach wie vor private Anwesen entstand im 19. Jahrhundert und das Interieur präsentiert sich noch heute, als käme Queen Victoria gleich zum «Afternoon Tea». Im Frühling trägt eine Vielzahl der Sträucher, aber auch der riesigen Bäume, prächtige Blüten. Es sind seltene Magnolien, die auf Caerhays gezüchtet und in die ganze Welt verkauft werden.

Später bringt uns der Bus nach Mevagissey. Der beschauliche Hafenort lebt sowohl von Tagesgästen als auch von der Fischerei. In diesem betriebsamen Ort verbringen wir die Mittagspause und fahren danach direkt weiter nach Exeter. Hier besichtigen wir die Kathedrale, die auf das Jahr 1112 zurückgeht. Das grandiose Gewölbedach ist eines der grössten der Welt und garantiert ein wundervolles Raumerlebnis. Gemeinsames Abendessen und Übernachtung in einem 4-Sterne Hotel in der Nähe von Exeter.

7. Tag, Samstag, 28. April

Exeter – London – Zürich

Die Fahrt nach London ist die letzte Busetappe unserer Reise. Je nach Verkehrsaufkommen machen wir in der Nähe des Flughafens einen kurzen Mittagshalt. Am späten Nachmittag Rückflug mit Swiss nach Zürich.

Die Gärten von Cornwall

Oft sind Besucher irritiert, wenn sie zum ersten Mal die Gärten von Cornwall besichtigen. Nicht die «Cottage Gärten» und auch nicht die weitläufigen, künstlich modellierten Landschaftspärke sind typisch für diese Grafschaft. Vielmehr sind es dschungelartige Kompositionen unter Verwendung vorwiegend subtropischer Exoten aus unterschiedlichen Regionen und Höhenlagen. Diese «Gartenphilosophie» geht auf die Zeit der Pflanzenjäger zurück. Vor allem im viktorianischen Zeitalter bereisten diese Abenteurer die ganze Welt und brachten von ihren Expeditionen Rhododendren, Azaleen, Magnolien, Baumfarne, Palmen, Bananenbäume, Bambus und vieles mehr mit. Im äusserst milden Klima von Cornwall gelang es, diese Exoten zu kultivieren. Und so wurden sie zum Statussymbol vieler Gartenbesitzer. Oft liegen die Gärten in wettergeschützten Buchten zum Meer hin, denn der zuweilen eisige Wind ist auch in Cornwall eine Gefahr für viele Pflanzen.

Führungen

Einzelne lokale Führungen und die Gespräche mit den Gartenbesitzern sind in englischer Sprache mit Ausnahme der Führung im Caerhays Castle. Wo nötig wird der Reiseleiter übersetzen.

Dr. Francis Rossé Fachliche Leitung

Highlights

  • romantische Küstenlandschaften
  • aussergewöhnliche Privatgärten
  • malerische Fischerdörfer
  • kreative Gartengestaltungen
  • herrschaftliche Landsitze

Leistungen

  • Linienflüge Zürich – London Heathrow – Zürich, Gruppentarif
  • Taxen/Treibstoffzuschlag (zz. 151 CHF)
  • 1 Aufgabegepäckstück 23 kg
  • Bus für Transfers und Ausflüge
  • 5 Nächte im 3-Sterne Meudon Hotel, Mawnan Smith
  • 1 Nacht in einem 4-Sterne Hotel nahe Exeter
  • Frühstücksbuffet in den Hotels
  • 5 Abendessen in den Hotels
  • 1 Abendessen unterwegs (1. Tag)
  • 1 «Afternoon Tea» unterwegs (1. Tag)
  • 2 x «Tea Time»
  • Eintritte gemäss Reiseprogramm
  • 1 Führung in deutscher Sprache (Caerhays) die übrigen Gartenführungen in englischer Sprache
  • Reiseleitung durch Dr. Francis Rossé

Weitere Hinweise

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

Unterkunft

Das komfortable, familiär geführte 3-Sterne Hotel Meudon im Landhausstil liegt etwas erhöht über einem wundervollen Garten, der sich bis zur Meeresküste am Bream Cove erstreckt. Viele Rhododendren, Fuchsien, wuchernder Riesenrhabarber, exotische Pflanzen und ein alter Baumbestand prägen die prächtige Gartenanlage. Nach den Ausflügen oder vor dem Frühstück ist ein Spaziergang bis hinunter ans Meer eine besondere Bereicherung. Das gepflegte Abendessen im familiären Rahmen und der Tee in der Lounge runden die Tage jeweils ab. Das Hotel besteht aus einem markanten Backsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert, wo sich heute das Restaurant und die Lounge befinden, und einem in den 1960er Jahren erstellten Erweiterungsbau mit den Zimmern, die über sehr komfortable Betten, WC/Bad verfügen und Blick in den Garten bieten. Seit einigen Jahren ist die Besitzerfamilie daran, ihr Hotel sanft zu renovieren und das in die Jahre gekommene Ambiente der 60er Jahre durch ein freundliches, helles Interieur zu ersetzen.

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullierungskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder