Algarve – Alentejo

Südportugal ist eines der ornithologischen Juwele der Iberischen Halbinsel. Vielfältige Landschaften auf relativ kleinem Raum und ihre entsprechende Vogelwelt kennzeichnen diese Gegend, besonders im Frühjahr, wo man mit etlichen Zugvögeln rechnen kann. Tavira, im östlichen Teil der Algarve, ist Ausgangspunkt für unsere Tagesexkursionen. Diese führen uns zu den wichtigsten Feuchtgebieten der Algarve, wo vor allem Enten, Reiher und Watvögel zu sehen sind. Der Naturpark der Ria Formosa-Lagune erstreckt sich an der östlichen Algarve auf einer Länge von rund 60 Kilometern. Mit seinen kleinen Inseln und Kanälen ist er ein kleines Paradies an der ansonsten völlig erschlossenen Küste. Unmittelbar an der Grenze zu Spanien, an der Flussmündung des Guadiana, sind die Naturreservate Sapal de Castro Marim und Vila Real de Santo António gelegen. Die Salzmarschen beheimaten mit ihrem speziellen Brackwasser, Salzpfannen und Wasserläufen eine Vielfalt von Pflanzen und anderen Lebewesen und bieten einen natürlichen Lebensraum für Tausende von Wasservögeln, die wegen der ausgezeichneten Nistmöglichkeiten hierher kommen oder hier überwintern. Während eines Jahres suchen 150 verschiedene Arten, darunter Flamingos, Störche, Strandläufer und Regenpfeifer dieses Revier auf – sei es um hier zu bleiben, oder als saisonaler Rastplatz auf ihrem Weg zu fernen Ländern. An zwei Tagen widmen wir uns ausserdem der weiten, ursprünglichen Landschaft des Alentejo mit ihren Steppen- und Greifvögeln.

Reisedaten

Reisetermin 2018 sowie Pauschalpreis auf Anfrage. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

 

Reiseprogramm

1. Tag, Sonntag , 11. März

Zürich – Faro – Tavira

Linienflug von Zürich nach Faro. Anschliessend kurze Fahrt nach Tavira zu unserem Hotel, welches in der Nähe von Salzwasserlagunen liegt. Von hier aus werden wir unsere Ausflüge unternehmen. Am Abend gibt uns Ray Tipper, unser lokaler Naturführer, eine Einführung in die Vogelwelt der Algarve und des Alentejo.

2. Tag, Montag, 12. März

Salinen von Tavira und Castro Marim – Pinienwälder bei Aldea Nova

Heute erkunden wir die Salinen von Tavira (Naturpark Ria Formosa) und Castro Marim (Naturreservat Sapal de Castro Marim und Vila Real de Santo António). In diesem besonderen Ökosystem halten sich vor allem Watvögel, Möwen und Wasservögel auf. Stelzenläufer und Säbelschnäbler brüten hier, während sich Rosaflamingo, Löffler, Brandseeschwalbe und Raubseeschwalbe für den Zug nach Norden vorbereiten. Mit etwas Geduld lassen sich Dünnschnabel- und Korallenmöwe beobachten. Anschliessend fahren wir zu den Pinienwäldern und zum See bei Aldea Nova. Hier sind nebst Blauelster und Haubenlerche auch Samtkopfgrasmücke und Cistensänger heimisch, die sich durch ihren rauen Gesang oder Singflug verraten.

3. Tag, Dienstag, 13. März

Kultursteppe von Castro Verde

Der Alentejo mit seinen endlos wirkenden Ebenen beherbergt die landesweit grössten Populationen von Grosstrappe und Zwergtrappe. Im steppenähnlichen Gebiet bei Castro Verde leben auch Sandflughuhn, Hauben-, Kurzzehen- und Kalanderlerche sowie Grauammer. Greifvögel sind hier eine Besonderheit. Mögliche Arten sind Gleitaar, Mönchs- und Gänsegeier, Rohrweihe, Zwerg-, Stein- und Spanischer Kaiseradler sowie Rötelfalke. Ab März kann man auch mit Zugvögeln rechnen.

4. Tag, Mittwoch, 14. März

Naturreservat Ria Formosa – Naturschutzgebiet Vilamoura

Ria Formosa ist eines der wichtigsten Feuchtgebiete Portugals. Dünenlandschaften, Süss- und Salzwasserlagunen sowie periodisch überschwemmte Flachinseln dienen einer Vielzahl von Wat- und Seevögeln als Rastplatz. Hier überwintern auch mehr als 20’000 Wasservögel. Den Morgen verbringen wir in den Salinen von Ludo und halten am São Lourenço-Teich nach dem Purpurhuhn Ausschau. Die versteckt lebende Zwergdommel und die Kolbente sind ebenfalls heimisch. Zwergadler jagen im offenen Gelände. Vilamoura ist ein weiteres Feuchtgebiet, in welchem als Besonderheit die Moorente lebt. Aber auch Rohrweihen und zahlreiche Schilfbewohner brüten hier.

5. Tag, Donnerstag, 15. März

Alentejo – Mértola

Noch einmal besuchen wir die vielfältige Landschaft des Alentejo und gehen auf die Suche nach Wiedehopf, Grauammer und Schwarzkehlchen, vor allem aber dem seltenen Spanischen Kaiseradler. Den Tag verbringen wir im östlichen Teil der Region. Unterhalb der historischen Stadt Mértola richtet sich unser Augenmerk speziell auf die hier ansässige Rötelfalken-Kolonie. Im nahe gelegenen Flusstal leben Blauelster, Felsenschwalbe und Eisvogel. Bei Pulo do Lobo geniessen wir das Naturschauspiel des grossen Flusses Guadiana, der hier als Wasserfall durch eine enge Schlucht strömt. In der Umgebung können Wiesenweihe, Geier, Blaumerle, Zipp-ammer und möglicherweise Schwarzstorch gesehen werden.

6. Tag, Freitag, 16. März

Kap São Vicente – Lagoa dos Salgados

Die Exkursion zum Cabo São Vicente, dem südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes, ist ein Muss! Die felsige, bis etwa 70 Meter hohe Steilküste und das karge, windzerzauste Hinterland prägen diesen Tag. Die Küste liegt an der Zugroute verschiedener Seevögel, manche Arten überwintern in der Region. Häufig sieht man Basstölpel und Gelbschnabel-Sturmtaucher über dem Meer und Alpenkrähen zeigen ihre Flugkünste entlang der Felsklippen. Auf der Rückfahrt halten wir bei Lagoa dos Salgados, einem wichtigen Feuchtgebiet, das leider durch Bauvorhaben bedroht ist. Hier leben zahlreiche Wasser- und Watvögel.

7. Tag, Samstag, 17. März

Rocha da Pena

Das Rocha da Pena-Kalkgebirge bietet mit seinen 492 m.ü.M. einen anderen Aspekt der Algarve. Die von Mittelmeersträuchern und Kalkfelsen gestaltete Landschaft ist ein ideales Habitat für Samtkopf- und Provencegrasmücke, Blaumerle und Mittelmeer-Raubwür-

ger. Auch der deutlich anders gefärbte Grünspecht (iberische Unterart) lebt hier. Habichtsadler werden ab und zu in der halboffenen, steinigen Gegend gesichtet. Bei schönem Wetter lassen sich auf einer kleinen Wanderung nicht nur Vögel, sondern auch Eidechsen entdecken, die über die Wege huschen. Von hier aus fahren wir nachmittags zu unserer Unterkunft in Faro, wo wir die letzte Nacht verbringen.

8. Tag, Sonntag, 18. März

Faro – Zürich

Nach dem Frühstück geht es zum Flughafen. Der Rückflug erfolgt von Faro nach Zürich.

Dr. Manuela Seifert Fachliche Leitung
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Highlights

  • Zugvögel, Limikolen an der Küste
  • Steppenvögel wie Grosstrappe, Zwergtrappe, Flughühner
  • Naturpark Ria Formosa
  • mediterrane Flora

Leistungen

  • Linienflüge Zürich – Faro – Zürich, Gruppentarif, inkl. 1 Aufgabegepäck
  • Taxen/Treibstoffzuschlag (zz. CHF 142)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in Mittelklasse-Hotels, Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Fachliche Leitung
  • 5% des Pauschalpreises für Projekte der Schweizerischen Vogelwarte Sempach

Weitere Hinweise:

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder