01. – 06. Mai 2017

01.05.17-06.05.17
Pauschalpreis pro Person
CHF 2300
Zuschlag Einzelzimmer
CHF 150
Beteiligung: mind. 12, max. 16 Gäste

Eingeschlossene Leistungen

  • Bahnfahrt 1. Klasse Zürich – Monza – Zürich
  • Sitzplatzreservationen
  • Bus für Transfers ab/bis Monza und Ausflüge in Venetien
  • 5 Nächte im 4-Sterne Hotel Campo Marzio, Vicenza
  • Frühstücksbuffet im Hotel
  • 1 Abendessen und 4 Mittagessen
  • Bootsfahrt auf dem Brentakanal
  • Eintritte gemäss Programm
  • Reiseleitung durch Dr. Claudia Bonifaccio ab/bis Vicenza

Nicht eingeschlossene Leistungen

  • Annullierungskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle
    (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten, Getränke
  • Trinkgelder

Weitere Hinweise

 

Formalitäten

Gültige(r) Reisepass oder Identitätskarte.

 

Unterkunft

Das zentral gelegene 4-Stern Hotel Campo Marzio liegt direkt am Eingang zur Altstadt von Vicenza, nur wenige Meter von der Fussgängerzone entfernt. Ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Sehenswürdigkeiten dieser Stadt. Geschäfte, Restaurants, Museen und Denkmäler, einschliesslich der 500 m entfernten Piazza dei Signori mit der Basilica Palladiana, sind zu Fuss bequem zu erreichen. Die komfortablen, schallisolierten Zimmer sind mit Bad oder Dusche, Safe und Klimaanlage ausgestattet. Das erst kürzlich vollständig renovierte, familiär geführte Hotel ist in Privatbesitz und steht seit über 50 Jahren für Gastlichkeit in Vicenza. Im Hotel gibt es kein Restaurant, jedoch einen einladenden Aufenthaltsraum mit Bar.

Architektonische Meisterwerke von Palladio

Venezianische Villen und Gärten in Veneto und am Brentakanal

mit Dr. Claudia Bonifaccio

Als Weltkulturerbe ernannte die UNESCO die Altstadt von Vicenza und die Villen Palladios in der Region Venetien (Veneto). Viele weitere Villen und ihre Gärten gehören ebenfalls zum kulturellen Reichtum dieser Region. Einst von der reichen venezianischen Aristokratie als Landsitze in Auftrag gegeben, sind sie noch heute teilweise in Privatbesitz. Villen – eigentliche Paläste – nannten sich diese ländlichen Herrschaftshäuser auf dem venezianischen Festland, in denen die adlige Oberschicht – statt auf der feuchtheissen Insel Venedigs – damals den sommerlichen Urlaub verbrachte.

Der bedeutendste der Villen-Architekten war Andrea Palladio (1508–1580). Die von ihm entwickelte Architektur fand weite Verbreitung in Europa. Von England gelangte der «Palladianismus» sogar bis nach Nordamerika. Unsere Reiseleiterin, Dr. Claudia Bonifaccio, ist eine Palladio-Spezialistin und wird vor Ort nicht nur venezianische Villen, sondern auch Palladio-Bauten in Vicenza vorstellen, neben weiteren kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten.

Reiseprogramm

1. Tag, Montag, 01. Mai

Zürich – Monza – Vicenza

Abfahrt um 09.09 Uhr mit dem EuroCity direkt nach Monza mit Ankunft um 12.21 Uhr. Diese Zugfahrt erfolgt unbegleitet aber mit reservierten Plätzen in der 1. Klasse. Am Bahnhof von Monza werden die Teilnehmenden von einer Assistenz erwartet, die sie zum Bus begleitet. Danach erfolgt die rund dreistündige Weiterfahrt nach Vicenza mit einem Mittagshalt unterwegs. Am späten Nachmittag Ankunft in Vicenza und Zimmerbezug für fünf Nächte im Hotel Campo Marzio, das zentral am Eingang der Altstadt und am Stadtpark liegt.

Nach einer kurzen Pause erwartet uns Claudia Bonifaccio im Hotel und begleitet uns auf einen ersten Spaziergang ins historische Zentrum von Vicenza. Einen ersten Eindruck von Vicenza und den Werken Palladios vermittelt uns die Piazza dei Signori, wo sich das berühmteste Bauwerk Vicenzas befindet, der Palazzo della Ragione. Nach einem Einsturz erhielt Andrea Palladio den Auftrag für den Wiederaufbau. Der eindrucksvolle Bau wird seither als «Basilica Palladiana» bezeichnet.

In einem traditionellen Restaurant in der Altstadt werden uns zum gemeinsamen Abendessen lokale Köstlichkeiten serviert.

 

2. Tag, Dienstag, 02. Mai

Villen und Gärten in den Euganeischen Hügeln

Von Vicenza fahren wir in die «Colli Euganei», eine wunderschöne Kulturlandschaft mit Hügelketten vulkanischen Ursprungs. In Monselice besuchen wir den privaten Garten der Villa Emo. Diese Villa wurde von Vincenzo Scamozzi (1548–1616), dem bedeutendsten Schüler und Nachfolger von Andrea Palladio, erbaut. Sie ist von einem prächtigen italienischen Garten mit typisch venezianischen Elementen aus der Renaissance umgeben sowie von grossen Magnolienbäumen, langen Baumalleen und Buchshecken. Contessa Emo, eine begeisterte Gartenliebhaberin, hat ihren Garten zudem mit reizvollen Stauden- und Rosenbeeten erweitert.

In der Nähe befindet sich auch der private Garten der Villa Barbarigo Pizzoni Ardemani, einer der imposantesten barocken Gärten Norditaliens. Die Anlage stammt aus dem 17. Jh. wurde jedoch im 19. Jh. teilweise nach der damals aufgekommenen Mode des Landschaftsgartens erneuert. Dieser Garten besticht durch seine langen, geschnittenen Alleen mit zahlreichen Statuen und Wasserspielen.

Das gemeinsame Mittagessen nehmen wir in den historischen Räumlichkeiten des Castello di San Pelagio in Due Carrare ein. Dieses Schloss ist seit dem 17. Jh. im Besitz der Grafen Zaborra und wird deshalb auch Villa Zaborra genannt. Das mittelalterliche Gebäude aus dem 14. Jh. wird von einer grossen Parkanlage umgeben, die einen geheimen Garten, jahrhundertealte Steinbuchen, einen Obstgarten, einen Fischteich, sowie ein Labyrinth beherbergt. Ein antikes altrömisches Thermalbecken ist ebenfalls zu entdecken. Seit 1980 ist zudem im Schloss ein Museum für Luft- und Raumfahrt untergebracht. Auf einer Führung durch Park und Gärten bewundern wir auch die berühmte Sammlung Alter und Englischer Rosen.

Ein letzter Besuch gilt in Vescovana dem Garten der Villa Pisani Bolognesi Scalabrin. Contessa Evelina van Millingen, die Gattin des venezianischen Conte Pisani, liess hier im Jahre 1852 einen Garten im Englischen Stil anlegen. Dank der heutigen Hausherrin, Mariella Bolognesi Scalabrin, sind heute ein prachtvoller Rosengarten und die eingefassten Blumenrabatten eine Augenweide. Es ist auch möglich, einige der Villen-Innenräume zu besichtigen. Rückfahrt nach Vicenza und freier Abend.

 

3. Tag, Mittwoch, 03. Mai

Das Vicenza des Andrea Palladio

Auf einem Hügel nahe von Vicenza besichtigen wir zuerst die Villa Valmarana ai Nani, die von einem reizvollen Rosengarten umgeben ist. Die Villa ist im Privatbesitz und wird heute noch bewohnt. Berühmt sind die Fresken in einigen der Säle. Es sind Szenen aus dem göttlichen Olymp, gemalt von Gian Battista Tiepolo (1696–1770). Das zur Villa gehörende Gästehaus wurde dagegen von seinem Sohn Domenico Tiepolo (1724–1804) mit fröhlichen Szenen aus dem ländlichen Alltag geschmückt.

Danach spazieren wir zur tiefer gelegenen, berühmten Villa Capra, die auch Villa La Rotonda genannt wird. Sie gilt als das schönste Gebäude von Andrea Palladio und verkörpert die ideale Architektur der Renaissance. Die umgebende Gartenanlage ist in ihrer ruhigen Schlichtheit perfekt darauf abgestimmt, den erhabenen Eindruck der Villa zu untermalen.

Zum gemeinsamen Mittagessen in einer Trattoria fahren wir zurück ins Stadtzentrum. Anschliessend führt uns Claudia durch die engen Gassen der Altstadt, vorbei an verschiedenen, zum Teil ebenfalls von Palladio erbauten Palazzi mit prächtigen Architekturdetails. Die «Basilica Palladiana» war der Beginn des Erfolgs von Palladio. Bei seinem letzten Werk und gleichzeitig dem Höhepunkt seines kreativen Schaffens handelt es sich um das Olympische Theater. Dieser erst nach dem Tode des Meisters fertiggestellte Bau ist das weltweit älteste überdachte Theater. Vor der eindrücklichen Bühnenkulisse werden gelegentlich Konzerte aufgeführt. Der Abend steht zur freien Verfügung.

 

4. Tag, Donnerstag, 04. Mai

Am vielbesungenen Brentakanal

Am Morgen bringt uns der Bus zum Brentakanal. Zum Transport von Personen und Waren bevorzugten die Venezianer früher die Wasserstrassen. Die wichtigste Verbindung war der Brentakanal zwischen Venedig und Padua. Folglich entstanden entlang dieser Wasserstrasse auf einer Strecke von 36 Kilometern über 100 Villen.

Unser erster Besuch am Brentakanal gilt der Villa Pisani in Stra. Sie wurde in der ersten Hälfte des 18. Jh. für den Dogen Alvise Pisani als Sommersitz erbaut und umfasst über hundert Räume. Besonders eindrucksvoll ist der riesige Ballsaal mit dem Deckengemälde von Tiepolo. Grossartig ist auch die 11 ha umfassende Gartenanlage mit interessanten architektonischen Elementen, Wasserbassins, einem Irrgarten und eleganten Statuen.

In Dolo lassen wir uns im Restaurant des Schlosshotels Villa Ducale das Mittagessen servieren, bevor wir an Bord eines Ausflugsbootes gehen. An der schönsten Etappe des Kanals liegen in Mira die reizvolle Rokoko-Villa Widmann Rezzonico Foscari und die private Villa Foscari La Malcontenta, wo unsere Bootsfahrt endet. Die in einem grossen Uferpark gelegene Villa wurde von Palladio für einen venezianischen Edelmann erbaut, der darin – so wird gesagt – seine der Untreue beschuldigte Frau versteckte. Die Dame war darüber sehr «malcontenta» (unzufrieden), was im Namen der Villa verewigt wurde. Hier holt uns der Bus für die Rückfahrt nach Vicenza wieder ab. Freier Abend.

 

5. Tag, Freitag, 05. Mai

Eine ummauerte Stadt und der Garten des Grafen Giannino Marzotto

Heute fahren wir in nördlicher Richtung zum mittelalterlichen Städtchen Marostica, das gänzlich von einer Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert umschlossen ist und zwei schöne Burgen besitzt. Auf dem Hauptplatz findet alle zwei Jahre das Schachfest, ein Schachspiel mit historisch gekleideten Menschen als Schachfiguren, statt.

Weiter führt uns die Busfahrt durch die sanften Hügel um Breganze, wo ein besonders guter Wein gedeiht, nach Lonedo di Lugo di Vicenza und besichtigen dort die private Villa Godi Malinverni. Sie gilt als die allererste Villa von Palladio. Das Innere ist mit bedeutenden Fresken ausgeschmückt. Vom schönen, blumengeschmückten Terrassengarten geniessen wir einen wunderbaren Ausblick auf die weite Hügellandschaft.

Ein besonderer Höhepunkt dieser Reise erwartet uns im kleinen Ort Trissino. Conte Giannino Marzotto, ein Textilindustrieller und als begeisterter Autorennfahrer mehrfacher Grand Prix-Gewinner, liess die grosse Villa Trissino restaurieren und übernahm sie als Wohnsitz. Innerhalb der ausgedehnten, parkähnlichen und blumenreichen Gartenanlage befindet sich eine zweite, halb zerfallene Villa, die absichtlich so stehen gelassen wurde. Sie dient als romantische Kulisse, wenn im Freien sommerliche Konzerte aufgeführt werden. In der Taverne der Villa wird uns ein Mittagsmahl mit lokalen Spezialitäten serviert. Im Laufe des Nachmittags kehren wir nach Vicenza zurück, wo sich Claudia verabschieden wird. Der Abend steht zur freien Verfügung.

 

6. Tag, Samstag, 06. Mai

Vicenza – Monza – Zürich

Am Vormittag erfolgt die Busfahrt zum Bahnhof von Monza. Abfahrt um 13.37 Uhr mit dem EuroCity direkt nach Zürich. Die Zugfahrt ist unbegleitet aber mit reservierten Plätzen in der 1. Klasse. Ankunft in Zürich um 16.51 Uhr.