14. – 26. Mai 2017

14.05.17-26.05.17
Pauschalpreis pro Person
CHF 2685
Zuschlag Einzelzimmer
CHF 260
Beteiligung: mind. 12, max. 14 Teilnehmende

Eingeschlossene Leistungen

  • Linienflüge Zürich – Wien - Sofia / Varna - Wien – Zürich, Gruppentarif
  • Flughafentaxen (zurzeit CHF 180)
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in einfachem Hotel, Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Mittagessen in Rest. oder als Picknick
  • Fachliche Leitung
  • 5% des Pauschalpreises für Projekte des Schweizerischen Vogelschutzes SVS

 Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle
    (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten
  • Getränke & Trinkgelder

 

 

Weitere Hinweise


Formalitäten
Gültiger Reisepass oder gültige Identitätskarte.

Bulgarien

Vielfältigstes Artenspektrum in Osteuropa

mit David Marques und lokalen Führern - in Zusammenarbeit mit Liberty Bird

Bulgarien – lange Zeit von Touristen aus dem Westen wenig besucht – ist heute für Ornithologen eines der attraktivsten Länder Osteuropas. In wenigen Stunden gelangt man von der Schweiz aus in das kleine Land mit seiner bemerkenswerten Vielfalt an Lebensräumen: Gebirge mit Weiden, Schluchten und Felsen, Täler mit Flussauen, ausgedehntes, extensiv bewirtschaftetes Acker- und Weideland mit lichten Laubwäldern, die Donauebene mit Schilfseen und den letzten Steppen sowie Seen, Sümpfe und Lagunen an der Schwarzmeerküste, welcher eine wichtige Vogelzugsroute folgt. Die faunistische und botanische Reichhaltigkeit der Region ergibt sich auch aus deren geografischer Lage und aus verschiedenartigen klimatischen Einflüssen: Arten der mitteleuropäisch-gemässigten, der nordeuropäisch-borealen und der mediterranen Zone sowie der eurasischen Steppenzone treffen hier aufeinander. Der Natur- und Vogelschutz in Bulgarien hat eine lange Tradition. Die BSPB/BirdLife Bulgarien ist sehr aktiv und arbeitet eng mit Bird-Life Schweiz zusammen. Dieser konnte Mittel aus dem Osteuropakredit des Bundes für mehrere Naturschutzprojekte beschaffen. Wir werden diese Gebiete besuchen und von den Fachleuten der BSPB interessante Informationen über Land, Natur und Leute erhalten.

Reiseprogramm

1. Tag, Sonntag, 14. Mai

Ostrhodopen

Die Hauptstadt Bulgariens liegt in einem weiten Tal am Fusse des Vitoschagebirges. Am Stadtrand von Sofia brüten auf der Autobahnbeleuchtung bereits die ersten Weissstörche. Wir fahren nach Südosten in die Ostrhodopen nach Krumovgrad. Es liegt in einem vom Fluss Krumovitza durchschnittenen flachen Tal – einer wunderschönen Landschaft. Hier übernachten wir dreimal. In der Umgebung des Hotels kommen Blassspötter und Zwergohreule vor.

 

2./3. Tag, Montag/Dienstag, 15./16. Mai

Im Gebiet der Ostrhodopen

Der östliche Teil der Rhodopen, zwischen den Tälern der Flüsse Arda und Maritsa, beherbergt eine aussergewöhnliche Artenvielfalt. Es wurden hier 36 der 38 europäischen Greifvogelarten festgestellt. Die Landschaft ist vielfältig und reizvoll. Schwarzstorch, Gänse- und Schmutzgeier, Adlerbussard, Wanderfalke, Blaumerle, Rötelschwalbe und Felsenkleiber brüten in den Felsen, Chukarhuhn, Balkansteinschmätzer und Ortolan an den umliegenden Hängen. Kleine Eichenwäldchen, Hecken und Gärten beherbergen Blutspecht, Rotkopf- und Schwarzstirnwürger, Samtkopf-, Nachtigallen-, Sperber- und Balkanbartgrasmücke, Olivenspötter, Balkanmeise und Zaunammer. Zwerg- und Schlangenadler jagen im Gebiet.
Wir erkunden das artenreiche Tal der Krumovitza und die atemberaubende Landschaft am Arda-Fluss um Madjarovo in der Nähe des BSPB-Naturschutz- und Informationszentrum «Ostrhodopen», wo sich die wichtigste Geierkolonie der Ostrhodopen befindet. Regelmässig sind Gänse- und Schmutzgeier, öfters auch Mönchsgeier und Kaiseradler Gäste am Fütterungsplatz, den wir von einer leicht erhöhten Stelle aus gut einsehen können. Die Gegend von Studen Kladenetz ist auch sonst vielfältig: Ein Stausee beherbergt Wasservögel, die Berge mit ihren Wäldern zahlreiche Greifvögel. Immer wieder zu beobachten sind auf unserer Reise häufigere Arten wie Weissstorch, Bienenfresser, Wiedehopf, Blauracke, Steinkauz, Blutspecht, Neuntöter, Pirol, Blassspötter, Schaf­stelze («Maskenstelze»), Weidensperling, Kappenammer und Ortolan.

 

 

4. – 6. Tag, Mittwoch – Freitag, 17. – 19. Mai

Schwarzmeerküste

Wir verlassen die Ostrhodopen und durchqueren das Tal der Marica, die jenseits der Grenze zum griechischen Evros wird. Unterwegs können wir mit etwas Glück Maskenwürger, Olivenspötter, Kurzfangsperber, Kaiseradler und Isabellsteinschmätzer beobachten. Wir übernachten drei Mal in Sarafovo bei Burgas. Hier, am westlichsten Zipfel des Schwarzen Meeres,  werden im Frühling viele Zugvögel, welche vom Nahen Osten in die Weiten Russlands unterwegs sind, wie in einem Flaschenhals zusammengedrängt. Wir erkunden die Feuchtgebiete bei Burgas, den Burgas- und Mandrasee sowie die Podalagune, wo die BSPB ein Reservat mit Naturschutzzentrum betreut. Hier befindet sich die einzige Löfflerkolonie der bulgarischen Schwarzmeerküste. Alle europäischen Reiher, Sichler, Zwergscharbe, Rosa- und Krauskopfpelikan, Moorente, Weissbart-, Trauer- und Weissflügel-Seeschwalbe, Schwarzkopfmöwe, Seidensänger, Beutel- und Bartmeise können beobachtet werden. In der Umgebung des Mandrasees brüten zudem See- und Schreiadler. An den Seen Atanasovsko und Pomorie brüten Austernfischer, Säbelschnäbler, Stelzenläufer sowie Fluss-, Brand- und Zwergseeschwalben zum Teil in grösseren Kolonien. Verschiedene seltene Arten wie Teichwasserläufer, Dünnschnabelmöwe und Sumpfläufer sind möglich.

 

7./8. Tag, Samstag/Sonntag, 20./21. Mai

Feuchtgebiete an der Donau

Wir verlassen die Seenregion von Burgas in Richtung Norden. Unterwegs halten wir an verschiedenen Stellen nach Balkanlaubsänger, Balkanmeise, Sperbergrasmücke, Zaun- und Zippammer Ausschau. Auf dem Weg an die Donau machen wir Halt in einem lichten Waldgebiet in der Nähe von Goritza, wo der seltene Halbringschnäpper und der Mittelspecht brüten.
An der Donau, welche hier die Grenze zu Rumänien bildet liegt das Biosphären-Reservat Srebarna, sowie die Feuchtgebiete bei Malak Preslavets und Garvan. Berühmt ist das Gebiet vor allem als Brutplatz des Krauskopfpelikans, wie auch des Rothalstauchers. Daneben kommen viele andere Feuchtgebiet- und Waldbewohner vor, insgesamt brüten etwa 100 Arten. Wir übernachten zweimal in Silistra.

 

9. – 12. Tag, Montag – Donnerstag, 22. – 25. Mai

Feuchtgebiete, Wälder und Steppen im Norden

Von der Donau aus fahren wir in die letzte Region unserer Reise, der Dobrudscha-Steppe, die sich von Nordostbulgarien bis ins Donaudelta nach Rumänien zieht. Von Krapez aus besuchen wir die imposanten Steilküsten bei der Kaliakra-Halbinsel. Hier sind letzte Reste der ursprünglichen grossen Steppengebiete der Dobrudscha erhalten. Triel, Kurzzehen- und Kalanderlerche, Brachpieper, Nonnen- und Isabellsteinschmätzer und in manchen Jahren auch Rosenstare brüten im Gebiet. An der Küste sind Krähenscharben zu beobachten, Prachttaucher und Mittelmeer-Sturmtaucher möglich. Öfters tummeln sich hier Gruppen von Delphinen. In einem feuchten Tal nördlich des Kaps sowie in der Umgebung von Kavarna suchen wir nach den Felsenbrütern Adlerbussard und Uhu.
Einen Tag verbringen wir an den Küstenseen von Durankulak und Shabla. Hauptzielart ist der seltene Feldrohrsänger, der hier in den Schilfflächen brütet. Daneben kommen viele Reiherarten vor, dazu Zwergscharbe, Brandgans, Moorente, Bartmeise, Rohrschwirl und andere Feuchtgebietsbewohner. Der Schwarzstirnwürger ist verbreitet und wir hoffen, auch rastende Rotfussfalken zu entdecken. 

 

13. Tag, Freitag, 26. Mai

Heimflug Varna – Wien – Zürich

Am Morgen ist ein Besuch der Stadt Varna oder der näheren Umgebung um Krapets mög­lich, gefolgt vom Transfer zum Flughafen und Heimflug.